Hintere Außenansicht des D2 Gebäudes

Evaluation zeigt: Jugendcolleges fördern wichtige Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration junger Geflüchteter

17. August 2026

Am 17. August wurde im Rahmen einer Pressekonferenz die gemeinsame Studie des NPO&SI-Zentrums und des FORMs zu den Wirkungen der Jugendcolleges präsentiert.

Die Jugendcolleges bieten intensive Bildungsmaßnahmen mit Fokus auf Deutschlernen, Basisbildung und arbeitsmarktrelevante Kompetenzen. Die empirischen Erkenntnissezeigen, dass die Programme insbesondere bei Geflüchteten mit niedriger Vorbildung ansetzen und deren Bildungskapital sowie deutschsprachige soziale Netzwerke signifikant stärken. Zudem konnte gezeigt werden, dass diese Faktoren die Wahrscheinlichkeit, eine Arbeits- oder Lehrstelle in Aussicht zu haben, signifikant erhöhen.

Die Evaluation basiert auf einer quantitativen Panel-Befragung von Teilnehmenden der Jugendcolleges und College25+ sowie einer Kontrollgruppe und nutzt ein Difference-in-Differences-Design. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von sozialem und Bildungskapital für die Arbeitsmarktintegration und liefern Evidenz für die Effektivität intensiver Bildungsprogramme wie den Jugendcolleges.

Autor Julian Kettl betont: „Unsere Analyse zeigt, dass das Jugendcollege zentrale Voraussetzungen für den Übergang in den Arbeitsmarkt stärken konnte. Intensive Bildungsprogramme wie das Jugendcollege bereiten insbesondere junge Geflüchtete mit niedrigem Bildungsniveau besonders effektiv auf den Arbeitsmarkt vor.“

Die Studie ist unter dem Link erreichbar: https://research.wu.ac.at/de/publications/evaluation-der-wiener-jugendcolleges-und-college25-wirkungen-auf--2/

zurück zur Übersicht