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Non-Offline-Organisationen. Digitale Transformation der Wirkungsschöpfungskette

Verändern digitale SpenderInnen- | HelferInnen- | BenefizientInnen-Beziehungen die Organisationen?

Der soziale Wandel hat die Gesellschaft und die BenefizientInnenstruktur bereits radikal verändert. Facebook, Whatsapp und Co sind nicht mehr das Phänomen der jugendlichen Eliten, sondern ubiquitär.

Die Erbringung unserer Leistungen und Services folgt in vielen Fällen noch den Konzepten der klassischen Moderne, die eingesetzten Führungsstile finden sich in Max Webers Herrschaftsformen wieder, die Finanzierung im privaten Fundraising hat sich seit den 1980ern nicht dramatisch verändert, was die Methoden betrifft. Auch wenn diese Dystopie vielerorts bereits durch neue Formen der Zusammenarbeit und Wirkungserbringung durchbrochen wird, ist der NPO-Sektor in Österreich noch ein Phänomen der klassischen Moderne. Gemeinsam wollen wir herausarbeiten, was das für Führungskräfte in NPOs bedeutet.

Führen die Integration digitaler Kommunikationsformen, die Verlagerung der sozialen Orte der Begegnung, des Diskurses, der Finanzierung ins Virtuelle auch dazu, dass sich die Leistungserbringung verändert oder die Form der Kollaboration innerhalb unserer Strukturen? Gibt es Konflikte, Ängste oder Unsicherheiten bei den Mitarbeitern, oder bei den KlientInnen? Wie gehen Führungskräfte damit um, Macht im Sinne der Weberschen Definition zu verlieren, entwickeln sie im Gegenzug Leadership? Wie können offline- und onlinefokussierte Methoden einander unterstützen?

Vortragender

Mag. Gerald Czech

Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK)