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NachhaltigkeitsKontroversen

Der Name ist Programm. Die WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­versen verstehen sich als Beitrag zu einer bisweilen unpro­duk­tiven und faden Debatte. Die Reihe soll poin­tierte und fundierte Posi­tionen gegen­übers­tellen und heraus­ar­beiten, wo "Knack­punkte" im Ringen um Nach­hal­tig­keit liegen.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse XI
"Der stille Gesell­schafts­ver­trag: Nach­hal­tige Nich­t-­Nach­hal­tig­keit" am 8. November 2016

In der elften WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse ging es um grund­le­gende Fragen des Ringens um Zukunfts­fäh­ig­keit und Gene­ra­tio­nen­ver­ant­wor­tung. Ingolfur Blüh­dorn, Leiter des Insti­tuts für Gesell­schafts­wandel und Nach­hal­tig­keit (IGN) an der WU, vertrat die These, dass wir Zeuginnen und Zeugen einer Politik der Nich­t-­Nach­hal­tig­keit werden. Am Podium disku­tierten mit ihm Helga Krom­p-­Kolb (Leiterin des Zentrums für Globalen Wandel und Nach­hal­tig­keit an der Univer­sität für Boden­kultur), Beate Littig (Leiterin der Forschungs­gruppe Sozi­al-ö­ko­l­o­gi­sche Trans­for­ma­tion am Institut für Höhere Studien), Gott­fried Mayer (Student im WU-Mas­ter­pro­gramm „Soci­o-E­co­lo­gical Econo­mics and Policy“) und Melanie Pichler (Forscherin am Institut für soziale Ökol­ogie der Alpen­-A­dri­a-­Uni­ver­sität Klagen­furt).

Sustaina­bi­li­ty­Con­tro­versy X
„Learning from history – or not? The past, present, and future of (un)sustaina­bi­lity.“ am 13. Juni 2016

Für die zehnte Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse „Learning from history – or not? The past, present, and future of (un)sustaina­bi­lity“ konnten wir den inter­na­tional renom­mierten Histo­riker Timothy Snyder (Yale Univer­sity) gewinnen. Nach seinem welt­weiten Best­seller „Blood­lands“ veröf­fent­lichte er unlängst sein neues Buch „Black Earth“, in dem er auch auf Nach­hal­tig­keits­themen wie den Klima­wandel eingeht. Nach Snyders Keynote disku­tierten Ingolfur Blüh­dorn (WU-In­stitut für Gesell­schafts­wandel und Nach­hal­tig­keit), Johannes Koll (Senior Scien­tist am WU-In­stitut für Wirt­schafts- und Sozi­al­ge­schichte und Leiter des Univer­si­täts­ar­chivs der WU), Verena Wini­warter (Institut für Soziale Ökol­ogie, Fakultät für Inter­dis­zi­pli­näre Forschung und Fort­bil­dung, Alpen­-A­dri­a-­Uni­ver­sität Klagen­fur­t-Wien-Graz) und Melanie Wolf (Studie­rende des WU-Mas­ter­pro­gamms Soci­o-E­co­lo­gical Econo­mics and Policy) über die Lehren, die (nicht) aus der Geschichte gezogen werden können. Die Diskus­sion, an der sich auch das Publikum rege betei­ligte, wurde von Fred Luks (Leiter des WU-Kom­pe­tenz­zen­trums für Nach­hal­tig­keit) mode­riert.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse IX "Nach­haltig(e) Arbeit schaffen? Zukunfts­fäh­ig­keit, gute Arbeit und die Vertei­lung von Beschäf­ti­gung" am 13. April 2016

