Ein Mann hält ein Papierflugzeug aus einer Weltkarte in die Höhe

...in Santiago, Chile

Universidad Adolfo Ibañez, Santiago de Chile, Chile

Die WU Studierende Sophie Röbl hat ihren Austausch an der Universidad Adolfo Ibañez, Santiago de Chile verbracht. Sie berichtet uns, was sie vor Ort an der Partneruniversität und in Chile erlebt hat.

Sie haben Ihr Austauschsemester in Chile verbracht. Können Sie ein paar Eindrücke mit uns teilen?

  • Ich habe mein Auslandssemester an der Universität Adolfo Ibañez in Santiago, der Hauptstadt Chiles, verbracht. Meine Uni war im Gegensatz zur WU eine Privatuniversität und mit etwa 5.000 Studierenden sehr überschaubar. Das Gebäude ist komplett neu und bietet alles, was man sich wünschen könnte: verschiedene Mensen, gratis Fitnessstudio inklusive einer breiten Auswahl an Sportkursen und auch etwaige andere Kurse wie Fotografie, Musik, etc. Das vielfältige Freizeitangebot erleichtert das Kennenlernen von chilenischen Student/inn/en enorm. Außerdem gab es jede Woche verschiedene Veranstaltungen, die von der Uni oder auch von den Studierenden selbst organisiert wurden (von Konzerten und Sportveranstaltungen über Foodtrucks bis hin zu Rap-Battles). Ein weiterer Bonus war die Aussicht.Da der Campus in die Andenkette gebaut wurde, konnte man über ganz Santiago blicken (wenn die Stadt nicht gerade im Smog versank).

Wie fanden Sie das akademische Angebot an der Partneruniversität?

  • Das akademische Programm in Chile hatte einen eher schulischen Charakter. Der Unterricht fand durchwegs auf Spanisch statt und bestand aus wöchentlichen Wiederholungen, Gruppenarbeiten und vielen Praxisprojekten. Der Arbeitsaufwand verteilte sich somit über das gesamte Semester. Die Gruppenarbeiten mit heimischen Student/inn/en können durch die chilenische „Gelassenheit“ ziemlich nervenraubend sein, jedoch sind die Kursinhalte leicht lernbar. Die Professor/inn/en nennen die meisten Studierenden beim Vornamen, wodurch die Kurse um einiges familiärer sind als an der WU.

Wie haben Sie in Chile gewohnt und gelebt?

  • Ich habe in Chile in einer WG mit einer etwa gleichaltrigen Chilenin gelebt und das war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Durch sie war ich nicht nur gezwungen, viel Spanisch zu sprechen, sondern konnte auch Santiago schnell von einer „Insiderperspektive“ kennenlernen. Die Stadt ist mit etwa 7 Millionen Einwohner/inn/en doch sehr groß und hat irrsinnig viel zu bieten. Außerdem kam ich schnell in Kontakt mit Chilen/inn/en außerhalb der Uni, was sehr erfrischend war,  denn meine chilenischen Kommiliton/inn/en repräsentierten als Studierende einer Privatuni nur einen Bruchteil der chilenischen Bevölkerung.

Was haben Sie neben dem Studium an der Partneruniversität unternommen?

  • Ich persönlich habe das Reisen während des Auslandssemesters am meisten genossen. Chile hat durch seine Länge die verschiedensten Landschaften zu bieten, sei es die Atacamawüste im Norden oder Patagonien im Süden. Ich kann auf alle Fälle empfehlen, sich so viel Zeit wie möglich zum Reisen freizuschaufeln, denn wenn man schon mal in Südamerika ist, sollte man auch die Nachbarländer erkunden.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Semester sehr genossen habe und einen Auslandsaufenthalt in Chile nur empfehlen kann.

Beitrag und Fotos von Sophie Röbl. Vielen Dank!

Universidad Adolfo Ibañez
  • Standort: Santiago, Chile

  • Einwohnerzahl Santiago: ca. 6,5 Millionen

  • Studierendenzahl: ca. 8.300

  • Austauschlevel: Bachelor, Master