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Raumordnungs- und Baurecht als Instrumente städtischer Klimapolitik

Die Struk­turen, in denen Städte sich nach­haltig entwi­ckeln sollen, sind in hohem Maße durch recht­li­ch-in­sti­tu­tio­nelle Vorgaben auf lokaler, regio­naler, natio­naler und inter­na­tio­naler Ebene mitge­prägt. Raum­ord­nungs- und Baurecht sind zwei für den städ­ti­schen Klima­schutz beson­ders erfolgs­kri­ti­sche recht­liche Hand­lungs­felder. In zahl­rei­chen euro­päi­schen Städten werden Raum­ord­nung und Baurecht bereits als Instru­mente zur Umset­zung klima­po­li­ti­scher Ziele für ihren spezi­fi­schen Kontext instru­men­ta­li­siert. Auch die Stadt Wien hat Bestim­mungen in die Bauord­nung für Wien aufge­nommen, um den Heraus­for­de­rungen des Klima­wan­dels zu begegnen und hat sich ambi­tio­nierte Ziele gesetzt: Eine ener­gie­ef­fi­zi­ente, kompakte Stadt mit großen Frei­räumen, deren Gebäu­de­s­ektor insge­samt so viel Energie erzeugt, wie er verbraucht. - Das ist eine der Visionen für eine Smart City Wien. Die Berück­sich­ti­gung von Ener­gie­ef­fi­zienz und erneu­er­baren Ener­gie­quellen bereits in der Stadt­pla­nung (Ener­gie­raum­pla­nung) sowie hohe Stan­dards beim Neubau und ther­mi­sche Gebäu­de­s­a­nie­rung können zur Reali­sie­rung beitragen.

Das vom Jubi­läumsf­onds der Stadt Wien für die WU Wien geför­derte Forschungs­pro­jekt unter­sucht das Poten­zial des Raum­ord­nungs- und Baurechts für die Klima­po­litik der Stadt Wien. Die Rele­vanz des Projekts ergibt sich aus dem beson­deren Inter­esse der Stadt Wien an nach­hal­tiger Stadt­ent­wick­lung im Rahmen ihrer Smar­t-­Ci­ty­-Stra­tegie. Die Betrach­tung inno­va­tiver klima­po­li­ti­scher Lösungs­an­sätze in Städten, die ähnliche Ziele verfolgen und die Wien auch im inter­na­tio­nalen Stand­ort­wett­be­werb gegen­übertreten, ist inso­weit von beson­derem Inter­esse. Die Unter­su­chung von Good Prac­tices in ausge­wählten Städten soll die Heran­ge­hens­weise der Stadt Wien im euro­päi­schen Vergleich heraus­ar­beiten und struk­tu­riert aufzeigen, welche zusätz­li­chen oder alter­na­tiven Instru­mente zum Einsatz kommen können.