Diese neunte Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse am 13. April 2016 beschäf­tigte sich mit dem Thema Arbeit - ein zentraler Aspekt der sozialen Dimen­sion von Nach­hal­tig­keit. Klima­wandel, Entkopp­lung von Wachstum und Beschäf­ti­gung, Work-­Li­fe-Ba­lance, demo­gra­phi­scher Wandel und Arbeits­zeit­ver­kür­zung sind nur einige Stich­worte dieses viel­schich­tigen Themas. Nach­hal­tige Entwick­lung ist wesent­lich dadurch geprägt, wie Arbeit defi­niert, gestaltet und verteilt wird. Beate Littig, Leiterin der Forschungs­gruppe Sozi­al-ö­ko­l­o­gi­sche Trans­for­ma­tion am Institut für Höhere Studien in Wien, beschäf­tigt sich seit vielen Jahren mit den Zusam­men­hängen von Arbeit und Nach­hal­tig­keit. Auf dem Podium disku­tierten: Helwig Aubauer (Bereichs­leiter Arbeit und Soziales bei der Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung), Michael Schwen­dinger (Arbeits­zeit­for­scher) und Sigrid Stagl (Leiterin des Insti­tute for Ecolo­gical Econo­mics an der WU). Die Veran­stal­tung wurde von Fred Luks mode­riert, Leiter des WU-Kom­pe­tenz­zen­trums für Nach­hal­tig­keit.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse VIII "Post­wachs­tums­trans­for­ma­tionen: Pfade in die nächste Wirt­schaft?" am 19. Jänner 2016

Nicht zuletzt durch die Beschlüsse des Pariser Klima­gip­fels stehen Begriffe wie Reduk­tion und Schrump­fung ganz oben auf der nach­hal­tig­keits-­po­li­ti­schen Tages­ord­nung. Doch wie vertragen sich ökol­o­gi­scher Rückbau und ökon­o­mi­sche Ziele? Wie kann eine Trans­for­ma­tion Rich­tung Nach­hal­tig­keit gelingen? Diese Fragen und weitere wurden bei der achten Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse disku­tiert. Nach einem Vortrag von André Reichel, Professor für Critical Manage­ment und Sustainable Deve­lop­ment an der Karls­hoch­schule Inter­na­tional Univer­sity (Karls­ruhe), der zu diesem Themen­feld forscht und dabei die Rolle unter­neh­me­ri­scher Akti­vi­täten betont, disku­tierten am Podium: Verena Madner, Leiterin des Forschungs­in­sti­tuts für Urban Manage­ment und Gover­nance an der Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien, Alex­andra Strickner, Mitbe­grün­derin und Obfrau von ATTAC Öster­reich und Lorenz Stör, Absol­vent des WU-Mas­ter­pro­gramms „Soci­o-E­co­lo­gical Econo­mics and Policy“.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse VII "Post­wachs­tums­un­ter­nehmen? Über Nach­hal­tig­keit, Wachs­tums­grenzen und Trans­for­ma­ti­ons­pro­zesse." am 13. Oktober 2015

Die siebente WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse behan­delte das Thema „Post­wachstum“ aus mikro­ö­ko­n­o­mi­scher Perspek­tive: Es ging um Unter­nehmen, die explizit nicht auf Wachstum setzen. Die WU-Mas­ter­stu­den­tinnen Maria Juschten und Heidi Leon­hardt haben genau hinge­schaut und Wachs­tums­me­cha­nismen, Gründe für Wachstum und so genannte Post­wachs­tums­un­ter­nehmen unter­sucht. Sie leisten damit einen wich­tigen Beitrag zu einer Debatte, die meist makro­ö­ko­n­o­misch geführt wird, unter­neh­me­ri­sche Perspek­tiven aber nicht selten ausblendet. Die siebente WU-Nach­hal­tig­keits-­Kon­tro­verse stellte die Studie zur Diskus­sion und bot neue Einsichten in ein zentrales und umstrit­tenes Themen­feld des Nach­hal­tig­keits­dis­kurses. Auf dem Podium disku­tierten  Ulrich Brand (Professor für Inter­na­tio­nale Politik, Univer­sität Wien), Heidi Leon­hardt, (Studentin im Master­pro­gramm „Soci­o-E­co­lo­gical Econo­mics and Policy“ der Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien) und Eveline Stein­ber­ger-Kern (Grün­derin und Geschäftsfüh­r­erin, The Blue Minds Company).

