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NGO Academy

Die ERSTE Foundation NGO Academy ist ein gemeinsames Projekt der ERSTE Stiftung und des Kompetenzzentrums für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship und wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, zivilgesellschaftliche Organisationen und Sozialunternehmen in 14 Ländern Zentral- und Südosteuropas durch Weiterentwicklungsangebote zu stärken. Sie bietet qualitativ hochwertige Capacity Building-Programme, die Führungskräfte und MitarbeiterInnen von NGOs bei ihrer organisationalen und individuellen Weiterentwicklung unterstützen. Damit sollen die Organisationen und indirekt auch ihre Stakeholder durch unterschiedliche Programme gefördert und in der Bewältigung bestehender und künftiger Herausforderungen in ihren Sektoren unterstützt werden. Die ERSTE Foundation NGO Academy besteht aus zwei Programmen, dem Social Innovation and Management Programme und dem Regional Programme, welche als Kooperation zwischen ERSTE Stiftung und dem Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship der WU Wien jährlich konzipiert und implementiert werden. Zudem unterstützt das Kompetenzzentrum mit seiner Expertise bei der strategischen Programmpositionierung und -weiterentwicklung, u.a. im Rahmen von Forschung zur Zivilgesellschaft in der CEE Region.

Das Social Innovation and Management Programme ist ein englischsprachiges Programm, das zur Organisations- und Führungskräfteweiterentwicklung für NGOs aus Zentral- und Südosteuropa beiträgt. Die Zielgruppe umfasst Personen, die aufgrund ihrer Management-Positionen Strukturen und Abläufe sowie die organisationale Weiterentwicklung aktiv beeinflussen und verändern können.

Als maßgeschneidertes und integriertes Programm für die ERSTE Foundation NGO Academy konzipiert, orientiert sich das Curriculum an den idealtypischen Schritten der Entwicklung sozialer Dienstleistungen. Neben dem individuellen Kompetenzerwerb schafft das Programm so geeignete Rahmenbedingungen für die Bearbeitung relevanter Aufgabenstellungen und den Aufbau von Kontakten zwischen den Teilnehmenden in der CEE Region. Hierfür steht eine rund 40-köpfige Faculty zur Verfügung, die sich aus Personen aus Wissenschaft, Non- und For-Profit Bereich zusammensetzt. Die Faculty unterstützt die Teilnehmenden u.a. im Rahmen von Vorträgen, Gruppenarbeiten, Einzelreflexionen, ExpertInnen-Feedback-Coachings sowie Projekt- und Organisationsentwicklung. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass gezielt neue externe Perspektiven aufgezeigt werden können und die erarbeiteten Konzepte in die organisationale Praxis transferiert werden können.

Das Programm ist in drei einwöchige Module gegliedert, die jeweils im Frühjahr in Wien stattfinden. Während dieser Zeit wird auch die Netzwerkbildung unter den Teilnehmenden durch ein entsprechendes Rahmenprogramm gestärkt. Um diese weiter zu vertiefen, aber auch neue relevante Inhalte mit den Teilnehmenden zu erarbeiten, wird rund ein Jahr nach Abschluss des Social Innovation and Management Programme ein weiteres mehrtägiges Modul (Module IV) als Alumni Module angeboten.

Das Social Innovation and Management Programme wurde 2018 bereits zum fünften Mal erfolgreich durchgeführt. So konnten in den vergangenen Jahren mehr als 120 Personen das Programm erfolgreich abschließen.

Das Regional Programme ist ein Programm der ERSTE Foundation NGO Academy zur themenspezifischen Stärkung von Managementkompetenzen unter Einbezug des lokalen Kontexts, sowie der lokalen Weiterentwicklungsbedürfnisse von NGO-MitarbeiterInnen aus Zentral- und Südosteuropa. Es umfasst eine Serie voneinander unabhängigen, in aller Regel zweitägigen Workshops in den Ländern der Region. Diese werden grundsätzlich in sechs Sprachgruppen angeboten (Englisch, Deutsch, Tschechisch/Slowakisch, Ungarisch, Rumänisch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch), um allen Organisationen Zugang zu den Angeboten zu ermöglichen. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Partnerorganisationen und Lehrenden aus der Region.

Das Regional Programme wurde im Studienjahr 2014/2015 zum ersten Mal durchgeführt und konnte in den vergangenen vier Jahren mehr als 1.000 Einzelpersonen aus rund 270 Organisationen erreichen, welche von knapp 2.000 Workshopplätzen Gebrauch machten.