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Neues Projekt: Governance of foundational economy

Andreas Novy und sein Team forschen zum Thema "Die Stärkung der Alltagsökonomie in Innerfavoriten am Beispiel von Einzelhandel und Kulturinitiativen"

Das Forschungsprojekt untersucht die Alltagsökonomie im Wiener Stadtteil Innerfavoriten. Im Mittelpunkt der Alltagsökonomie stehen wirtschaftliche Aktivitäten und Dienstleistungen, die im Alltag der Menschen eine zentrale Rolle spielen und für ihre Lebensqualität von entscheidender Bedeutung sind. Konkret werden Maßnahmen und Initiativen zur Unterstützung und Stärkung des Einzelhandels sowie des Kulturbereichs untersucht.

Innerfavoriten umfasst in dieser Studie das Gebiet zwischen Laxenburgerstraße, Sonnwendgasse und Gudrunstraße. Es ist ein wichtiges Wiener Stadtteilzentrum und gleichzeitig heterogen in Bezug auf BewohnerInnen und Einkaufsmöglichkeiten. Es zeigen sich erste Gentrifizierungstendenzen und die Favoritenstraße steht nicht zuletzt durch den Onlinehandel vor großen Herausforderungen. Kulturangebote – ehrenamtliche, professionelle und kommerzielle - können die Bindung zum Stadtteil stärken und Nahversorgung beleben. Besonderes Augenmerk wird im Forschungsprojekt daher darauf gelegt, wie Einzelhandel und Kultur die Aufwertung des Stadtteils fördern können, ohne die bestehende Bevölkerung zu verdrängen.

Die empirische Grundlage der Studie bilden Sekundäranalysen zu sozio-demografischen Merkmalen des Untersuchungsgebiets, eine Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der institutionellen Netzwerke lokaler Unternehmen, zivilgesellschaftlicher Initiativen und öffentlicher Projekte. Es werden acht bis zehn ExpertInneninterviews geführt sowie zwei Fokusgruppen organisiert unter besonderer Berücksichtigung von Start-Ups, KleinunternehmerInnen und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Die Ergebnisse sollen in einem Workshop mit Fachleuten der Stadtverwaltung und anderen wichtigen Interessengruppen vorgestellt und diskutiert werden.

Das Forschungsprojekt wird vom Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die WU Wien finanziert und vom Institute for Multi-Level Governance and Development an der WU unter der Leitung von Andreas Novy von Sigrid Kroismayr durchgeführt. Das Projekt beginnt im Oktober 2019 und endet im September 2020.



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