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse VI "Post­wachs­tums­ö­ko­n­omie! Über Wachs­tums­grenzen, Gren­zen­wachstum und die Suche nach zukunfts­fäh­igen Wirt­schafts­kon­zepten." am 7. September 2015

Am 7. September 2015 um 18:30 fand die sechste Folge der Reihe „WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­versen“ statt.  Haupt­re­fe­rent war Niko Paech, einer der wich­tigsten Post­wachs­tums­ö­ko­n­omen. Er fordert ein radi­kales Umdenken und die Abkehr vom Wachs­tums­pa­ra­digma und ist der Auffas­sung, dass zukunfts­fäh­iges Wirt­schaften nur möglich ist, wenn Exno­va­tion und Entschleu­ni­gung wich­tiger werden als Inno­va­tion und Expan­sion. Mit ihm disku­tierten Silvia Angelo, Leiterin der Abtei­lung Wirt­schafts­po­litik in der Arbei­ter­kammer Wien und Mitglied des Univer­si­täts­rates der WU, Josef Hackl, Leiter der Abtei­lung Nach­hal­tige Entwick­lung am Umwelt­bun­desamt, WU-Pro­fes­sorin und Leiterin des Insti­tute for Ecolo­gical Econo­mics Sigrid Stagl und Lorenz Stör, Student im WU-Mas­ter­pro­gramm "Soci­o-E­co­lo­gical Econo­mics and Policy".

Die Präs­en­ta­tion von Niko Paech zu "Post­wachs­tums­ö­ko­n­omie. Über Wachs­tums­grenzen, Gren­zen­wachs­tu­mund die Suche nach zukunfts­fäh­igen Wirt­schafts­kon­zepten" finden Sie hier. Ein Nach­be­richt zur Veran­stal­tung erschien im Der Stan­dard und ist hier nach­zu­lesen. 

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse V "Die Ökon­omie des Teilens: Beitrag zur nach­hal­tigen Entwick­lung oder Frisch­zel­lenkur für den Kapi­ta­lismus?" am 11. Mai 2015

Am 11. Mai 2015 fand die fünfte Folge der Reihe „WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­versen“ statt. Die Veran­stal­tung ging den Hoff­nungen und Ängsten nach, die mit der Ökon­omie des Teilens verbunden sind. Haupt­re­fe­rent war Rein­hard Loske von der Univer­sität Witten/Herdecke, einer der profi­lier­testen Akteure des deutsch­spra­chigen Nach­hal­tig­keits­dis­kurses. Mit ihm disku­tierten Richard Bärnthaler, WU-Stu­dent, Beate Littig, Institut für Höhere Studien, und Sigrid Stix, Ökon­o­mie-­Ex­pertin beim Umwelt­bun­desamt.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse IV "Parti­zi­pa­tion. Königsweg in die Nach­hal­tig­keit oder pseu­do­de­mo­kra­ti­scher Albtraum?" am 24. März 2015

Am 24. März 2015 fand die vierte Folge der Reihe „WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­versen“ statt, die sich mit dem Thema Parti­zi­pa­tion ausein­an­der­setzte. Im Wesent­li­chen ging es um die Frage, welche Chancen und welche Risiken mit einem Mehr an Parti­zi­pa­tion verbunden sind. Robert Misik, Jour­na­list und Sach­buch­autor aus Wien, führte mit seinem Vortrag in das Thema ein. Anschlie­ßend disku­tierte er mit WU-Pro­fessor und Vize­rektor für Personal Michael Meyer, Michaela Moser, FH-Pro­fes­sorin an der FH St. Pölten, und Rita Tratt­nigg, freie Forscherin und Prozes­s-Be­glei­terin sowie dem Publikum, ob Parti­zi­pa­tion nun ein Königsweg in die Nach­hal­tig­keit oder mögl­i­cher­weise ein pseu­do­de­mo­kra­ti­scher Albtraum sei.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse III "Gut leben oder korrekt leben?!" am 4. November 2014

Am 4. November fand die dritte WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse statt. Thema des Abends: „Gut leben oder korrekt leben?! Über Nach­hal­tig­keit, Ethik und Politik.“ Die Veran­stal­tung begann mit einem Vortrag von Robert Pfaller. Eines der Bücher des in Linz lehrenden Philo­so­phen heißt „Wofür es sich zu leben lohnt“. Diese Frage­stel­lung spielt im Nach­hal­tig­keits­­dis­kurs kaum eine Rolle – und das, obwohl immer wieder der Anspruch erhoben wird, dass es bei diesem Leit­bild um hohe Lebens­qua­lität geht. Gleich­zeitig werden im Namen der Nach­hal­tig­keit viel­fach rigo­rose Ansprüche an ökol­o­gi­sche und soziale Korrekt­heit formu­liert. Pfal­lers Vortrag skiz­zierte dieses Span­nungs­feld und lieferte damit den Einstieg in die Diskus­sion.

