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Forschungsprojekt zur Ermittlung der Anzahl an Menschen mit Körper- und Sinnesbehinderung in Niederösterreich sowie deren Unterstützungsbedarf

Auf Basis einer Empfeh­lung des Landes­rech­nungs­hofes in Nieder­öst­er­reich wurde ein Projekt zur Ermitt­lung der Anzahl von Menschen mit einer Körper- und/oder Sinnes­be­hin­de­rung ins Leben gerufen. Haupt­ziel des Projekts ist eine mögl­ichst valide Darstel­lung des Ist-­Standes an körper­lich und an den Sinnen behin­derten Personen in Nieder­öst­er­reich sowie eine Prognose derer Entwick­lung bis 2030.

Im Rahmen eines parti­zi­pa­tiven Prozesses wird das Projekt durch eine Steu­er­gruppe und Arbeits­gruppe begleitet, die dem inhalt­li­chen Austausch und der Vorbe­rei­tung von Erhe­bungen bzw. Berech­nungen dienen. Das Projekt inklu­diert eine Lite­ra­tur- und Sekun­där­ma­te­ri­al­re­cherche. Insbe­son­dere werden bereits verfüg­bare quan­ti­ta­tive Daten zur Anzahl der Personen der Ziel­gruppe zusam­men­ge­stellt und für die Vorbe­rei­tung der Arbeits­grup­pen­treffen genützt. Es sollen mögl­ichst alle zur Verfü­gung stehenden Daten­quellen in Öster­reich iden­ti­fi­ziert werden. Diese sollen so weit möglich unter­ein­ander und mit exis­tie­renden Daten des NPO & SE Kompe­tenz­zen­trums verknüpft werden. Auch quali­ta­tive Inter­views mit System­ex­per­tInnen sind geplant. Im Rahmen des durch das NPO-­Kom­pe­tenz­zen­trums beglei­teten parti­zi­pa­tiven Prozesses „Persön­liche Assis­tenz“ wurde zudem im Juni 2018 eine Erhe­bung von Schü­lerInnen mit Behin­de­rung durch­ge­führt. Die darin gewon­nenen Erkennt­nisse fließen in einem weiteren Schritt in dieses Forschungs­pro­jekt ein. Hiermit kann die Kohorte der Schü­lerinnen und Schüler gut abge­bildet werden und daraus Schlüsse für weitere Kohorten abge­leitet werden.

Durch die Verknüp­fung der verschie­denen Daten­quellen wird letzt­lich ein IST-­Stand der unter­schied­li­chen Gruppen von Menschen mit körper­li­cher Behin­de­rung und Sinnes­be­hin­de­rung sowie deren Unter­stüt­zungs­be­darf für das Jahr 2018 darge­stellt. Zur Ermitt­lung der zukünf­tigen Entwick­lungen an Leis­tungen für Menschen mit körper­li­cher Behin­de­rung bzw. Sinnes­be­hin­de­rung werden auf Basis der Bevöl­ke­rungs­pro­gnose der Statistik Austria entspre­chende Progno­se­be­rech­nungen bis zum Jahr 2030 durch­ge­führt.

Projek­tende ist voraus­sicht­lich im 1. Quartal 2020.

Kontakt
Mag.Dr.rer.soc.oec. Christian Schober
Christian Schober
Wissenschaftlicher Leiter, Senior Researcher
Aufgaben: Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Evaluation, SROI-Analysen, Finanzierung, Spendenverhalten, Arbeitszufriedenheit und Motivation, Altenpflege und –betreuung, Menschen mit Behinderung bzw. Barrierefreiheit
Mag.rer.soc.oec. Eva More-Hollerweger
Eva More-Hollerweger
Senior-Researcherin, Obfrau des NPO-Instituts (Verein)
Aufgaben: NPOs, Zivilgesellschaft, Freiwilligenarbeit, Evaluationen und strategisches Management.