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INEQ 2-Jahresfest

Das Forschungsinstitut „Economics of Inequality“, kurz INEQ, feierte am 29. September sein zweijähriges Bestehen in seinen neuen Räumlichkeiten. Das INEQ ist in diesen zwei Jahren personell stark gewachsen, wodurch der Umzug unabdingbar wurde. Das Forschungsinstitut blickte mit dieser Veranstaltung auf zwei sehr gelungene Jahre zurück. Dem Rektorat der WU sei an dieser Stelle herzlich für jegliche Unterstützung gedankt.

Zur Feierlichkeit kamen sowohl Verteter/inn/en der beiden Departments Volkswirtschaft und Sozioökonomie, aber auch zahlreiche Personen aus mit dem INEQ verbundenen Institutionen, insbesondere Vertreter/inn/en von OeNB, Statistik Austria und dem WIFO.  Nur eine Person, die für den Aufbau des Forschungsinstituts eine ganz zentrale Unterstützungsleistung erbracht hatte, fehlte: Tony Atkinson. Der Doyen der Verteilungsökonomie, Unterstützer und Eröffnungsredner der Gründungsveranstaltung des INEQ im September 2015, verstarb am 1. Jänner dieses Jahres an einer unheilbaren Blutkrankheit. Die zahlreichen Nachrufe zu seinem Ableben sprechen ein mehr als eindeutiges Bild. Es handelte sich bei Tony Atkinson nicht nur um eine wissenschaftliche Größe unserer Zeit, sondern auch um einen Humanisten, der seinesgleichen sucht. 

Das INEQ hat in seinen ersten beiden Jahren einen großen Beitrag geleistet, den öffentlichen Diskurs zur Verteilungsthematik durch evidenzbasierte wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren und zu verbessern. Wie die Präsentation eines Teils der wissenschaftlichen Projekte und Publikationen durch Stefan Humer und Mathias Moser gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des INEQs gut dokumentierte, ist der wissenschaftliche Output des Forschungsinstituts ausgezeichnet. Darüber hinaus ist aber auch das Platzieren dieser wissenschaftlichen Ergebnisse in den Medien zu einer der größten Stärken des INEQ geworden.

Das Interesse von WU Studierenden an Lehrveranstaltungen und Qualifizierungsarbeiten zu Ungleichheit ist anhaltend hoch. Das große Angebot an theoretischen und empirischen Lehrveranstaltungen zur Verteilungsthematik sowie die intensive Betreuungstätigkeit von BA-, MA- und Dissertationsarbeiten ermöglicht es vielen Studierenden der WU, sich frühzeitig in ‚Economics of Inequality' zu qualifizieren und weiterzubilden. Höhepunkt im vergangen Jahr war sicherlich die Gastprofessur von Branko Milanovic, einem international hoch renommierten Ungleichheitsforscher von der City University of New York (CUNY), der im Vorjahr mit seinem Buch ‚Global Inequality' einen Bestseller schrieb. Auch der Leiter des Deutschen Wirtschaftsforschungsinstitutes (DIW), war im vergangenen Jahr bei uns zu Gast und stellte sein Buch ‚Verteilungskampf' zur Diskussion.

Nach der gelungenen Aufbauphase (2015-2017) möchte das INEQ weiter reifen und sich weiterentwickeln. Vor allem der Austausch über Projekte hinweg, und dadurch ein systematischeres Nutzen von Synergien zwischen den Forschungsbereichen, soll verstärkt ermöglicht werden. Weiterhin im Zentrum stehen hohe akademische Standards und die Relevanz der Forschungsarbeiten. Inhaltlich stand das INEQ bisher vor allem für ökonomische Forschung zu Einkommens- und Vermögensungleichheit in Österreich. Das Team hat sich vorgenommen, zusätzlich durch Kooperationen mit nationalen wie internationalen Universitäten und Forschungsinstituten von anderen Kontexten zu lernen und seine Arbeiten international sichtbarer zu machen.

Die Arbeit des Forschungsinstituts wurde durch Ansprachen von Prof. Ingrid Kubin (Department für Volkswirtschaft) und Prof. Christoph Badelt (Department für Sozioökonomie und WIFO) als auch durch die Anwesenheit von zahlreichen Kooperationspartner/inne/n aus OeNB, Statistik Austria, WIFO u.a. gewürdigt. Beim abschließenden Buffet gab es dann noch Zeit für einen spannenden und interessanten Gedankenaustausch der INEQ-Mitarbeiter/innen mit ihren Gästen.

Dokumentation

Fotos

von der Eröffnungskonferenz

Videos und Präsentationen

der Vorträge