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Public Governance und Public Auditing

Forschungsfeld: Aktuelle Urban Management- und Governance-Trends

Rechnungskontrollbehörden (RKB) haben eine wichtige Funktion im öffentlichen Institutionengefüge. Als Kontrollorgane stellen sie heute vielfach eine der wenigen Einrichtungen dar, die einen gesamthaften Blick auf öffentliche Organisationslandschaften einnehmen können und auch müssen. Zudem erarbeiten RKB auf Basis ihrer Prüftätigkeit Handlungsempfehlungen zur Verbesserung von Wirksamkeit und Effizienz des Verwaltungshandelns und der Geschäftstätigkeit öffentlicher Organisationen. Inwiefern diese Empfehlungen von den betroffenen Organisationen und Organisationseinheiten auch umgesetzt werden und zu einer tatsächlichen Verbesserung führen, hängt maßgeblich von der Akzeptanz der RKB durch die Geprüften ab. Dieser Blick auf die Legitimität von RKB und ihrer Empfehlungen rückt damit die Perspektive der geprüften Organisationen – der Kund/inn/en – ins Zentrum des Interesses. Gleichzeitig ist die Kund/inn/en-Sicht ein wesentliches Kriterium zur Beurteilung der Prüfqualität von RKB, die ja selbst in der Regel keinerlei externen Kontrollinstanzen unterliegen: Alternative Instrumente der Qualitätssicherung sind daher notwendig, um diese Lücke zu schließen. Die Frage der Wirksamkeit von Prüfungen durch RKB wurde im Rahmen des vom Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Wirtschaftsuniversität geförderten Projektes durch eine Vollbefragung aller vom Stadtrechnungshof Wien geprüften rechtsfähigen Organisationen untersucht. 

Team: Univ.Prof. Dr. Markus Höllerer und Dr. Stephan Leixnering

Partner: Wiener Stadtrechnungshof