Außenansicht des D3 Gebäudes

Das war die 11. ÖAT!

27. Oktober 2021

Am 15. Oktober 2021 fand an der WU Wien die 11. Tagung der österreichischen Assistentinnen und Assistenten des Öffentlichen Rechts (ÖAT) statt. Sie ist das größte innerösterreichische Tagungsformat unter den rechtswissenschaftlichen Universitätsassistentinnen und -assistenten.

Nach einer einjährigen, Corona-bedingten Verschiebung konnte die ÖAT erstmals nach sieben Jahren wieder an der WU ausgetragen werden. Unter dem Motto „Recht im (Um)bruch – (Um)bruch im Recht“ versammelten sich an die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Räumlichkeiten der WU. Erstmalig wurde die Tagung auch per Livestream übertragen. Dadurch konnten nochmals mehr als 30 weitere Interessierte die Tagung mitverfolgen.

Nach der Begrüßung durch Univ.-Prof. Dr. Georg Lienbacher, Vorstand des Instituts für Österreichisches und Europäisches Öffentliches Recht und Mitglied des Verfassungsgerichtshofs, folgte der Festvortrag von Frau Dr. Brigitte Bierlein, Bundeskanzlerin a.D. und Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs i.R. In ihrem Vortrag schilderte sie ihren beruflichen Werdegang anhand zahlreicher Anekdoten und ermutigte die jungen Juristinnen und Juristen zu einer selbstbewussten Teilnahme am rechtlichen Diskurs. Am Ende stand Frau Dr. Bierlein noch für Fragen zur Verfügung und hinterließ im Festsaal eine spürbar bewegend-erbauliche Atmosphäre.

Die Aufforderung an alle Habilitierten, die Tagungsräumlichkeiten zu verlassen, läutete den Beginn des wissenschaftlichen Programms ein. Es folgten elf Vorträge von Assistentinnen und Assistenten des Öffentlichen Rechts zu den Generalthemen Rechtssetzung, Grundrechte, Gerichtsbarkeit und Verwaltung. An die Vorträge jedes Themenblocks schloss sich eine spannende, fachlich-inhaltliche Diskussion an.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Das Recht unterwegs auf interdisziplinären Pfaden“. Diskutiert wurde mit MMag. Dr. Karl-Arthur Arlamovsky, Mitglied des Bundesrats, Univ.-Prof. Dr. Dragana Damjanovic von der TU Wien, Dr. Alexander Hiersche, Partner bei Haslinger / Nagele Rechtsanwälte, und DI Dr. Niki Popper, Simulationsforscher an der TU Wien. Dabei boten die Schilderungen den Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern eine andere Perspektive auf die oftmals (nur) juristisch diskutierten Maßnahmen zur Pandemieeindämmung und somit einen wertvollen Blick über den Tellerrand.

Das Organisationsteam setzte sich aus den Assistentinnen und Assistenten der Institute des Öffentlichen Rechts der WU zusammen. Maßgeblich beteiligt waren von Seiten des Instituts für Österreichisches und Europäisches Öffentliches Recht (IOER) Michael Bajlicz, Christoph Gärner, Daniela Petermair, Maximilian Ponader, Markus Tilzer und Sarah Werderitsch sowie Sophie Bohnert und Theresa Ganglbauer vom Institut für Europarecht und Internationales Recht (EIR). In den kommenden Wochen wird das Team noch mit der organisatorischen Abwicklung und vor allem mit der Erstellung des Tagungsbandes beschäftigt sein, dieser wird im Jan Sramek Verlag erscheinen.

Die nächste ÖAT wird im kommenden Jahr an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (Juridicum) stattfinden.

Alle Informationen zur Veranstaltung sowie die Tagungsfotos sind unter wu.ac.at/oeat21 abrufbar.

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