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Service-Learning

Was ist Service­-­Le­arning?

Service­-­Le­arning ist eine Lern- und Lehr­me­thode, die das Enga­ge­ment für die Gesell­schaft ("service") mit der Schu­lung fach­li­cher, metho­di­scher und sozialer Kompe­tenzen ("learning") verbindet. Im Rahmen von Service­-­Le­arnin­g-­Pro­jekten enga­gieren sich Studie­rende in gemein­nüt­zigen Orga­ni­sa­tionen, über­n­ehmen soziale Verant­wor­tung und lernen, sich mit komplexen gesell­schaft­li­chen Problem­lagen ausein­an­der­zu­setzen und ihnen aktiv entge­gen­zu­wirken. Die prak­ti­sche Lern­er­fah­rung wird dabei mit theo­re­ti­schen Ausbil­dungs­in­halten verknüpft und über Super­vi­sion reflek­tiert und begleitet. So wird es für Studie­rende möglich, theo­re­ti­sches Wissen in der Praxis zu erproben, Schlüs­sel­kom­pe­tenzen zu erwerben und sich auf eine künf­tige - (sozial) verant­wor­tungs­volle - beruf­liche Posi­tion vorzu­be­reiten.

Service­-­Le­arning an der WU

Service­-­Le­arnin­g-­Pro­jekte stellen damit einen ganz­heit­li­chen Bildungs­auf­trag der Univer­sität in den Vorder­grund. Sie zielen nicht nur auf fach­liche Quali­fi­zie­rung, sondern auch auf Persön­lich­keits­bil­dung und Werte­ver­mitt­lung ab. Zudem orien­tieren sich Service­-­Le­arnin­g-Ak­ti­vi­täten an einem realen gesell­schaft­li­chen Bedarf, um einen echten Mehr­wert für die gemein­nüt­zigen Orga­ni­sa­tionen zu schaffen.

An der WU werden Service­-­Le­arnin­g-­Pro­jekte für Studie­rende u. a. im Rahmen des Frei­wil­li­gen­pro­gramms Volun­tee­rin­g@WU ange­boten: Das 2010 gemeinsam mit Caritas Wien und REWE Group ins Leben geru­fene Projekt "Lernen macht Schule" will Lernen und Inte­gra­tion durch den Austausch zwischen Studie­renden und jungen Menschen aus sozial benach­tei­ligten Bevöl­ke­rungs­gruppen fördern. Jähr­lich enga­gieren sich mehr als 150 WU-Stu­die­rende als "Lern­buddys" und betreuen rund 220 Kinder und Jugend­liche aus verschie­densten Einrich­tungen der Caritas Wien (Unter­künfte für Asyl­werber/innen, Mutter-Kin­d-Häuser, Bera­tungs­stellen, Lerncafés etc.) und dem Lern­haus des Öster­rei­chi­schen Roten Kreuzes. Für den Zeit­raum eines Studi­en­jahrs - oder auch darüber hinaus - treffen sich Studie­rende und Kinder wöchent­lich, um für Prüfungen oder Schul­ar­beiten zu lernen und gemeinsam ihre Frei­zeit zu gestalten. Die Studie­renden erhalten zur Vorbe­rei­tung eine Ausbil­dung und beglei­tend Super­vi­sion und können ihr Know-how in laufenden Fort­bil­dungen vertiefen. Ein Zerti­fikat der WU zeichnet das frei­wil­lige Enga­ge­ment der Studie­renden aus.

Ziel des Projekts ist es, dass alle Teil­nehmer/innen in ihrer persön­li­chen Entwick­lung und auf ihrem Bildungsweg durch das gegen­sei­tige Kennen­lernen und Vonein­an­der­lernen profi­tieren: Die Kinder und Jugend­li­chen erhalten durch den Kontakt zu Studie­renden kosten­lose Unter­stüt­zung beim Lernen und erleben Vorbilder, die mit ihnen Zeit verbringen und sie in ihren Inter­essen und Talenten fördern. Die Studie­renden haben durch die frei­wil­lige Tätig­keit die Mögl­ich­keit, Menschen aus anderen sozialen Schichten und Kultur­kreisen kennen­zu­lernen, ihren Hori­zont zu erwei­tern und ihre pädago­gi­schen und sozialen Kompe­tenzen weiter­zu­ent­wi­ckeln.

Weitere Infor­ma­tionen zu Volun­tee­rin­g@WU