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Laufende Projekte

Die Politische Ökonomie Deutscher Medien: Konzentrations- und Netzwerkanalyse

Projektdauer: 2018-2019

Gefördert vom: Institut für Sozial-Ökologische Wirtschaftsforschung, München

In der Tradition der Kritischen Politischen Ökonomie der Medien stehend, zielt das vorliegende Forschungsvorhaben darauf ab, einen Beitrag zum Verständnis der (Macht-)Verhältnisse, unter welchen die Produktion medialer Ressourcen in Deutschland stattfindet, zu leisten. Wie auch anderen VertreterInnen der Politischen Ökonomie der Medien, ist im Rahmen dieser Auseinandersetzung eine Fragestellung von zentraler Relevanz: Jene nach Eigentum und Konzentration.

Das vorliegende Forschungsvorhaben nimmt daher eine Aktualisierung der Frage nach ownership and control in Deutschland vor. Folgende Bereiche werden dabei berücksichtigt:

(a) Makroebene: Deskriptive Analyse quantitativer, aggregierter Kennzahlen zu zentralen Entwicklungen am deutschen Medienmarkt

(b) Unternehmensebene: Identifikation und vertiefende Analyse der im Medienbereich agierenden Großunternehmen

(c) Personenebene: Die Aufschlüsselung der zugrundeliegenden Eigentumsstrukturen im Rahmen einer power structure analysis nach (Domhoff (2006), um Medienkonzentration sowie in andere Bereiche hineinreichende Verflechtungen offenzulegen

Dieses Forschungsprojekt setzt sich somit umfassend mit der gegenwärtigen Situation der Politischen Ökonomie der Medien in Deutschland auseinander. Die Relevanz des Projektes spitzt sich letztlich auch in aktuellen Entwicklungen wie etwa der digitalen Transformation zu, die eine weiter fortschreitende Konzentration von Eigentum und Verfügungsgewalt befürchten lassen und einer regulatorischen Antwort bedürfen.

Kontakt: ao.Univ.Prof. Dr. GRISOLD Andreaao.Univ.Prof. Dr. Andrea Grisold, THEINE Hendrik, PhD, M.Sc.(WU)Hendrik Theine MSc, Daniel Grabner MSc, Benjamin Ferschli

Decarb_inclusive - Nachhaltiges Wohnen in Österreich - Forschungsvorhaben

Projektdauer: 1.4.2018-31.3.2020


Im Rahmen des Projekts Decarb_inclusive werden mögliche Pfade hin zu einer vollständigen Dekarbonisierung des österreichischen Wohnungsbestands entwickelt. Unter Dekarbonisierung versteht sich der Versuch, den Treibhausgas- und CO2-Austoß unserer Wirtschafts-, Wohn- und Lebensweisen nachhaltig zu reduzieren. Für dieses Unterfangen werden neben technologischen Aspekten auch der soziale Kontext und rechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigt. Klimafreundliche Bau- und Wohnweisen werden deshalb im Zusammenhang mit Leistbarkeit und Inklusion gedacht und untersucht. Hierzu arbeitet das Projekt die zentralen Strukturen der Bereitstellung von Wohnraum in Österreich aus (z.B. Hausbesitz, privates Mietverhältnis, gemeinnütziges Mietverhältnis etc.) und untersucht deren zentrale Handelnde in Bezug auf Interessenslagen und finanzielle Kapazitäten. Ziel der Forschung ist die Entwicklung politischer Handlungsempfehlungen, um aufzuzeigen wie durch gezielte Anreizgebung und Interventionen der Übergang zu Dekarbonisierung unterstützt werden kann.

Wir integrieren unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen und Ansätze: (1) Techno-ökonomische Bottom-up Modellierung des Gebäudebestands und dessen Energiebedarf sowie energiesystemische Analysen, (2) kritische politische Ökonomie und (3) Politikwissenschaft werden mit (4) transdisziplinären Methoden verschränkt, indem eine aktive Einbindung von Stakeholdern in den Forschungsprozess erfolgt.

Die Ergebnisse dieses interdisziplinären Projekts richten sich vor allem an politische EntscheidungsträgerInnen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene.

Das Projekt wird von der Technischen Universität Wien (TU Wien) in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien), dem Klimabündnis Österreich und der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) durchgeführt.

Kontaktpersonen: Dr. Koen Smet; Daniel Grabner, MSc; Katharina Litschauer, MSc

Vermögensbesteuerung in den Medien

Projektdauer: März 2019 – Oktober 2019

Im Forschungsprojekt „Zur Diskursivität vermögensbezogener Steuern“ gefördert von der Otto-Brenner-Stiftung wird untersucht, wie vermögensbezogene Steuern in Deutschland im öffentlichen Diskurs konstruiert und verhandelt werden. Austragungsort dieses Diskurses sind dabei die (Massen-) Medien, welche Komplexität steuerpolitischer Themen für die „breite“ Masse reduzieren und die Wahrnehmung zur Notwendigkeit von Umverteilungspolitik prägen.

Das Projekt beinhaltet eine langfristige Untersuchung (2001 bis 2018), welche die Ausrichtung und Entwicklung des Diskurses auf sprachlicher und inhaltlicher Ebene nachzeichnet. Die Analyse wird mithilfe korpus- und diskursanalytischer Methoden umgesetzt, welche sowohl Schlüssel- und Schlagwörter als auch (konzeptuelle) Metaphern und unterschiedliche Akteure (ÖkonomInnen, Interessensvertretungen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft) zum Gegenstand hat.

ProjektmitarbeiterInnen: Andrea Grisold, Hendrik Theine, Maria Rieder