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Forschungsprämien

Richt­li­nien des Depart­ments für öffent­li­ches Recht und Steu­er­recht zur Vergabe von Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen

  1. Die Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen werden auf Grund­lage dieser gemäß § 4 der Betriebs­ver­ein­ba­rung zur Rege­lung der Leis­tungs­prä­mien und Prüfungs­taxen für das wissen­schaft­liche Univer­si­täts­per­sonal erlas­senen Richt­linie vergeben. Diese Prämien sollen der Förde­rung des wissen­schaft­li­chen Nach­wuchses (einschließ­lich Projekt­mit­ar­beiter/innen nach den §§ 26 und 27 UG) dienen. Univer­si­tät­spro­fessor/inn/en und andere Personen mit Lehr­be­fugnis können daher keinen Antrag auf Zuer­ken­nung einer Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen stellen. Als Mitar­beiter/innen des Depart­ments für Öffent­li­ches Recht und Steu­er­recht gelten für Zwecke dieser Richt­linie auch jene Mitar­beiter/innen von Forschungs­in­sti­tuten und Kompe­tenz­zen­tren, die sich aufgrund der Betriebs­ver­ein­ba­rung zur Rege­lung der Leis­tungs­prä­mien und Prüfungs­taxen für das wissen­schaft­liche Univer­si­täts­per­sonal dem Depart­ment für Öffent­li­ches Recht und Steu­er­recht zuordnen lassen.

  2. Für die Zuer­ken­nung von Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen ist Voraus­set­zung, dass die wissen­schaft­liche Arbeit im entspre­chenden Kalen­der­jahr, für das die Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen ausge­schrieben wurden, entweder veröf­fent­licht oder von einem Verlag zur Veröf­fent­li­chung ange­nommen wurden. Der wissen­schaft­liche Mitar­beiter oder die wissen­schaft­liche Mitar­bei­terin, der oder die die Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen bean­tragt, muss in dem Jahr, für das die Forschungs­prämie ausge­schrieben wurde, in einem Dienst­ver­hältnis zur WU gestanden oder über ein an der WU ange­sie­deltes Projekt finan­ziert sein. Es ist nicht erfor­der­lich, dass dieses Dienst­ver­hältnis während des gesamten Jahres bestanden hat.

  3. Einge­reicht werden können wissen­schaft­liche Fach­auf­sätze, Beiträge in Sammel­bänden und in Kommen­taren sowie selbst­stän­dige Publi­ka­tionen. Disser­ta­tionen und Habi­li­ta­tionen kommen aller­dings nicht in Betracht. Die einge­reichten Arbeiten müssen im Schwer­punkt jenen Fächern zuzu­rechnen sein, die von den Insti­tuten des Depart­ments abge­deckt werden. Weiters können nur Arbeiten einge­reicht werden, die zum Zeit­punkt der Einrei­chung bereits in der FIDES­-Da­ten­bank erfasst sind.

  4. Die Entschei­dung über die Vergabe der Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen erfolgt durch eine wissen­schaft­liche Jury, der je ein Vertreter oder eine Vertre­terin jedes Insti­tuts des Depart­ments ange­hört. Der jewei­lige Insti­tuts-Vor­stand oder die Insti­tuts-Vor­ständin hat den Vertreter oder die Vertre­terin seines oder ihres Insti­tuts aus dem Kreise der Univer­si­tät­spro­fessor/inn/en und der anderen habi­li­tierten wissen­schaft­li­chen Mitar­beiter/innen des Insti­tuts zu nomi­nieren. Die Jury trifft ihre Entschei­dungen mit Stim­men­mehr­heit. Das dienst­äl­teste Mitglied der Jury leitet deren Sitzungen, soweit die Jury nicht anders beschließt.

  5. Der Depart­ment­-Vor­stand oder die Depart­ment­-Vor­ständin hat alle für eine Einrei­chung in Betracht kommenden wissen­schaft­li­chen Mitar­beiter/innen des Depart­ments im Wege der Insti­tuts­vor­stände von der Ausschrei­bung der Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen zu verstän­digen. Dabei hat er oder sie eine Frist von mindes­tens drei Wochen zu setzen, inner­halb derer jede und jeder wissen­schaft­liche Mitar­beiter/in des Depart­ments die Mögl­ich­keit hat, bei dem vom Vorstand oder der Vorständin seines oder ihres Insti­tuts nomi­nierten Jury-­Mit­glied eine wissen­schaft­liche Arbeit für die Zuer­ken­nung einer Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen einzu­rei­chen.

