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FOWI - Forschungsinstitut für mittel- und osteuropäisches Wirtschaftsrecht

Über uns

Das FOWI befasst sich seit 1991 mit Fragen des Wirtschaftsrechts Mittel- und Osteuropas. Es erfasst und dokumentiert die Rechtsentwicklung in den Reformstaaten und betreut folgende Länder:

AlbanienRussland
BulgarienSlowakei
KroatienSlowenien
PolenTschechien
RumänienUngarn
Geschichte

Durch den raschen Wandel im Wirtschaftsrecht der mittel- und osteuropäischen Reformstaaten sind im internationalen Handel und bei Direktinvestitionen in diesen Ländern völlig neue Probleme entstanden. Für die einzelnen im Alltag des Ostgeschäfts stehenden Unternehmer, für Rechtsanwälte und Wirtschaftstreuhänder war es jedoch unwirtschaftlich wenn nicht unmöglich, die Rechtsentwicklung der Reformstaaten genau zu verfolgen. Zur Erfassung und Dokumentation der Rechtsentwicklung der Reformstaaten wurde im Herbst 1991 das Forschungsinstitut für mittel- und osteuropäisches Wirtschaftsrecht (FOWI) eingerichtet. Seine damals wichtigste Aufgabe bestand in der Beschaffung von Informationen zu Rechtsfragen über Mittel- und Osteuropa für die österreichische Wirtschaft. Das FOWI sollte Forschungsschwerpunkte in praxisrelevanten Bereichen setzen und der Öffentlichkeit die Ergebnisse leicht zugänglich machen. Zur Unterstützung des Instituts wurde 1992 ein Fördererverein eingerichtet, der in- und ausländische Mitglieder aus dem Kreis der international tätigen Unternehmen und rechtsberatenden Berufe vereinigt.

 

Leitung

Das Institut wurde von Anfang an bis 2007 von Univ.-Prof. Dr. Peter Doralt und - in den Jahren 1995 bis 2001 - von Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer geführt. Nach der interimistischen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Raimund Bollenberger und Univ.-Prof. Dr. Georg Kodek wurde ab Mai 2009 Univ.-Prof. Dr. Martin Winner als Institutsvorstand bestellt.

 

Arbeitsfelder

Mit der fortschreitenden Entwicklung und dem anschließenden Beitritt der einzelnen Staaten Mittel- und Osteuropas zur Europäischen Union haben sich die Ziele und Aufgaben des Instituts geändert: Neben der weiter geführten Dokumentation haben sich die Schwerpunkte in Richtung Lehre (Wahlfach Wirtschaftsrecht in Mittel- und Osteuropa an der WU-Wien, Lehrveranstaltungen zum Mittel- und Osteuropäischen Wirtschaftsrecht in den Masterprogrammen der Universität Salzburg und der Fachhochschule Eisenstadt, Rechtsschulen in Brünn und Pressburg) verschoben. Auch internationale, rechtsvergleichende Projekte nehmen vermehrt einen stärkeren Stellenwert ein. So wurden mit der Kiewer Nationalökonomischen Universität bereits zwei TACIS Projekte zur Erstellung neuer Studienprogramme für das Bachelorstudium und das Masterprogramm sowie zur Rechtsvergleichung anhand des neuen ukrainischen Zivilgesetzbuchs durchgeführt. Die Ergebnisse werden in den Arbeitspapieren des FOWI (bereits 119 Broschüren), Aufsätzen und Buchpublikationen veröffentlicht.

Weiterhin wird Praktikern aus der Wirtschaft sowie Wissenschaftlern und Studenten durch vom FOWI organisierte Praktikerseminare die Möglichkeit geboten, notwendige Spezialkenntnisse über mittel- und osteuropäisches Wirtschaftsrecht zu erwerben.

 

Forschungsfelder

Zum Tätigkeitsbereich des FOWI gehören hauptsächlich die rechtswissenschaftliche und rechtsvergleichende Forschung des Rechts der Reformstaaten. Neben den eigenen Schwerpunkten ist die Mitwirkung des Instituts an internationalen Projekten zu unterstreichen. Dazu kommen Forschungsaufgaben in rechtlichen Bereichen einzelner Länder. Die Ergebnisse der Forschungstätigkeit werden in Arbeitspapieren, Büchern und Fachartikeln veröffentlicht. Diese entstehen in der Regel durch die Zusammenarbeit der Länderreferenten des FOWI mit den Gastforschern aus den Reformländern.

Die Forschungsaktivitäten des Instituts konzentrieren sich auf folgende Themenbereiche des osteuropäischen und österreichischen Rechts:

Gesellschaftsrecht Bankrecht und Recht der Kreditsicherheiten
Kapitalmarktrecht Immobilienrecht
Vertragsrecht Rechtsvergleichung