Ein Mann hält ein Papierflugzeug aus einer Weltkarte in die Höhe

Summer School Migration Economics in Paris, France

Hier sehen sie ein Gruppenfoto der Teilnehmerinnen der Summer School Migration Economics 2021.

Die WU Studierende Athina Anastasiadou hat an der Summer School Migration Economics an der Paris School of Economics teilgenommen und hat für ihren Aufenthalt ein Prof. Ewald Nowotny Mobilitätsstipendium erhalten. In einem Interview erzählt sie uns, was sie vor Ort erlebt und gelernt hat.
 

International Office: Sie haben das Prof. Ewald Nowotny Mobilitätsstipendium erhalten. Welches internationale wissenschaftliche Event haben Sie besucht?

Athina Anastasiadou: Im Juni 2021 habe ich an der Summer School Migration Economics teilgenommen, welche an der Paris School of Economics stattgefunden hat. Dafür habe ich das Prof. Ewald Nowotny Mobilitätsstipendium erhalten. Die Summer School hat vor Ort stattgefunden und unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen. Zudem war parallel eine Teilnahme auch online möglich. Dadurch ist ein interaktiver Hybridmodus entstanden, bei dem die Vorträge simultan für die Online-Teilnehmer*innen gestreamt wurden und Fragen sowie Anregungen durch ein Mikrophon geäußert wurden.

International Office: Um welche Forschungsthemen ging es bei dem Event und wie wurden diese vermittelt?

Athina Anastasiadou: Das Programm beinhaltete zahlreiche Vorträge von renommierten Forscher*innen aus dem Bereich der ökonomischen Migrationsforschung. Die Vorlesungen befassten sich unter anderem mit Migration und Klimawandel, Makroökonomischen Effekten von Migration für Zielländer, Politischer Ökonomie und Kulturökonomik, Auswirkungen von Immigration auf Arbeitsmärkte und Produktivität sowie mit Effekten ethnischer Diversität in Zielländern. Außerdem gab es die Möglichkeit für Teilnehmer*innen, ihre Working Paper vorzustellen und Anregungen von Professoren und anderen Teilnehmer*innen zu erhalten.

International Office: Was nehmen Sie von dem Event mit? Inwiefern hat Sie die Teilnahme akademisch und persönlich bereichert?

Athina Anastasiadou: Ich habe viel gelernt zur Messung der makroökonomischen und mikroökonomischen Implikationen von Migration und zu Entwicklungseffekten von Migrationsentscheidungen. Da ich zurzeit meine Masterarbeit in diesem Bereich verfasse, war die Teilnahme an den Kursen sehr hilfreich für mich. Ich habe einen umfangreichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zu Migrationsökonomik erhalten. In Workshops haben einige Teilnehmer*innen ihre Working Paper vorgestellt und Schwachstellen wurden gemeinsam diskutiert. Dadurch habe ich einen Einblick in die Arbeitsweise eines akademischen Umfelds erhalten und besser verstanden, was es bedeutet zu promovieren. Darüber hinaus hat mich der rege Austausch mit anderen internationalen Teilnehmer*innen zu zukünftigen Forschungsvorhaben inspiriert. Bei mehreren Vorstellungsrunden haben die Teilnehmer*innen das Thema ihrer Dissertationen und Paper vorgestellt. Dabei stellte sich heraus, dass einer der Teilnehmer*innen sich mit einem ähnlichen Thema beschäftigt wie ich und wir konnten die Chance nutzen, uns zur Datenlage und zur aktuellsten Literatur in diesem Bereich auszutauschen.

International Office: Welche Möglichkeiten gab es abseits der Vorträge und Workshops?

Athina Anastasiadou: Neben den Vorträgen und Workshops wurde uns auch die Möglichkeit geboten an einer Plenardiskussion von Esther Duflo, welche zurzeit Gastprofessorin an der Paris School of Economics ist, teilzunehmen. Das Thema hieß „Good economics for warmer times“.  Zudem wurde als Freizeitprogramm eine Bootsfahrt über die Seine organisiert, bei der wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Paris zu sehen bekamen. Außerhalb der Vorlesungszeiten habe ich gemeinsam mit anderen Teilnehmer*innen die Stadt erkundet und das gute Wetter genossen.

International Office: Wie sieht Ihr Fazit zur Summer School Migration Economics aus?

Athina Anastasiadou: Durch eine Teilnahme an der PSE Summer School Migration Economics habe ich die Möglichkeit bekommen, in Austausch mit ausgezeichneten Ökonom*innen im Bereich der Migrationsforschung zu treten. Zudem habe ich wertvolle Kontakte geschlossen und Inspirationen für meine eigenen Forschungsideen gesammelt. Der Kontakt mit Doktorand*innen hat mich überzeugt, ebenfalls eine Promotion anzustreben und mein Interesse für Migrationsökonomik verstärkt.

"Das Prof. Ewald Nowotny Mobilitätsstipendium hat es mir als Studentin ermöglicht an einer internationalen Veranstaltung in Paris teilzunehmen. Ohne das Stipendium hätte ich wahrscheinlich den günstigeren Hybridmodus gewählt und hätte den persönlichen Austausch mit Teilnehmer*innen und Vortragenden verpasst.

Ich habe in dieser Woche an der Paris School of Economics viel für meine Masterarbeit und meine zukünftige Forschung gelernt. Auch persönlich hat mir der soziale Austausch gutgetan, welcher seit dem Ausbruch der Pandemie so nicht mehr möglich war."

Prof. Ewald Nowotny Mobilitätsstipendien

  • Gefördert wird die aktive Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen bzw. Konferenzen

  • Für Studierende, die zu einem Bachelor-, Master-, oder PhD-Studium an der WU zugelassen sind

  • Reisekosten, Veranstaltungsgebühren, Übernachtungskosten und die Mobilität am Veranstaltungsort können gefördert werden

  • Weitere Informationen gibt es hier