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Regionale Ungleichheit

Im Themen­be­reich der regio­nalen Ungleich­heit beschäf­tigt man sich vor allem mit regio­naler Entwick­lung, geogra­phi­schen Clus­tern und Spatial Analysis.

Kontakt­per­sonen

Regional unter­schied­liche Entwick­lung von Gemeinden und Bezirken hinsicht­lich Wachstum, Einkommen und Produk­ti­vität wird analy­siert. Regio­nale Ungleich­heit kann zu Agglo­me­ra­ti­ons-, Ausdün­nungs- und Verdrän­gungs­ef­fekten führen. Analysen können verzerrt werden, wenn regio­nale Charak­te­ris­tika nicht mitein­be­zogen werden; es gibt einen Einfluss auf gesell­schaft­li­ches Zusam­men­leben, öffent­liche Inves­ti­tionen und den Arbeits­markt, in Verbin­dung mit der Inter­ak­tion von regio­naler Einkom­mensun­gleich­heit mit Grund-, Haus- und Wohnungs­preisen.

 

Analyse der regio­nalen Einkom­mens­ent­wick­lung in öster­rei­chi­schen Gemeinden

In welchen Gemeinden oder Regionen Öster­reichs steigt/sinkt die Ungleich­heit? Welche Faktoren spielen eine Rolle für diese Entwick­lungen?

Iden­ti­fi­ka­tion von "Hot" und "Cold" Spots von Einkom­mensun­gleich­heit basie­rend auf anony­mi­sierten Mikro-­Steu­er­daten der Statistik Austria:

  • Städ­ti­scher Bereich und vor allem Umland­ge­meinden mit hoher Sprei­zung der Einkommen (Pendler/innen, Einkom­mens­transfer)

  • Problem der Segre­ga­tion in Stadt­be­zirken oder Sied­lungen einer Gemeinde

  • "Leist­bares Wohnen" – welche Auswir­kungen hat stei­gende Ungleich­heit auf die Kosten von Wohn­raum?

 

Regio­nale Wahl­be­tei­li­gung und -ergeb­nisse

Abhän­gig­keit zwischen Wahl­be­tei­li­gung und Ungleich­heit? Gesell­schaft­liche/poli­ti­sche Parti­zi­pa­tion ist abhängig von objek­tiver und subjek­tiver Posi­tion in der Gesell­schaft. Höhere Ungleich­heit kann zu

  • mehr Wahl­be­tei­li­gung führen (Verän­d­e­rung) oder

  • gerin­gerer Parti­zi­pa­tion (Resi­gna­tion)

Einkom­mens­daten der Statistik Austria und Wahl­er­geb­nisse von beispiels­weise Gemein­de­rats­wahlen werden analy­siert; eine klein­räu­mige Analyse für Wien ist dies­be­züglich möglich: auf Spren­ge­le­bene (Grätzel).

Soziale Depri­va­tion und Migra­tion

Soziale Depri­va­tion beschreibt mögl­iche Ausgren­zung aus der Gesell­schaft und fehlende Parti­zi­pa­ti­ons­mög­l­ich­keit (beispiels­weise durch Einkommen und Bildung). Von welchen Faktoren hängt Binnen­mi­gra­tion ab? Wohin wandern Personen inner­halb Öster­reichs? Verschie­dene Bevöl­ke­rungs­gruppen mit unter­schied­li­chen Präfe­renzen für soziales Umfeld? Hoch­ein­kom­mens­be­zieher/innen ("Eliten­bil­dung") versus Nied­ri­g­ein­kommen (soziale Inklu­sion). Wer hat die Mögl­ich­keit zu mirgieren? "Natural Expe­ri­ments" durch Firmen­schlie­ßungen.