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Ökologische Ungleichheit

Die Hauptschwerpunkte unserer Forschung in Bezug auf ökologische Ungleichheit liegen bei Umweltungerechtigkeit, Verteilungseffekten von Umweltpolitik und der Verteilung von Umweltgefahren.

Kontaktpersonen

Internationale Studien belegen starke Ungleichheit im Zugang zu Umweltqualität in verschiedensten Industrie- und Entwicklungsländern. Einkommensungleichheit und Umweltungerechtigkeit verstärken sich gegenseitig. In Österreich und Europa gibt es allerdings noch große Forschungslücken in diesem Feld. Verteilungsfragen gewinnen an Bedeutung in der Umweltpolitik, die Verteilung von Umweltqualität in Europa und deren Implikationen für Umweltpolitik wird analysiert.

Verteilung von CO2 Emissionen

Die Emission von Treibhausgasen hängt stark von der Konsumstruktur von Haushalten ab. Wir erforschen, wie sich höheres Einkommen sowohl auf die absoluten Emissionen (etwa in Tonnen CO2-äquivalenten) auswirkt, als auch durch welche Konsumgüter diese hervorgerufen werden. Für Österreich zeigt sich hier beispielsweise, dass die Top 10% der Haushalte nach Einkommen 3-5x soviele Emissionen durch Konsum generieren als die untersten 10%. Getrieben werden solche Effekte speziell durch den höheren Stellenwert von Mobilität in diesen Einkommensgruppen.

Transformation des Energiesystems

Eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit ist die Transformation des Energiesystems hin zu erneuerbaren Energieträgern. Während die Auswirkungen auf Stromnetze, -preise, und technische Machbarkeit bereits umfangreich wissenschaftlich erforscht werden, sind die Effekte auf private Haushalte bisher wenig beleuchtet: Wer zahlt die Energiewende? Wer profitiert davon? Wir untersuchen wie sich die Kosten und Erträge der Energiewende verteilen, wer überhaupt daran aktiv partizipieren kann und welche Potentiale, etwa für den Roll-out von Photovoltaikanlagen, bestehen.