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Männerdomäne? Von wegen! Erstmals mehr Frauen in Wirtschaftsinformatik, Supply Chain Management und Wirtschaftsrecht

Die Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien bietet zwei Bache­l­or­pro­gramme, 16 Master­pro­gramme und zwei Dokto­rats- und drei PhD-­Pro­gramme an. Während sich das Geschlech­ter­ver­hältnis über die gesamten Studien betrachtet die Waage hält, kann es bei einzelnen Master­pro­grammen durchaus Ausreißer geben - auch in erfreu­li­cher Hinsicht. So haben sich im Winter­se­mester 2017 erst­mals mehr Frauen für die Master­pro­gramme Wirt­schafts­in­for­matik, Supply Chain Manage­ment und Wirt­schafts­recht zuge­lassen.

Der Anteil an weib­li­chen Studie­renden hält sich über alle Studien betrachtet meist bei ca. 50%. Bei den Erst­se­mest­rigen in den beiden Bache­lor­stu­dien Wirt­schafts- und Sozi­al­wis­sen­schaften und Wirt­schafts­recht beginnen eben­falls alljähr­lich unge­fähr gleich viele Männer wie Frauen und auch bei den Master-Be­gin­ne­rInnen ist in Summe der Anteil an Frauen immer um die 50%. Betrachtet man die einzelnen Master­pro­gramme genauer, lassen sich aber über die Jahre hinweg durchaus Präfe­renzen fest­stellen. So inter­es­sieren sich z.B. mehr Frauen für den englisch­spra­chigen Master Marke­ting, gleich­zeitig ist der deutsch­spra­chige Master Volks­wirt­schaft männ­lich domi­niert.

Verschie­bung der Geschlech­ter­ver­hält­nisse

Im Winter­se­mester 2017/18 zeichnet sich eine erfreu­liche Entwick­lung ab. Bei zwei englisch­spra­chigen Master­pro­grammen, die bisher klar männ­lich domi­niert waren, haben sich heuer erst­mals mehr Frauen zuge­lassen. In Wirt­schafts­in­for­matik war der Anteil an Frauen in den vergan­genen Jahren zwischen 13% und 40%, nun ist er erst­mals auf über 50% gestiegen. Diese Zahlen sind inso­fern beein­dru­ckend als es zahl­reiche (inter-)natio­nale Initia­tiven gibt, um den Frau­en­an­teil in MINT-­Fächern zu stei­gern und der durch­schnitt­liche Anteil an weib­li­chen Studie­renden in tech­ni­schen Studi­en­rich­tungen laut Euro­stat in Öster­reich ledig­lich bei rd. 13% (EU-Schnitt rd. 17%) liegt. Im Master Supply Chain Manage­ment beträgt der Anteil an Frauen heuer über 60%. „Diese Entwick­lungen sind äußerst erfreu­lich. Beide Master­pro­gramme haben einen inter­dis­zi­pli­nären Ansatz und vereinen Wirt­schafts­fragen mit aktu­ellen Frage­stel­lungen in den jewei­ligen Berei­chen. Der Bedarf der Wirt­schaft an Exper­tinnen und Experten mit Kennt­nissen von aktu­ellen Tech­no­lo­gien und Methoden ist zum Beispiel sehr hoch. Gerade die Ausrich­tung, Infor­ma­tik­fragen mit Wirt­schafts­as­pekten zu kombi­nieren ermög­l­icht es, den zukünf­tigen Ansprüchen und Anfor­de­rungen in Bezug auf Digi­ta­li­sie­rung best­mög­lich zu begegnen“, so WU-Rek­torin Edel­traud Hanap­pi-Egger. Auch bei Supply Chain Manage­ment stehen Gesamt­pro­zesse und nicht nur klas­si­sche Logistik im Vorder­grund. Personen, die im Supp­ly-Chain-­Ma­nage­ment arbeiten, brau­chen neben ökon­o­mi­schem Verständnis daher auch ein Gespür für Chan­ge-­Ma­nage­ment sowie Verhand­lungs­kom­pe­tenz – das alles vermit­telt der englisch­spra­chige Master an der WU. Im Master Wirt­schafts­recht waren die Frauen bisher immer knapp unter­re­prä­s­en­tiert, heuer sind sie erst­mals über der 50% Marke. „Ich freue mich sehr darüber, dass alle unsere Studi­en­pro­gramme so zukunfts- und markt­ori­en­tiert ausge­richtet sind und die WU damit für Frauen auch in eher männ­lich domi­nierten Berei­chen eine attrak­tive Wahl darstellt. An unseren Absol­venten und Absol­ven­tinnen mit ihren inter­dis­zi­pli­nären Kompe­tenzen und dem so wich­tigen Wirt­schafts­wissen besteht eine hohe Nach­frage – damit ist ihnen eine erfolg­reiche Karriere sicher“.

Pres­se­kon­takt:
Mag. Cornelia Moll
Pres­se­spre­cherin
Tel: + 43-1-31336-4977
E-Mail: cornelia.moll@wu.ac.at 

PA Frauenanteil in männerlastigen Masterprogrammen gestiegen als PDF
PA Frauenanteil in männerlastigen Masterprogrammen gestiegen als PDF


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