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Sharing Economy

Forschungs­feld: Aktu­elle Urban Manage­ment- und Gover­nan­ce-­Trends

Verschie­dene Modelle der Sharing Economy – wie beispiels­weise Car-S­ha­ring, Co-Wor­king, Commu­nity Garde­ning oder auch die tempo­räre Vermie­tung von Wohnungen – haben sich in den letzten Jahren etabliert. Während in den ersten Jahren des Aufkom­mens dieser Modelle die ökon­o­mi­schen, ökol­o­gi­schen und sozialen Vorteile hervor­ge­hoben wurden, werden seit Kurzem auch die nega­tiven Seiten einiger Sharing Economy Modelle (Gefähr­dung von Arbeits­plätzen, Ausbleiben von Steu­er­ein­nahmen, Senkung der Stan­dards bei Arbeit­nehmer/innen-­Rechte etc.) in der Öffent­lich­keit thema­ti­siert. Da etablierte Bran­chen (wie das Hotel­ge­werbe und das Taxi­ge­werbe) durch die neuen Modelle unter Druck geraten und sich gegen die weitere Ausbrei­tung dieser neuen Modelle des Tauschens, Teilens und Leihens wehren, wird die mediale Debatte teil­weise recht emotional geführt. Mit diesen Konflikten konfron­tierte Kommunen haben unter­schied­liche Antworten im Umgang mit Sharin­g-E­co­no­my­-­Mo­dellen gefunden: Während die Mehr­zahl der Kommunen eher abwartet, versu­chen einzelne, über bila­te­rale Verein­ba­rungen mit führ­enden Sharing Econo­my­-­Platt­formen – oder auch mittels inten­si­vierter Regu­lie­rung – nega­tive Auswir­kungen von Sharin­g-­Mo­dellen zu redu­zieren. Insbe­son­dere größere Kommunen sehen sich zum proak­tiven Handeln gezwungen, obwohl viele grund­le­gende Fragen zu den neuen Sharin­g-E­co­no­my­-­Mo­dellen noch unge­klärt sind, z.B.: Welche sozialen, ökol­o­gi­schen und ökon­o­mi­schen Wirkungen haben spezi­fi­sche Modelle? Welche lokalen und kommu­nalen Alter­na­tiven gibt es zu welt­weiten Platt­formen? Welche Ansätze der Gover­nance passen zum jewei­ligen insti­tu­tio­nellen und kultu­rellen Kontext einer Kommune?

Projekt­lei­tung: Univ.Prof. Dr. Markus Höllerer und Univ.Prof. Dr. Renate Meyer
Projekt­web­site: www.sharin­g-e­co­nomy.at