Studierende richten während eines Seminars den Blick zur Vortragenden.

Die Besteuerung von Diplomat*innen in Wien

Dieses Forschungsprojekt untersucht die Besteuerung von rund 16.000 Diplomatinnen und Mitarbeiterinnen internationaler Organisationen am Standort Wien. Ziel war es, die völkerrechtlichen Grundlagen (WÜD, WÜK) und nationalen Amtssitzabkommen vor dem Hintergrund moderner Herausforderungen wie der Digitalisierung und sich wandelnder Familienbilder systematisch zu analysieren.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sind mehrere Fachpublikationen. Ein besonderer Fokus lag auf der Identifizierung von Rechtsunsicherheiten bei bisher wenig erforschten Landes- und Gemeindeabgaben sowie der Präzisierung zentraler Begriffe wie der „ständigen Ansässigkeit“ und des „Haushaltsbegriffs“. Durch den Abgleich völkerrechtlicher Privilegien mit der österreichischen Steuerpraxis wurden konkrete Auslegungslücken aufgezeigt und fundierte Reformvorschläge erarbeitet.

Das Projekt trägt maßgeblich dazu bei, bestehende Auslegungsdifferenzen zu beseitigen und die Rechtssicherheit für völkerrechtlich privilegierte Personen zu erhöhen. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur langfristigen Sicherung der Attraktivität und Reputation Wiens als bedeutendes Zentrum internationaler Diplomatie geleistet.

Univ.Prof. Dr. DDr.h.c. Michael Lang

Univ.Prof. Dr. DDr.h.c. Michael Lang

Projektleiter

Besteuerung Diplomat*innen