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Ungleichheit, Finanzialisierung & Krise im europäischen Kapitalismus

Am heutigen Montag, den 14. Dezember 2015, haben wir die Ehre Prof. Engelbert Stockhammer zu einem Vortrag über "Ungleichheit, Finanzialisierung & Krise im europäischen Kapitalismus" um 19h im Clubraum (LC) der WU begrüßen zu dürfen.

In den letzten Jahrzehnten kam es zu einem gleichzeitigem Anstieg der Ungleichheit und zu einem raschen Wachstum von Finanztransaktionen. Dies ist eine gefährliche Mischung. Die wachsende Ungleichheit hat zur Finanzialisierung beigetragen und dämpft die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Die Finanzialisierung lässt die Spitzeneinkommen schneller wachsen als den Rest der Wirtschaft. Obwohl dieses Modell zu einer der schwersten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression der 1930er Jahre geführt hat, änderte sich in der Wirtschaftspolitik wenig. Prof Stockhammer verwendet die post-keynesianischen Theorie um die Interaktion von Ungleichheit und Finanzialisierung zu analysieren.

Zur Person: Prof. Stockhammer lehrt und forscht an der Kingston University London und ist aktuell Gastprofessor an der WU. Er ist einer der führenden Post-Keynesischen Ökonomen, unter anderem ist er auch Vorsitzender der Post Keynesian Economics Study Group (PSKG). RePEc listet ihn unter den Top 5% der Ökonomen weltweit. Er ist Mitglied des Economic Advisory Council von Podemos, Editor von Wage-led growth (gemeinam mit Marc Lavoie) und Autor von mehr als 50 Artiklen in Fachzeitschriften.