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Edeltraud Hanappi-Egger als Rektorin der WU wiedergewählt

Nachdem der Senat der WU bereits zuge­stimmt hatte, hat heute auch der Univer­si­tätsrat die amtie­rende Rektorin der Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien, Univ. Prof. Dr. Edel­traud Hanap­pi-Egger (54) in ihrem Amt bis 2023 bestä­tigt.

Edel­traud Hanap­pi-Egger fungiert bereits seit Oktober 2015 als Rektorin der WU. Für die kommende Amts­pe­riode, die mit 1. Oktober 2019 beginnt, hat sie viel vor: Sie will die Inter­na­tio­na­lität der WU weiter ausbauen, Spit­zen­for­schung ermög­l­i­chen und gleich­zeitig den Wissens­transfer in die Gesell­schaft fördern. Neben der großen Heraus­for­de­rung „Univer­si­täts­fi­nan­zie­rung neu“ wird sie sich auch dem Zukunfts­thema Digi­ta­li­sie­rung widmen. „Rektorin Hanap­pi-Egger konnte mit ihrer Präs­en­ta­tion des Konzepts für die Zukunft der WU überz­eugen. Die Entschei­dung erfolgte einstimmig“, so die Vorsit­zende des Univer­si­täts­rats, Dr. Cattina Leitner.

Akkre­di­tie­rung, neue Leis­tungs­be­wer­tung, engli­scher Bachelor

In ihrer ersten Amts­zeit konzen­trierte sich die Rektorin darauf, die WU als exzel­lente Bildungs- und Forschungs­in­sti­tu­tion zu posi­tio­nieren. So erhielt die Univer­sität die Verlän­ge­rung ihrer fünf­jäh­r­igen EQUIS Akkre­di­tie­rung. Gemeinsam mit AACSB und AMBA hält die WU damit weiterhin eine begehrte Drei­fach-Ak­kre­di­tie­rung, die weniger als 1% aller Hoch­schulen tragen. Ein großes Echo, sowohl national als auch inter­na­tional, rief ihr Ansatz zur erwei­terten Leis­tungs­be­ur­tei­lung von Forsche­rinnen und Forschern, der an der WU verfolgt wird, hervor. Dabei geht es darum, die wissen­schaft­li­chen Leis­tungen einer Person breiter und im Verhältnis zu Lebens­kon­texten, wie Betreu­ungs­pflichten, Tätig­keiten als Funk­ti­ons­trä­ge­rInnen oder Arbeits­zeit, zu sehen. Das Konzept wurde auch mit dem Diver­sitas Preis des Bundes­mi­nis­te­riums ausge­zeichnet. Anfang dieses Jahres verkün­dete die Rektorin, dass mit Winter­se­mester 2018/19 das erste englisch­spra­chige Bache­l­or­pro­gramm einer öffent­li­chen Univer­sität in Wirt­schafts- und Sozi­al­wis­sen­schaften in Öster­reich starten wird. Der Andrang für das Studium ist enorm. Sie rückte außerdem die Studie­renden ins Zentrum der Aufmerk­sam­keit. Dazu setzte sie u.a. Maßnahmen, um eine Will­kom­mens­kultur zu etablieren und rich­tete das Stipen­dium „WU4You“ ein, mit dessen Hilfe sich begabte Schü­lerinnen und Schüler aus einkom­mens­schwa­chen Fami­lien ein Studium an der WU leisten können.

Zukünf­tiges Rekto­rats­team: Akzent auf Digi­ta­li­sie­rung

Neben den bereits seit 2015 vertre­tenen Profes­soren Michael Lang und Harald Badinger ergänzen die WU-Pro­fes­sorin Marga­rethe Ramm­er­storfer sowie die ehema­lige IBM-­Ge­ne­ral­di­rek­torin Tatjana Oppitz das Team. Der Vorschlag der Rektorin, der bereits von Senat und Univer­si­tätsrat bestä­tigt wurde, enthält folgende Personen und Ressort­ver­tei­lung:

  • Harald Badinger als Vize­rektor für Finanzen und Univer­si­tätsent­wick­lung

  • Michael Lang als Vize­rektor für Forschung und Personal

  • Marga­rethe Ramm­er­storfer als Vize­rek­torin für Lehre und Studie­rende

  • Tatjana Oppitz als Vize­rek­torin für Infra­struktur und Digi­ta­li­sie­rung

Univer­si­täten der Zukunft

„Ich denke, dass auf Univer­si­täten in Zukunft große Themen zukommen werden, die auch ein Umdenken verlangen. Wir haben es mit mobi­leren Studie­renden zu tun, der inter­na­tio­nale Wett­be­werb um die besten Köpfe wird stärker und natür­lich kommen Univer­si­täten nicht umhin, sich mit der zuneh­menden Digi­ta­li­sie­rung ausein­an­der­zu­setzen – das reicht von Fragen darüber, wieviel Digi­ta­li­sie­rung es in der Lehre braucht bis hin zu Forschung zu Digital Busi­ness & Economy. Ich bin sehr froh, dass Harald Badinger und Michael Lang weiterhin in meinem Team sind und ich mit Marga­rethe Ramm­er­storfer eine überz­eugte Lehrende dazu holen konnte, die offen für neue Trends ist. Mit der ehema­ligen IBM-­Ge­ne­ral­di­rek­torin und WU-Ab­sol­ventin Tatjana Oppitz unter­stützt uns außerdem eine lang­jäh­rige Mana­gerin mit inter­na­tio­naler Berufs­er­fah­rung und hoher Bildungs­af­fi­nität dabei, eine umfas­sende Digi­ta­li­sie­rungs­stra­tegie umzu­setzen. Ich sehe die Beru­fung einer Führungs­kraft aus der Privat­wirt­schaft als hervor­ra­gende Mögl­ich­keit, um externes Know-how einzu­bringen“, so WU-Rek­torin Edel­traud Hanap­pi-Egger.

Über die Person

Edel­traud Hanap­pi-Egger promo­vierte in Infor­matik an der TU Wien, absol­vierte danach mehrere Forschungs­auf­ent­halte u.a. in Stock­holm, Toronto und Oslo. 1996 habi­li­tierte sie sich im Bereich Ange­wandte Infor­matik an der TU Wien, wo sie bis 2002 als außeror­dent­liche Profes­sorin tätig war. Seit 2002 ist sie Profes­sorin an der WU für Gender & Diver­sity in Orga­niza­t­ions. Hanap­pi-Egger hat mehr als 350 Publi­ka­tionen zu Gender/Diver­sität in Orga­ni­sa­tionen verfasst, war an mehreren inter­na­tio­nalen Forschungs­in­sti­tu­tionen (z.B. an der LSE und McGill Univer­sity) und hatte einen Jean Monnet Chair der EU inne. Von 2008 bis 2013 war sie Univer­si­täts­rätin der TU Graz, von 2006 bis 2009 Vorsit­zende des Senats der WU und von 2012 bis 2014 Vorständin des Depart­ments für Manage­ment. Seit 1.10.2015 ist sie Rektorin der WU, als erste Frau in dieser Posi­tion. Von Juni 2016 – Dezember 2017 hatte sie außerdem das Amt der Vize­prä­si­dentin der Öster­rei­chi­schen Univer­si­tä­t­enkon­fe­renz (uniko) inne. Sie ist in zahl­rei­chen inter­na­tio­nalen Univer­si­täts­netz­werken, in Aufsichts­gre­mien und Beiräten.



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