NPO-Institut (Verein)

npoStudentProjects

Die npoStudentProjects

Studentenprojekt

In Projektlehrveranstaltungen, die im Rahmen der Spezialisierung Nonprofit und Public Management stattfinden, werden engagierte Studierendengruppen mit NPO-PartnerInnen zusammengebracht. Studierende wenden dabei ihr einschlägig erworbenes Wissen zum Management von Nonprofit Organisationen an, um aktuelle Fragestellung aus der NPO-Praxis zu bearbeiten. Jede Projektgruppe arbeitet somit an einer ganz konkreten Fragestellungeiner NPO.
 

Die Projektaufträge

Die Mitglieder von npoAustria reichten eine Reihe von Projektaufträgen ein, von denen die für die Rahmenbedingen geeignetsten ausgewählt wurden. Die Themen der Projektaufträge sind vielfältig und reichen von der Integration und Motivation von Freiwilligen, über die Erstellung und Durchführung von Evaluierungen konkreter Projekte und Programme, bis hin zur Entwicklung von neuen Projekt- und Programmideen. In der Regel bestehen die Projekte aus einem literaturbasierten Teil (Stand der Forschung) und einem empirischen Teil (z.B. Fragebogenerstellung- und/oder Auswertung, Interviews, Beobachtungen, Dokumentenanalyse, etc.). 
 

Hier die vier ausgewählten Projektaufträge im Wintersemester 2021/22

1. Projekttitel: Barrierearme Kommunikation in der Wiener Wohnungslosenhilfe
Auftraggeber: Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen

Der Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen (DWS) ist die Kommunikations- und Vernetzungsplattform der Wiener Sozialwirtschaft. Die mehr als 90 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen mobile und stationäre Pflege, Behindertenarbeit, Wohnungslosen-, und Flüchtlingshilfe agieren als soziale Unternehmen, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien soziale Dienstleistungen erbringen.
 

Ausgangslage/Problemstellung:

Im Fokus dieses Projekts steht der Abbau von kommunikativen Barrieren. Da Kommunikation etwas sehr Individuelles ist, und eine einzige Art und Weise der Kommunikation niemals für alle Menschen gleichermaßen barrierefrei ist, nutzt der Dachverband in diesem Kontext den Begriff „barrierearme Kommunikation“.

Im Rahmen des Projektes soll zunächst eine Erhebung zu den vorhandenen und empfundenen Barrieren im Bereich von Information und Beratung durchgeführt werden. Ausgehend davon soll dann festgestellt werden in welchen Bereichen barrierearme Informationen vorhanden sind und wo die Kommunikation noch unzureichend ist; also verbessert bzw. ausgebaut werden muss.

 

2. Projekttitel: Kommen um zu bleiben
Auftraggeber: Institut für Sozialdienste (ifs)

Das Insti­tut für Sozi­al­dienste ist eine Ein­rich­tung der freien Wohl­fahrts­pflege in Vorarlberg. Die Durch­füh­rung der Auf­ga­ben erfolgt durch den privaten Verein "ifs gemein­nüt­zi­ge GmbH". Die Unter­neh­mens­struk­tur des Insti­tut für Sozi­al­dienste widmet sich vor allem der regionalen Sozialberatung, der Fachberatung, sowie der Förderung von Inklusion und Selbstbestimmung. Gemein­sa­mes Ziel ist es, die psy­cho­so­ziale Ent­wick­lung Ein­zel­ner und der Gesell­schaft zu för­dern.
 

Ausgangslage/Problemstellung:

Das Projekt soll sich mit der Steigerung der Anzahl an BewerberInnen für die Mitarbeit in stationären Settings im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe befassen. Dies vor allem, weil im ifs derzeit überwiegend sehr junge oder deutlich ältere MitarbeiterInnen arbeiten, aber das „Mittelfeld“ größtenteils fehlt. Die Fragestellung ist somit: Wie kann das ifs weniger Fluktuation und eine längere Verweildauer bei jüngeren MitarbeiterInnen erreichen und/oder neue Mitarbeitende im „Mittelfeld“ gewinnen?

