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Collaborative Governance in der Flüchtlingskrise

Forschungsfeld: Aktuelle Urban Management- und Governance-Trends

Die gegenwärtige Debatte, welche Organisationsparadigmen heute im öffentlichen Sektor bestimmend sind, ist durch eine Vielfalt unterschiedlicher Sichtweisen gekennzeichnet. Das gilt für normative Vorstellungen von „Good Governance“ gleichermaßen wie für analytische Konzepte in der Wissenschaft. Neue Probleme wie etwa die „Flüchtlingskrise“ zeigen, dass öffentliche Institutionen nicht nur ihre Rolle neu definieren, sondern auch neue Formen von „Collaborative Governance“ erproben müssen, um den neuen Situationen gerecht zu werden. Der „Flüchtlingsstrom“ im Herbst 2015 etwa stellte nicht nur eine menschliche und politische, sondern auch eine einzigartige organisatorische Herausforderung dar: Organisationen der öffentlichen Hand arbeiten eng mit privaten Unternehmen, Vereinen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken zusammen – unter den Augen einer interessierten und teileweise sehr kritischen Öffentlichkeit. Der Projektschwerpunkt liegt dabei auf Mechanismen der „Orchestrierung“ solcher Kollektive sowie auf dabei auftretenden neuen Organisationsformen.

Projektleitung: Prof. Dr. Martin Kornberger und Dr. Stephan Leixnering