Ein Mann hält ein Papierflugzeug aus einer Weltkarte in die Höhe

... in St. Petersburg, Russia (Joint ISU)

Bochsbichler Russia

Graduate School of Management St. Petersburg University, St. Petersburg, Russland

Johannes Bochsbichler hat kürzlich seinen Bachelor-Abschluss in Internationaler Betriebswirtschaft an der WU Wien erworben. Im Rahmen des Joint ISU Programms des International Office der WU Wien hat er einige Wochen im Ausland in Russland verbracht. Unsere ISUs sind eine hervorragende Möglichkeit für WU-Studierende, an international ausgerichteten Kurzprogrammen im Ausland teilzunehmen - und das kannst auch du erleben! Lass dir von ISU-Teilnehmer Johannes erzählen, warum!

Du hast das Joint ISU Programm in St. Petersburg verbracht. Kannst du uns ein wenig über das akademische Programm erzählen?

Das akademische Programm der ISU war vielfältig. Der Schwerpunkt lag auf International Marketing. Es war erfreulich, dass die Vorlesungen sehr abwechslungsreich gestaltet waren. Sie bestanden nicht nur aus klassischen Vorlesungsvorträgen, sondern die Lektoren bezogen die Studierenden aktiv in Vorlesungen mit ein. Fragen waren willkommen und wurden gerne beantwortet. Darüber hinaus haben wir Fallstudien in Gruppen bearbeitet und mussten einzeln Aufgaben bearbeiten, wobei jede Gruppe ihre Lösungen präsentierte. Während der ISU arbeitete jede Gruppe, die sich aus Studierenden der WU und der Gastuniversität zusammensetzte, an einem realistischen Markteintrittsprojekt. Durch die Möglichkeit, das Gelernte an einem realistischen Projekt anzuwenden, werden viele Inhalte der Vorlesung in Erinnerung bleiben!

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

Neben Hotel, Transfer, Unterricht und vielem mehr wurden für uns zwei Ausflüge und zwei Firmenbesuche von der WU bzw. von der Partneruniversität organisiert. Am Ende der ersten Woche unternahmen wir einen gemeinsamen Ausflug zum Schloss Peterhof. Wir wurden direkt von der Universität abgeholt und erreichten nach etwa einer Stunde Busfahrt das von Peter I. erbaute Weltkulturerbe. Nach einer Führung durch die prächtigen Räume der Zarenresidenz blieb genügend Zeit, durch den weitläufigen Park, vorbei an unzähligen Springbrunnen und Blumengärten, bis zum Meer zu schlendern.

Am letzten Tag vor unseren Abschlusspräsentationen hatten wir einen Firmenbesuch. Wir konnten Solopharm, einen russischen Arzneimittelhersteller, besuchen. Zwei sehr freundliche Mitarbeiter führten uns durch die gesamte Anlage und erklärten uns die Herstellungsprozesse der verschiedenen medizinischen Produkte. Jeden Montag organisierte unser Koordinator Stefan ein gemeinsames Gruppenessen, zu dem alle Teilnehmer des Programms eingeladen waren. Das war besonders nett, da sich die Gruppen auch untereinander austauschen konnten und jeder den Tag gemeinsam ausklingen lassen konnte. Sehr positiv fand ich auch, dass es bei der ISU Russia traditionell zwei Cultural Evenings gibt, an denen die Studierenden ihre Kultur mit kreativen Methoden den Studierenden aus dem jeweils anderen Land vorstellen. Dadurch ist das Programm nicht so überfüllt und es gibt Raum für Smalltalk und entspannte Atmosphäre.

Hast du Tipps für zukünftige ISU-Teilnehmer?

Wenn man über Projektarbeit spricht, sollte man kulturelle Unterschiede nicht unterschätzen. Bisher habe ich bei jeder ISU gesehen, dass die Studierenden an der Gastuniversität einfach einen anderen Ansatz verfolgten. Einige hätten es vorgezogen jeden einzelnen Satz gemeinsam zu diskutieren, andere haben fast nichts zum Projekt beigetragen. In einigen Ländern war es die normalste Sache der Welt zwei Stunden später als vereinbart zu erscheinen und anderswo war es äußerst unhöflich ehrliches Feedback zu geben, sobald es irgendwie als Kritik ausgelegt werden konnte. Es kann helfen sich im Voraus über kulturelle Unterschiede zu informieren aber wenn man tatsächlich damit konfrontiert wird muss man sich sowieso erst daran gewöhnen.

Wie hast du von dem Joint ISU-Programm erfahren? Weshalb hast du dich dafür entschieden?

Da dies, nach Estland und Indonesien, die letzte meiner drei ISUs war, kannte ich das ISU Konzept schon sehr gut. Da ich IBWL studiert habe, brauchte ich die Auslandserfahrung für mein Studium. Für das Absolvieren von drei ISUs anstatt eines Auslandssemesters habe ich mich entschieden, da ich aus verschiedenen Gründen nicht so lange weg sein konnte und mir besonders gefiel, dass ich so ganz verschiedene Länder und Kulturen kennen lernen konnte.

Wie hat dir die Joint ISU-Erfahrung persönlich und akademisch weitergeholfen?

Wie auch bei den anderen beiden ISUs durfte ich dank diesem Programm Leute kennenlernen, die ich sonst nie getroffen hätte, Orte besuchen, zu denen ich nie gereist wäre und eine Zeit verbringen, die ich sonst nie erlebt hätte. All das sind Erfahrungen, die mich sowohl akademisch und beruflich als auch persönlich weitergebracht haben und auf die ich immer gerne zurückblicken werde.

Beitrag und Fotos von Johannes Bochsbichler. Besten Dank!

Graduate School of Management, St. Petersburg University

  • Standort: St. Petersburg, Russland

  • Einwohnerzahl St. Petersburg: ca. 4,9 Mio.

  • Studierendenzahl: ca. 1.300

  • Austauschlevel: Bachelor, Master