Vorlesen

Workshop: SROI-Analyse und Präsentation des Buches „Social Return on Investment Analysis“

Mit Mag.a Olivia Rauscher und Dr. Chris­tian Schober und einem Gastinput von Dr. Volker Then und Dr. Konstantin Kehl
Montag – Dienstag, 28.-29. Mai 2018, 9-17 Uhr
Ort: SITZUNGS­SAAL 4, Gebäude AD (Regen­bogen), Erdge­schoss Campus WU, Welt­han­dels­platz 1, 1020 Wien
Hinter­grund der Veran­stal­tung

Welche gesell­schaft­li­chen Wirkungen erzeuge ich? Wie kann ich diese messen? Wie gelingt es mir meine Orga­ni­sa­tion, mein Projekt, mein (Sozial)Unter­nehmen in der Öffent­lich­keit oder gegen­über Poli­ti­ke­rInnen und in Verhand­lungen mit Geld­ge­be­rInnen mit all seinen posi­tiven Effekten darzu­stellen? Wie zeige ich den gesell­schaft­li­chen Rück­fluss der Inves­ti­tionen in meine Orga­ni­sa­tion (vulgo Kosten) sinn­voll und verständ­lich dar?

Diese zentralen Leit­fragen widmet sich der Work­shop „Social Return On Invest­ment – Einfüh­rung und Update“ am 28. Und 29. Mai 2018 mit Mag.a Olivia Rauscher und Dr. Chris­tian Schober. In einem Gastinput werden zudem die beiden Kollegen Dr. Volker Then (CSI, Univer­sität Heidel­berg) und Dr. Konstantin Kehl (ZHAW Zürich) aus ihrem reichen Erfah­rungs­schatz erzählen und für Fragen zur Verfü­gung stehen.

Ziel des 2-tägigen Work­shops ist einer­seits, die Vorge­hens­weise einer Social Return on Invest­ment Analyse vorzu­stellen und ihre Vor- und Nach­teile zu beleuchten. Ande­rer­seits soll anhand von ausge­wählten Fall­stu­dien und eigenen Beispielen das konkrete Vorgehen in der Praxis sowie häufig auftre­tende Probleme veran­schau­licht werden. Die SROI-Ana­lyse folgt der Logik herkömm­li­cher Return on Invest­ment (ROI) Betrach­tungen, versucht aber den gesell­schaft­li­chen Mehr­wert mögl­ichst umfas­send in die Betrach­tung einzu­be­ziehen. Intan­gible soziale Wirkungen werden soweit sinn­voll möglich, monetär bewertet und gemeinsam mit allfäl­ligen finan­zi­ellen Erträgen der Inves­ti­tion gegen­überg­e­stellt. Am Ende der Analyse steht ein Wert, der angibt, welcher mone­täre und monetär bewer­tete soziale Rück­fluss sich aus einem in die Orga­ni­sa­tion oder das Projekt inves­tierten Euro ergibt.

Nonprofit Orga­ni­sa­tionen sind somit nicht mehr nur Adres­saten von Spen­de­rInnen und Förder­ge­be­rInnen, sondern erzeugen auch wesent­liche Rück­flüsse, beispiels­weise in Form von Einspa­rungen für die öffent­liche Hand. Der SROI-Wert kann aus Sicht der Inves­to­rInnen eine Entschei­dungs­grund­lage darstellen, aber auch für Orga­ni­sa­tionen und Projekte als starkes Argu­ment in der Öffent­lich­keits­ar­beit im Fund­rai­sing fungieren.

Am ersten Tag wird das schritt­weise Vorgehen dieser Methode zur Wirkungs­mes­sung und Bewer­tung erläu­tert sowie auf die damit verbun­denen Chancen und Risiken einge­gangen. Weiters wird das schritt­weise Vorgehen an eigenen Projekten oder Orga­ni­sa­tionen der Teil­neh­me­rInnen in Klein­gruppen ange­wandt und auspro­biert. Mit Unter­stüt­zung der Work­shop­lei­te­rInnen geht es beispiels­weise darum, die wesent­li­chen Stake­holder zu iden­ti­fi­zieren oder geeig­nete Indi­ka­toren zur Messung sozialer Wirkungen zu finden.

