Außenansicht des D2 Gebäudes

APCC Special Report: Herausforderungen und Chancen bei der Erreichung des Pariser Abkommens „Strukturelle Bedingungen für ein klimafreundliches Leben“

Forschungsfeld: Urbane Transformationsprozesse zur Nachhaltigkeit aus der Perspektive von Recht und Governance

Die konsum- und produktionsbasierten Treibhausgasemissionen in Österreich befinden sich nach wie vor auf einem hohen Level. Um das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen und damit „der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau gehalten wird und Anstrengungen unternommen werden, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen“ (UNFCCC 2015), reichen rein technische und auf einzelne Sektoren bezogene Lösungen, die nur eine partielle Dekarbonisierung anstreben, nicht aus. Stattdessen ist eine weitreichende Dekarbonisierung der österreichischen Gesellschaft notwendig, die eine strukturelle gesellschaftliche Transformation, welche alle Aspekte des täglichen Lebens in Österreich umfasst, erfordert.

Unter der Leitung von Prof. Verena Madner wurde am Forschungsinstitut für Urban Management and Governance ein neues, vom Klima- und Energiefonds gefördertes Forschungsprojekt gestartet, das sich mit dieser Herausforderung befasst: Der APCC Special Report 22 zu Strukturellen Bedingungen für ein klimafreundliches Leben bewertet die verfügbare wissenschaftliche Forschung zu Österreichs Herausforderungen und Chancen bei der Erreichung des Ziels des Pariser Abkommens. Der Special Report liefert eine Bestandsaufnahme und Bewertung der aktuellen Forschung zu Transformationen. Er behandelt die Bandbreite der Transformationstheorien in sechs Handlungsfeldern und identifiziert Querschnittsthemen wie Governance, Innovation oder Finanzmärkte. Derzeit bewerten mehr als 70 Forscherinnen und Forscher den Stand der wissenschaftlichen Diskussion über wirksame Gestaltungsoptionen. In Zusammenarbeit mit Stakeholdern werden im Special Report Potenziale, Optionen und Grenzen identifiziert, um strukturelle Bedingungen zu erreichen, die ein klimafreundliches Leben in Österreich ermöglichen, etablieren und nachhaltig sichern.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt und zu aktuellen Entwicklungen sowie eine vollständige Liste der Projektpartnerinnen und Projektpartner und beteiligten Autorinnen und Autoren finden Sie hier und hier.

Projektleitung: Univ.Prof. Dr. Verena Madner (in Kooperation mit dem Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz und der Universität für Bodenkultur, Wien)

Fördergeber: Klima- und Energiefonds

Laufzeit: 01.09.2020 – 31.08.2022