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NPO-Governance Kodex – die rechtliche Sicht

Der Begriff der Corporate Governance umfasst sämtliche Aspekte der verantwortungsvollen Leitung und Kontrolle eines Unternehmens. In der ursprünglichen Diskussion waren die Adressaten von Corporate-Governance-Kodices insbesondere börsenotierte Aktiengesellschaften. Auch der Österreichische-Corporate-Governance-Kodex (ÖCGK) richtet sich in erster Linie an börsenotierte AGs. Daneben haben sich aber für bestimmte Bereiche eigene Governance-Regelwerke entwickelt. So gibt es in Österreich neben dem ÖCGK einen Corporate-Governance-Kodex für Familienunternehmen und einen Public-Corporate-Governance-Kodex des Bundes (B-PCGK), deren Anwendungsbereich jeweils von der Eigentümerstruktur einer Gesellschaft abhängig ist. Durch diese Regelwerke soll den Besonderheiten familiendominierter bzw. im Eigentum der öffentlichen Hand stehender Unternehmen Rechnung getragen werden.

Anknüpfend an den Begriff der Corporate-Governance beschreibt der Begriff der NPO-Governance sämtliche Aspekte der verantwortungsvollen Leitung und Kontrolle einer Nonprofit Organisation. Eine weitere Definition versteht unter Nonprofit-Governance die Summe von Instrumenten, Maßnahmen und Mechanismen, die den Vorstand einer NPO bei der Steuerung und wirksamen Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen und eine ausreichende Berücksichtigung der Interessenträger (Stakeholder) sicherstellen.

Der NPO-Sektor

Funktion des Governance-Kodex