Am zweiten Tag werden Fall­stu­dien vorge­stellt, die das Grund­wissen zur SROI-Ana­lyse vertiefen. Anhand von SROI-Ana­lysen aus unter­schied­li­chen Themen­be­rei­chen und Regionen wird umfas­send die prak­ti­sche Anwen­dung der Methode aufge­zeigt und disku­tiert.

Work­shop­lei­te­rInnen

Dr. Chris­tian Schober ist wissen­schaft­li­cher Leiter und Senior Rese­ar­cher des Kompe­tenz­zen­trums für Nonprofit Orga­ni­sa­tionen der WU Wien. Abge­sehen von der opera­tiven Führung des Kompe­tenz­zen­trums leitet er laufend praxis­nahe Forschungs­pro­jekte, die meist von NPOs oder der öffent­li­chen Hand finan­ziert werden. Davor war er Geschäftsführer und Senior Rese­ar­cher des Inter­dis­zi­pli­nären Insti­tuts für Nonprofit Sektor Forschung (NPO-In­stitut), wo er feder­füh­rend für den Aufbau der praxis­nahen Forschung verant­wort­lich war.

Die Beschäf­ti­gung mit Nonprofit Orga­ni­sa­tionen bzw. dem Nonprofit Sektor begann im Jahr 2000 zunächst mit der Mitwir­kung an Projekten der Abtei­lung für Sozi­al­po­litik und dem Institut für Sozio­logie an der WU Wien. Dr. Chris­tian Schober promo­vierte in der Studi­en­rich­tung Handels­wis­sen­schaften an der WU Wien und schloss zusätz­lich das Studium Betriebs­wirt­schafts­lehre ab.

Forschungs­schwer­punkte bzw. Forschungs­in­ter­esse: (ökon­o­mi­sche) Evalua­tion von Nonprofit Orga­ni­sa­tionen, Projekten und Programmen SROI-Ana­lysen Finan­zie­rung von Nonprofit Orga­ni­sa­tionen Spen­den­ver­halten von Privat­per­sonen Arbeits­zu­frie­den­heit und Moti­va­tion im Bereich von Nonprofit Orga­ni­sa­tionen Themen im Bereich Alten­pflege und –betreuung Themen im Bereich Menschen mit Behin­de­rung bzw. Barrie­re­frei­heit.

Mag.a Olivia Rauscher ist Bereichs­lei­terin für den Bereich Wirkungs­ana­lyse und Senior Rese­ar­cherin am Kompe­tenz­zen­trum für Nonprofit Orga­ni­sa­tionen und Social Entre­pre­neurship der WU Wien. Sie hat eine Reihe von ange­wandten Forschungs­pro­jekten und Evalua­tionen mit Wirkungs­fokus abge­wi­ckelt und geleitet.

Gemeinsam mit Chris­tian Schober hat sie die Social Impact User Group der SIAA (Social Impact Analysts Asso­cia­tion) in Öster­reich gegründet. Sie ist in der Jury des jähr­li­chen „Get Active” Social Busi­ness Awards. Zudem schreibt sie derzeit ihre Disser­ta­tion zum Thema Wirkungen von Nonprofit Orga­ni­sa­tionen.

Ihre derzei­tigen Forschungs- und Arbeits­schwer­punkte liegen im Bereich des Social Impact Measu­re­ments mit Fokus auf SROI-Ana­lysen sowie der Durch­füh­rung von Evalua­tionen. Soziale Ungleich­heit, Armuts­be­kämp­fung sowie Gesund­heits­för­de­rung und Präv­en­tion stehen hierbei inhalt­lich im Vorder­grund.

Die Teil­nah­me­ge­bühren betragen*:

Regu­läre Teil­nah­me­ge­bühr für den 2-tägigen Work­shop (inkl. Hard­co­ver­-Buch "SROI-Ana­lysis")€760
Ermä­ßigte Teil­nah­me­ge­bühr für Mitglieder für den Work­shop (inkl. Hard­co­ver­-Buch "SROI-Ana­lysis")€480

*Das Mittag­essen und die Pausen­ver­pfle­gung sind im Preis inbe­griffen. Die Anzahl der verfüg­baren Plätze bei dieser Veran­stal­tung ist begrenzt.