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Die österreichische Bundesstaatlichkeit: Staatspolitische Anmerkungen zu einer irrationalen Diskussion

Bereits 2011 legte der Euro­parat Öster­reich eine gene­relle Reform des bundes­staat­li­chen Systems nahe. Auch bei der Natio­nal­rats­wahl 2017 und bei den ange­lau­fenen Regie-­rungs­ver­hand­lungen spielte das Thema Bundes­staat­lich­keit bzw. Föde­ra­lismus insbe­son-­dere bei der Diskus­sion um mögl­iche staat­liche Einspa­rungs­po­ten­ziale eine wesent­liche Rolle. Bei „WU matters. WU talks.“ am 7. November 2017 widmet sich WU-Pro­fessor Georg Lien­ba­cher den Irra­tio­na­li­täten in der Diskus­sion um die öster­rei­chi­sche Bundes­-­staat­lich­keit unter staats­po­li­ti­schen Gesichts­punkten. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die sach­fremde Diskus­sion inner­halb der Politik. Im Anschluss an den Fest­vor­trag verleiht die WU gemeinsam mit der Stadt Wien die alljähr­li­chen WU Best Paper Awards.

Föde­ra­lismus bezie­hungs­weise die Bundes­staat­lich­keit sind ein stetes Reiz­thema der öster­rei­chi­schen Innen­po­litik. Gegne­ri­sche Grup­pie­rungen des Bundes­staates wollen ihn abschaffen, um damit eine große Staats­re­form, mit der zugleich der Staats­haus­halt saniert wird, zu errei­chen. Die Länder und andere Befürwor­te­rInnen sehen in bundes­staat­li­chen Struk­turen Chancen für eine bürger­nahe Verwal­tung, die sach­ge­rechter und treff­si­cherer und damit auch kosten­güns­tiger ist. Doch könnten eine diffe­ren­zierte Betrach­tung und eine Versach­li­chung der Diskus­sion auch staats­po­li­ti­sche Fort­schritte bringen, von der alle profi­tieren? Über die grund­sätz­li­chen Fragen des Reform­be­darfs refe­riert WU-Pro­fessor Georg Lien­ba­cher im Rahmen von „WU matters. WU talks.“ am kommenden Dienstag, dem 7. November 2017. „Es gibt kaum eine andere Thematik, die so irra­tional, so sach­fremd und inter­es­sens­ge­leitet disku­tiert wird. Die Instru­men­ta­li­sie­rung von Fehl­ent­wick­lungen in die eine oder andere Rich­tung verhin­dert jeden inhalt­li­chen Fort­schritt in grund­sätz­li­chen Fragen des Reform­be­darfs und erin­nert oft an Glau­bens­kriege“, so Lien­ba­cher.

WU Best Paper Awards

Im Anschluss an den Fest­vor­trag von WU-Pro­fessor Georg Lien­ba­cher verleihen WU und Stadt Wien gemeinsam die Best Paper Awards für heraus­ra­gende Forschungs­ar­beiten. Prämiert werden drei Arbeiten in den Kate­go­rien „Quan­ti­ta­ti­v-ana­ly­ti­sche oder formal­wis­sen­schaft­liche Arbeiten“, „Arbeiten aus der Betriebs­wirt­schafts­lehre, Volks­wirt­schaft, Wirt­schafts­pädagogik“, „Arbeiten aus Fremd­sprach­li­cher Wirt­schafts­kom­mu­ni­ka­tion, Recht, Geis­tes­wis­sen­schaften, Sozio­logie, Wirt­schafts­geo­grafie, inter­dis­zi­pli­näre Arbeiten“ sowie eine wissen­schaft­liche Arbeit in der neuen Kate­gorie „New Avenues“. Durch das Programm führt Stefan Pichler, Vize­rektor für Forschung an der WU.

WU matters. WU talks.
Fest­vor­trag: "Die öster­rei­chi­sche Bundes­staat­lich­keit – eine staats­po­li­ti­sche Betrach­tung" und Verlei­hung der WU Best Paper Awards

Wann: Dienstag, 07. November 2017, 18:30 Uhr
Wo: Fest­saal 1, Gebäude LC, Campus WU
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WU matters. WU talks.

Mit der Veran­stal­tungs­reihe „WU matters. WU talks.“ schafft die WU eine neue Platt­form zum Austausch und Diskurs zwischen Wissen­schaft und Öffent­lich­keit. Die WU sieht es als ihre Aufgabe, sich mit wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Problemen ausein­an­der­zu­setzen und einen Beitrag zu zukunfts­fäh­igem Denken, verant­wor­tungs­vollem wirt­schaft­li­chen Handeln und damit zur Lösung ökon­o­mi­scher, sozialer und ökol­o­gi­scher Probleme zu leisten. Mit dem neuen Veran­stal­tungs­format werden gesell­schaft­lich und wirt­schaft­lich rele­vante Themen verstärkt in das öffent­liche Licht gerückt. In regel­mä­ßigen Podi­ums­ge­sprächen, Diskus­si­ons­ver­an­stal­tungen und Vorträgen bringen Wissen­schaft­le­rInnen und Exper­tInnen aus der unter­neh­me­ri­schen und insti­tu­tio­nellen Praxis ihre Exper­tise ein und disku­tieren gemeinsam mit der inter­es­sierten Öffent­lich­keit aktu­elle Themen. Mehr dazu unter wu.ac.at/wumat­ters.

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Pres­se­kon­takt:
Mag. Anna Maria Schwen­dinger
PR-Re­fe­rentin
Tel: + 43-1-31336-5478
E-Mail: anna.schwen­din­ger@wu.ac.at

Pres­se-In­for­ma­tion als PDF

PA_WU_matters._WU_talks._Bundesstaatlichkeit.pdf
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