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Wirkungsanalyse des Wiener Kinderfilmfestivals

Wirkungsanalyse des Wiener Kinderfilmfestivals
Logo des 34. Internationalen Kinderfilmfestivals

Das NPO Kompetenzzentrum führt eine Studie durch, bei der der gesellschaftliche Mehrwert von kulturellen Veranstaltungen am Beispiel eines Filmfestivals aufgezeigt werden soll. Als Studienobjekt und Praxispartner sollen die Wirkungen des Internationalen Kinderfilmfestivals Wien analysiert werden.

Nicht zuletzt aufgrund seiner großen Attraktivität und breiten Nutzung über alle Bevölkerungsgruppen hinweg, kommt dem Medium Film eine zentrale Rolle bei der Beantwortung gesellschaftspolitischer Herausforderungen wie Demokratiebildung, Inklusion, sozialer Zusammenhalt und kultureller Teilhabe zu. Insbesondere Filmfestivals bieten durch kuratierte Programme, Vermittlungsarbeit und umfangreiche Rahmenprogramme ein großes Potenzial, gegenwärtige gesellschaftliche Transformationsprozesse zu befördern.

Ihr gesellschaftlicher Mehrwert wurde bislang allerdings noch kaum untersucht. Diese Herangehensweise stellt also eine Innovation im Kulturbereich dar: Während im Sozial- und Gesundheitsbereich die Beschäftigung mit Wirkungen bereits länger ein Thema ist, wird im Kulturbereich bisher hauptsächlich auf Leistungskennzahlen (z.B. Anzahl Veranstaltungen oder Anzahl Besucher:innen) geachtet; eine verstärkte Wirkungsorientierung steckt hier noch in den Kinderschuhen.

Eine Besonderheit des Kinderfilmfestivals bzw. von Kulturveranstaltungen für Kinder ist das generationsübergreifende Moment. Dort sind nicht nur Kinder, sondern auch Eltern, Großeltern und Erwachsene in anderen Rollen anzutreffen; sie sind also Orte der Generationenbegegnungen. Die verschiedenen Altersgruppen unterscheiden sich nicht nur in ihren Perspektiven, sondern auch in ihrer Wahrnehmung.

Mit der Wirkungsanalyse des Wiener Kinderfilmfestivals soll der Frage nachgegangen werden, welche gesellschaftlichen Wirkungen ein künstlerisches Feld bei verschiedenen Rezipient:innen und anderen Gruppen hervorruft. Hierbei wird das Konzept der ästhetischen Bildung ebenso eine Rolle spielen wie weitere kulturelle, soziale und wirtschaftliche Wirkungen. Methodisch erfolgt in einem ersten Schritt der Aufbau eines Wirkungsmodells, das Wirkungen in den Dimensionen des Konzepts der Wirkungsbox beinhaltet. Anschließend gilt es, anhand qualitativer Erhebungen herauszufinden, inwiefern vermutete Wirkungen eingetreten sind bzw. eintreten könnten. Die Ergebnisse haben das Potenziel Filmfestivals aller Art sowie ihren (Finanzierungs-)Partner:innen dabei zu helfen zu zeigen, welchen gesellschaftlichen Mehrwert sie generieren.

Kontakt

Mag.Dr.rer.soc.oec. Christian Grünhaus

Christian Grünhaus

(ehm. Schober) Wissenschaftlicher Leiter, Senior Researcher
Aufgaben: Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Evaluation, SROI-Analysen, Finanzierung, Spendenverhalten, Arbeitszufriedenheit und Motivation, Altenpflege und –betreuung, Menschen mit Behinderung bzw. Barrierefreiheit
Stefan Schöggl, B.Sc.

Stefan Schöggl

Junior Researcher
Aufgaben: Wirkungsanalysen, Social Innovation, Projektassistenz
Julian Kettl, BA

Julian Kettl

Junior Researcher
Aufgaben: Arbeitsmarktintegration, Menschen mit Beeinträchtigung