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Neues Projekt: Women’s Integration Survey (WIN): Inklusion, Teilhabe und Enablement geflüchteter Frauen in Österreich

09. September 2019

In den letzten Jahren finden geflüchtete Frauen vermehrt den Weg nach Europa, sind jedoch mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert, wenn es um ihre Teilhabe an der Aufnahmegesellschaft geht. Sie nehmen Beratungsangebote seltener in Anspruch als Männer und sind aufgrund ihrer Kriegs- und Fluchterfahrungen häufiger mit Angstgefühlen und Trennungsverlust von ihren Kindern konfrontiert. Während weibliche Geflüchtete oft ein ebenso hohes oder sogar höheres formales Bildungsniveau als Männer aufweisen, wird dieses gleichzeitig viel seltener auf dem Arbeitsmarkt eingesetzt. Die Gründe dafür sind vielfältig und bis dato wenig erforscht.

In Kooperation mit dem Vienna Institute for Demography der Österreichischen Akademie der Wissenschaft (ÖAW) und dem Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) erhebt WIN quantitative und qualitative Primärdaten zur ökonomischen, sozialen und kulturellen Inklusion geflüchteter Menschen in Österreich. Im Rahmen einer Querschnittstudie und qualitativer Fokusgruppen werden formelle und informelle Integrationserfahrungen erforscht, mit einem besonderen Augenmerk auf die noch untererfasste Gruppe geflüchteter Frauen. Insbesondere wird dabei auf Integration abseits des Arbeitsmarktes eingegangen, da vor allem weibliche Geflüchtete nicht oder erst sehr spät als aktive Jobsuchende und/oder Kursteilnehmende registriert werden und seltener Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Gleichzeitig ist die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Partizipation geflüchteter Frauen ein wesentlicher Indikator für inklusive Aufnahmegesellschaften, da Frauen eine Schlüsselrolle bei der Integration ihrer Familie und der gesamten Community zukommt.

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