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Lernen macht Schule

Entschei­dend für den Zugang zu Bildung ist in Öster­reich weit­ge­hend die soziale Herkunft. Armut im Eltern­haus verrin­gert massiv die Teil­ha­be­chancen, wodurch schon im Kindes­alter die Weichen für den spät­eren Bildungsweg gestellt werden. Vor diesem Hinter­grund hat die WU gemeinsam mit der Caritas Wien und der REWE Inter­na­tional AG 2010 die Initia­tive „Lernen macht Schule“  ins Leben gerufen.  

Jähr­lich enga­gieren sich mehr als 120 WU-Stu­die­rende und betreuen rund 240 Kinder und Jugend­liche. Die jungen Menschen stammen aus Unter­künften für Asyl­wer­be­rInnen, Wohn­ge­mein­schaften für unbe­glei­tete minder­jäh­rige Flücht­linge, Mutter-Kin­d-Häu­sern oder werden über verschie­dene Bera­tungs­stellen und Lern­zen­tren betreut.  

Für den Zeit­raum eines Semes­ters oder Studi­en­jahrs – oftmals auch darüber hinaus - treffen sich Studie­rende und Kinder wöchent­lich. Gemeinsam wird gelernt und die Frei­zeit mitein­ander gestaltet. Bei den Lern­buddys liegt der Schwer­punkt auf der schu­li­schen Unter­stüt­zung der Kinder und Jugend­li­chen. Bei den Musik­buddys wird künst­le­risch mitein­ander gear­beitet.  

Zur Vorbe­rei­tung erhalten alle Studie­renden mehr­tä­tige Semi­nare, beglei­tend Super­vi­sion/ Coachings und können ihr Know-How im Rahmen von Fort­bil­dungs­an­ge­boten vertiefen. Ein Zerti­fikat der WU zeichnet das frei­wil­liges Enga­ge­ment der Studie­renden aus. Eine Teil­nahme kann zudem als freies Wahl­fach im WU-Stu­dium aner­kannt werden.

Entwick­lung

Seit Start der Initia­tive haben sich bereits über 1000 Studie­rende bei „Lernen macht Schule" in Wien enga­giert. Dazu kommen seit 2013 jähr­lich weitere 20 Studie­rende der PH Nieder­öst­er­reich in Baden. Seit dem Studi­en­jahr 2014/15 wird „Lernen macht Schule“ zudem auch mit 20 Studie­renden der Univer­sität Salz­burg umge­setzt.

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