Das Podium – die WU-Pro­fes­sorin Verena Madner, die Philo­so­phin und Publi­zistin Andrea Roedig und die WU-Stu­dentin Nathalie Spittler – und das Publikum disku­tierten intensiv verschie­dene Facetten des Themas, zum Beispiel Fragen nach Regu­lie­rung, Verant­wor­tung und Lebens­qua­lität. Mode­riert wurde die dritte Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse von Fred Luks, Leiter des WU-Kom­pe­tenz­zen­trums für Nach­hal­tig­keit.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse II "Welche Wirt­schaft wollen wir? Über Geld, Gemein­wohl und Nach­hal­tig­keit." am 15. Mai 2014

Am 15. Mai 2014 fand die zweite WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse statt, bei der Chris­tian Felber sein neues Buch "Geld" zur Diskus­sion stellte, in dem es um "neue Spiel­re­geln" eines demo­kra­ti­schen Geld-und Finanz­sys­tems geht. In seinem Vortrag sprach er über Geld im Allge­meinen und seinen Vorschlag für eine demo­kra­ti­sche Geld­ord­nung im Beson­deren.

Anschlie­ßend disku­tierten mit ihm Silvia Angelo, Leiterin der Abtei­lung Wirt­schafts­po­litik in der Arbei­ter­kammer Wien und Mitglied im Univer­si­tätsrat der WU, Fritz Breuss (WU), Rainer Hauser, freier Unter­neh­mens­be­rater und Senior Advisor bei Roland Berger Stra­tegy Consul­tants sowie und Franz Schell­horn, Direktor von Agenda Austria. Die von Fred Luks (WU) mode­rierte Veran­stal­tung wurde ihrem Namen gerecht mit einer kontro­versen Diskus­sion zur Rolle des Geldes, ordnungs­po­li­ti­schen Fragen und zum Thema Verant­wor­tung in der Demo­kratie.

Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­verse I "No busi­ness as usual. Nach­hal­tig­keit zwischen Priva­ti­sie­rung und Poli­ti­sie­rung" am 14. Jänner 2014

Mit Harald Welzer, einem der profi­lier­testen Nach­hal­tig­keits­for­scher im deutsch­spra­chigen Raum, hatte die vom Kompe­tenz­zen­trum für Nach­hal­tig­keit orga­ni­sierte Veran­stal­tungs­reihe WU-Nach­hal­tig­keits­Kon­tro­versen ihren Auftakt zum Thema "No busi­ness as usual. Nach­hal­tig­keit zwischen Priva­ti­sie­rung und Poli­ti­sie­rung".

Nach einem Vortrag von Harald Welzer, der den 400 erschie­nenen Gästen Einblicke in seine Thesen zur Nach­hal­tig­keit gab, disku­tierte er diese gemeinsam mit dem inter­dis­zi­pli­nären Podium, das sich aus Ulrich Brand, Professor für Inter­na­tio­nale Politik an der Univer­sität Wien, Helga Krom­p-­Kolb, Profes­sorin für Meteo­ro­logie und Leiterin des Zentrums für globalen Wandel und Nach­hal­tig­keit an der BOKU und Andreas Novy, Professor am Institut für Regio­nal- und Umwelt­wirt­schaft, zusam­men­setzte. Dabei wurde unter anderem die Rolle des Indi­vi­duums und der Politik bei dem Weg in eine nach­hal­ti­gere agie­rende Gesell­schaft disku­tiert. Mode­riert wurde der Abend von Fred Luks, Leiter des WU-Kom­pe­tenz­zen­trums für Nach­hal­tig­keit.