NPO-Institut (Verein)

Covid-19-Pandemie: Haben sich die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung für den gemeinnützigen Sektor bewährt?

Nachbericht Videokonferenz | 29.1.2021

Am Freitag, 29. Jänner 2021, haben npo Austria an der WU und die IGO-Interessenvertretung gemeinnütziger Organisationen zu einer Videokonferenz eingeladen, zu der sich mehr  als 270 Personen angemeldet haben. Nach einer kurzen Begrüßung durch Manuela Vollmann (npoAustria, Vorsitzende des Aufsichtsrats) übernahm Franz Neunteufl (IGO) die Moderation. Michael Meyer berichtete gemeinsam mit Camilla Mittelberger (beide WU) über aktuelle Studienergebnisse, Stefan Imhof (BMKoeS) und Erika Köszegi-Lagally (AWS) informierten über die weiteren Entwicklungen der noch folgenden Hilfsmaßnahmen in der Covid-19-Pandemie.

Mittelberger und Meyer präsentierten die Ergebnisse zu einer im Sommer durchgeführten Studie, die sich insbesondere mit der sozialen Infrastruktur und den Konsequenzen der andauernden Pandemie sowie den dazugehörigen Hilfsmaßnahmen beschäftigt hat. So war zu beobachten, dass sich gerade personelle Auswirkungen abgezeichnet haben. Sei es nun aufgrund der Bestimmungen zu Abstands- und Isolationsregeln oder dem Home-Office. Weiters konnten auch gestiegene Kosten durch die Beschaffung von Schutzausrüstung und ein deutlicher Digitalisierungsschub beobachtet werden. Auch zeigte sich ein Trend zur vermehrten Kurzarbeit, während Kündigungen kaum ausgesprochen wurden. Abschließend musste festgesellt werden, dass die Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung gerade in Bereichen mit Jüngeren zu Unzufriedenheit führten. „Dort wo es mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, zeigt sich die Achillesferse, der COVID 19 Maßnahmen“, bemerkt Michael Meyer nachdenklich.

Im Anschluss klärte Stefan Imhof die TeilnehmerInnen über die weiteren Entwicklungen des NPO-Fonds auf. So etwa über den Start für etwaige Anträge für das 4. Quartal 2020, die Berechnungsgrundlage, Deckelungen, gefolgt von einer detaillierten Erklärung zur Online-Antragsstellung für Unternehmen durch Erika Köszegi-Lagally via Live-Einstieg auf der Online-Plattform des NPO-Fonds.

Während der gesamten Konferenz konnten die TeilnehmerInnen über die Chat-Funktion Fragen stellen, die von den Vortragenden direkt sowohl schriftlich als auch mündlich beantwortet wurden. Dietmar Seiler (BMKoeS, Büro des Vizekanzlers) und Franz Neunteufl standen gemeinsam mit allen anderen Vortragenden den TeilnehmerInnen ebenfalls für  Fragen zur Verfügung. So sei eine Diskussion einer Verlängerung des NPO Fonds bis Ende Juni schon in Diskussion sowie eine Neustarthilfe, sobald sich die Lage der Pandemie entspannt. Durch Ungewissheiten neuer Virusmutationen sind aber definitive Zugeständnisse noch nicht zu geben.

Antworten auf die Fragen, die aufgrund der limitierten Zeit nicht beantwortet werden konnten, wurden gesammelt und werden über die Website des NPO-Fonds sowie direkt beantwortet.

Weiterführende Links:


 
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