  6. Die Jury prüft die einge­reichten Arbeiten daraufhin, ob sie metho­disch einwand­frei durch­ge­führt sind und neue wissen­schaft­liche Ergeb­nisse enthalten. Wissen­schaft­liche Arbeiten, die diese Krite­rien erfüllen, kommen für die Verlei­hung einer Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen in Betracht. Die Jury hat bei der Vergabe der Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen jenen wissen­schaft­li­chen Arbeiten den Vorzug einzu­räumen, die nach den Stan­dards der rechts­wis­sen­schaft­li­chen Forschung in beson­derer Weise im Vergleich zu den anderen einge­reichten Arbeiten heraus­ragen, und die Arbeiten gege­be­nen­falls ihrer Qualität entspre­chend zu reihen. Die Jury kann dabei nach Art der Forschungs­ar­beit, also nach „Buch, Mono­grafie“/„Origi­nal­bei­trag in Fach­zeit­schrift“/„Kommen­tie­rung“/„Origi­nal­bei­trag in Buch (Sammel­werk)“ kate­go­ri­sieren. Bei der Bewer­tung der einge­reichten Arbeiten sind insbe­son­dere auch der Inno­va­ti­ons­grad der Forschungs­leis­tung, der mit der Forschungs­ar­beit verbun­dene Aufwand und ein beson­derer grund­la­gen­ori­en­tierter, metho­di­scher, rechts­ver­glei­chender oder syste­ma­ti­sie­render, verall­ge­mei­ner­bare Aussagen gene­rie­render Aspekt zu berück­sich­tigen.

  7. In Vorbe­rei­tung für die Arbeit der Jury hat jedes Mitglied der Jury für den Bereich seines oder ihres Insti­tuts einen Vorschlag zu erstellen, welche der einge­reichten Arbeiten über­haupt für die Verlei­hung einer Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen in Betracht kommen, und eine Reihung der von den wissen­schaft­li­chen Mitar­beiter/innen seines oder ihres Insti­tuts einge­reichten Arbeiten vorzu­nehmen. Diese Vorschläge sind vertrau­lich zu behan­deln und bei der Sitzung der Jury zu präs­en­tieren. Die Jury hat diese Vorschläge in ihre Überl­e­gungen einzu­be­ziehen, ist aber nicht daran gebunden. Die Jury trifft ihre Entschei­dung nach Maßgabe des Punktes 6; dabei achtet sie nach Mögl­ich­keit auf eine ange­mes­sene Berück­sich­ti­gung der von den Insti­tuten des Depart­ments abge­deckten Fächer sowie auf die in der dieser Richt­linie zugrun­de­lie­genden Betriebs­ver­ein­ba­rung genannten Krite­rien. Insbe­son­dere soll die Anzahl der mit einer Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen ausge­zeich­neten  Wissen­schaftler/innen zehn Prozent der Zahl der zur Einrei­chung berech­tigten wissen­schaft­li­chen Mitar­beiter/innen eines Depart­ments nicht unter- und zwanzig Prozent nicht überschreiten.

  8. Der dem Depart­ment zur Verfü­gung stehende Betrag für Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen ist zu glei­chen Teilen auf jene wissen­schaft­li­chen Arbeiten aufzu­teilen, denen die Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen von der Jury zuer­kannt werden. Abwei­chungen davon können nur aus Gründen der beson­deren wissen­schaft­li­chen Qualität einer einge­reichten Arbeit oder aus Gründen der Förde­rung des wissen­schaft­li­chen Nach­wuchses vorge­nommen werden.

  9. Die Jury hat dem Depart­ment­-Vor­stand oder der Depart­ment­-Vor­ständin mitzu­teilen, für welche Arbeiten in welcher Höhe Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen zuer­kannt werden sollen. Der Depart­ment­-Vor­stand oder die Depart­ment­-Vor­ständin hat dem Rektorat diesen Vertei­lungs­vor­schlag unter Nennung der prämi­e­n­be­güns­tigten Personen zu unter­breiten. Nach Geneh­mi­gung durch das Rektorat ist diese Entschei­dung dann vom Depart­ment­-Vor­stand oder der Depart­ment­-Vor­ständin oder von einem ihm oder ihr beauf­tragten Mitglied der Jury inner­halb des gesamten Depart­ments zu kommu­ni­zieren. Über die Einrei­chung von Arbeiten, denen die Jury keine Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen zuer­kennen konnte, ist seitens der Jury die Vertrau­lich­keit zu wahren.

  10. Die wissen­schaft­li­chen Mitar­beiter/innen, die mit einer Leis­tungs­prämie für beson­dere Forschungs­leis­tungen ausge­zeichnet werden, sollen im Rahmen einer WU-Ver­an­stal­tung die entspre­chende Urkunde über­r­eicht bekommen.

  11. Diese Richt­linie wird auf der Home­page des Depart­ments veröf­fent­licht. Die Mitar­beiter/innen des Depart­ments sind im Wege der Insti­tuts-Vor­stände über die Erlas­sung, Ände­rungen und die Aufhe­bung der Richt­linie zu infor­mieren. Im Falle der Aufhe­bung der Richt­linie sind die Rege­lungen der Richt­linie bis zur Neuer­las­sung weiter anzu­wenden.

  12. Nach der „Betriebs­ver­ein­ba­rung zur Rege­lung der Leis­tungs­prä­mien und Prüfungs­taxen für das wissen­schaft­liche Personal“ erfolgt eine Evalu­ie­rung der „Richt­linie zur Vergabe von Leis­tungs­prä­mien für beson­dere Forschungs­leis­tungen“ in einem Rhythmus von 4 Jahren durch den Depart­ment­-Vor­stand oder die Depart­ment­-Vor­ständin auf Basis der Empfeh­lung der Depart­ment­-­Kon­fe­renz (§ 13 Abs 6 der Satzung).