 

3. Projekttitel: MitarbeiterInneneinführung (“Onboarding”) im Fachbereich Erwachsenenvertretung
Auftraggeber: VertretungsNetz – Erwachsenenvertretung, Patientenanwaltschaft, Bewohnervertretung

VertretungsNetz ist ein vom BMJ finanzierter Verein, der sich für den Schutz der Grundrechte von Menschen mit psychischer Erkrankung oder intellektueller Beeinträchtigung einsetzt. Der Verein ist überparteilich, gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausgerichtet. VertretungsNetz ist in allen Bundesländern außer Vorarlberg tätig und arbeitet seit 1980 im Auftrag des Justizministeriums.

Der Verein hat drei Aufgabengebiete: Erwachsenenvertretung, Patientenanwaltschaft und Bewohnervertretung. Unsere MitarbeiterInnen bieten Vertretung, Beratung und Unterstützung für Betroffene – wenn es um eine Erwachsenenvertretung geht, ein Mensch zwangsweise auf einer psychiatrischen Abteilung untergebracht wird oder wenn es zu Freiheitsbeschränkungen in Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen oder Krankenhäusern kommt.
 

Ausgangslage/Problemstellung:

Das VertretungsNetz benötigt für die Wahrnehmung seiner verantwortungsvollen Aufgaben Personen, die für diese Tätigkeit persönlich und fachlich geeignet sind. In diesem Zusammenhang werden die Mitarbeiter spezifisch fachlich aus- und fortgebildet, sowie angeleitet und beaufsichtigt. Neue MitarbeiterInnen durchlaufen dazu ein dreiwöchiges Curriculum und werden im ersten Dienstjahr von einem/ einer Mentor/in angeleitet. In gewissen Fällen ist dies aber nicht ausreichend.

Um weitere Verbesserungen zu erreichen, soll eine Evaluation der Einführung von MitarbeiterInnen in den Tätigkeitsbereich der Erwachsenenvertretung durchgeführt werden. Wie gut wurden die MitarbeiterInnen vorbereitet? Was hat sich bewährt und was nicht? Was kann verbessert werden?

 

4. Projekttitel: Change-Management hin zu einer nachhaltigen und Klima-verträglichen Betriebsführung einer ambulanten Sonderkrankenanstalt für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsbeeinträchtigungen
Auftraggeber: Ambulatorium Sonnwendviertel der VKKJ

Die VKKJ ist aus einem Elternverein heraus entstanden. Zielsetzung war es, eine geeignete Versorgung für körper- und mehrfachbehinderte Kinder zu schaffen. Sämtliche Gründungsmitglieder waren betroffene Eltern. Ihr Anliegen war es, eine entsprechende Versorgung und Betreuung für ihre Kinder sicherzustellen.

Die VKKJ arbeitet ohne Gewinnabsicht und wird zu 100 Prozent von externen Auftraggebern finanziert. Zu diesen gehören die Wiener Gebietskrankenkasse, die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse sowie weitere Sozialversicherungsträger, der Fonds Soziales Wien und die Sozialabteilung des Landes Niederösterreich. Die VKKJ legt großen Wert darauf, mit den zur Verfügung gestellten Geldern ökonomisch und sparsam umzugehen.
 

Ausgangslage/Problemstellung:

Die VKKJ strebt mittelfristig eine Umstellung auf eine nachhaltige und klimaverträgliche Betriebsführung an. Als Pilotprojekt unter den 11 Standorten ist das Ambulatorium Sonnwendviertel vorgesehen. Im Rahmen der Vorbereitung wurde festgestellt, dass es bis dato wenig bzw. keine Standards für diesen Themenbereich gibt.

Die Aufgabe wäre eine Grundlagen-Recherche durchzuführen, wie der Betrieb des Ambulatorium Sonnwendviertel unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit dauerhaft optimiert werden kann. Dazu müssten die mit dem Unternehmen verbundenen Personen, ProjektpartnerInnen und die in Frage kommenden Institutionen befragt und – ausgehend von den Ergebnissen – ein  Vorschlag ausgearbeitet werden.