Vorlesen

Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen

Infos für Bewerber/innen

Bei allfälligen Fragen bzw. Problemen im Zusammenhang mit Bewerbungen um Stellen können Sie sich jederzeit gerne an den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen bzw. sein Büro wenden.

Allgemeines

Entsprechend dem Frauenfördergebot von § 41 Universitätsgesetz 2002 und § 11 Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (B-GlBG) ist der Anteil von Frauen in allen Organisationseinheiten, auf allen Hierarchieebenen sowie in allen Funktionen und Tätigkeiten an der Wirtschaftsuniversität Wien auf 50 % anzuheben bzw. ist ein Anteil von 50 % zu erhalten.

In Organisationseinheiten, in denen dieser Anteil noch nicht erreicht ist, sind Bewerberinnen, die für die angestrebte Stelle in gleichem Maße geeignet sind wie der bestgeeignete Mitbewerber so lange vorrangig aufzunehmen, bis der Frauenanteil von 50 % erreicht ist, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKG) an der WU Wien ist vom Rektorat in alle Personalauswahlverfahren, die die Aufnahme in ein Arbeitsverhältnis zur Universität zum Ziel haben, einzubeziehen.

Ausschreibung

Ausschreibungstexte für die Besetzung von Stellen und Leitungsfunktionen sind dem AKG unverzüglich und nachweislich vor der Veröffentlichung der Ausschreibung im Mitteilungsblatt zur Kenntnis zu bringen. Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen überprüft die übermittelten Ausschreibungstexte auf ihre Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechtsvorschriften.

Ausschreibungstexte müssen als objektive Entscheidungsgrundlage für das Aufnahmeverfahren dienen können. Daher sind alle für die zu besetzende Stelle maßgeblichen Qualifikationen (Anforderungsprofil) in den Ausschreibungstext aufzunehmen.

Ausschreibungstexte, die so allgemein gehalten sind, dass sie keine objektive Entscheidungsgrundlage für die nachfolgenden Personalauswahlverfahren darstellen, sind rechtswidrig.
Gleiches gilt für überspezifizierte Ausschreibungen, wenn der begründete Verdacht besteht, dass der potentielle Kreis der Bewerbungen zugunsten einer bestimmten Person oder zugunsten eines Geschlechts unsachlich eingeschränkt werden soll.

In diesen Fällen macht der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen von seinem Einspruchsrecht Gebrauch.

Bewerbungsgespräche

Der AKG hat auf Verlangen das Recht, an den Aufnahme-, Vorstellungs- und Bewerbungsgesprächen, Hearings, Assessment-Centers udgl. teilzunehmen.

In Aufnahmegesprächen, Hearings udgl. haben frauendiskriminierende Fragestellungen (z. B. über die Familienplanung) zu unterbleiben.
Bei der Beurteilung der Eignung von Bewerberinnen dürfen keine Auswahl- oder Bewertungskriterien herangezogen werden, die sich an einem diskriminierenden, rollenstereotypen Verständnis der Geschlechter orientieren.

Entscheidung über die Aufnahme

Die aufnehmende Stelle hat den AKG im sog. "Ausschreibungsbericht" schriftlich und unter Angabe der Gründe über die Auswahl einer Bewerberin/eines Bewerbers zu informieren.

Hat der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen Grund zur Annahme, dass die Entscheidung eines Universitätsorgans über die Aufnahme in ein Arbeitsverhältnis eine Diskriminierung von Bewerber/inne/n darstellt, ist er berechtigt, innerhalb von drei Wochen die Schiedskommission anzurufen.

Diese hat binnen drei Monaten mit Bescheid darüber abzusprechen, ob im konkreten Fall eine Diskriminierung vorliegt. Wenn dies der Fall ist, hat das Universitätsorgan eine neue Personalentscheidung unter Berücksichtigung der Rechtsauffassung der Schiedskommission zu treffen. Das Personalauswahlverfahren ruht bis zur Entscheidung der Schiedskommission.