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Wie Unternehmen von Universitäten profitieren können

„Connecting Brains and Business“ – unter diesem Motto lud das Institut für Entrepreneurship und Innovation am 18. Jänner zum 34. Touchdown ein. Univ. Prof. Nikolaus Franke, Leiter des E&I Instituts, begrüßte knapp 400 Studierende, Vertreter aus der Wirtschaft, Wissenschaftler und weitere Gäste.

Bachelor Pitches

In der E&I SBWL – der Spezialisierung im Bachelorstudiengang an der WU, wurden im vergangenen Semester insgesamt 6 Projektkurse angeboten. So konnten Studierende sich für die Kurse ‚New Business Development‘, ‚Innolab‘, ‚Consulting‘, ‚Business Model Innovation‘, ‚Social Entrepreneurship‘ oder ‚Business Planning‘ bewerben. Den Gästen wurden insgesamt 25 Bachelor Pitches vorgetragen.

Im Anschluss wurden die einzelnen Pitches zu gleichen Teilen durch das Auditorium und die Jury bewertet. Die Gäste konnten über die Onlineplattform FeedbackR für den besten Pitch voten. Die fachkundige Jury setze sich zusammen aus folgenden Mitgliedern:

Nicole Stroj (Raiffeisen Bank International AG)

Paul Pöltner (CONDA AG)

Prof. DI. Dr. Michael Heiss (Siemens AG Österreich)

Dr. Gordian F. Gudenus (Bank Gutmann AG)

Joubin Pour (Flughafen Wien AG)

Dr. Daniel Schwarzbach (WhatAVenture GmbH)

Sarah Tesch (Die Presse)

Sebastian Taucher (der brutkasten)

Am meisten konnte die Projektgruppe primeCROWD überzeugen. Für das Start-Up, welches ein intelligentes Marktinvestment anbietet (also nicht nur Geld, sondern auch Know How), entwickelten die Studierenden eine Strategie für die deutschlandweite Expansion.

Panel Diskussion

Getragen von der feurigen Energie der Pitches ging es gleich im Anschluss in die zweite Runde des Touchdown. Ausgewählte Gäste diskutierten unter der Moderation von Helga Pattart-Drexler von der WU Executive Academy über die Chancen, welche sich aus der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen ergeben.

Univ. Prof. Mag. Dr. Stefan Pichler, Vizerektor für Forschung der WU Wien, unterstrich das bereits stark etablierte Netzwerk der WU mit Partnern aus der Wirtschaft und die Synergien, die sich für beide Seiten ergeben. Universitäten können ihren Studierenden ausgezeichnete und praxisorientierte Lehre anbieten, was nicht zuletzt für das Renommee der Universitäten entscheidend ist. Auch für den Bereich Forschung profitieren Universitäten durch die Zusammenarbeit, denn sie bekommen einen unmittelbaren Eindruck in aktuelle Problembereiche der Unternehmen und können dadurch die Forschung an praxisrelevanten Stellschrauben ansetzen.

Unternehmen bekommen durch die Zusammenarbeit nicht nur wissenschaftlich fundierte Lösungen für erfolgskritische Projekte. Durch die interdisziplinär aufgestellten und oftmals fachfremden Studierenden werden Probleme aus bisher unbeleuchteten Blickwinkeln betrachtet und führen zu völlig unerwarteten Erkenntnissen.

Ein sehr gutes Beispiel für die Zusammenarbeit erläuterte Matthias Gerbavsits (Generali). Er unterstich auch, dass die Projekte der Vergangenheit bereits erfolgreich bei Generali implementiert wurden. Auch Sabine Walch, Co-Founderin des Start-Ups AvoCard und ehemalige E&I – Studierende, unterstreicht den Mehrwert der Kooperationen zwischen Universitäten und Wirtschaft. Ihr Start-Up wurde im E&I Projektkurs „Fintech Labor“ gegründet. Sie erklärte, dass das Studium sehr hilfreich für die Zeit der Gründung gewesen ist. Auf die Frage, was sie dazu gelernt hat, seit sie Unternehmerin ist, verweist sie auf eine bisher mangelhafte Fehlerkultur. Fehler sollten viel mehr toleriert werden – das erweitert den Horizont und kann das Selbstbewusstsein, welches essentiell ist, enorm stärken.

MBA und SIMC - Master Pitches

Die drei besten MBA-Studierenden des E&I Insituts stellten ihre Abschlussarbeit vor, für welche sie den „Best Thesis Award“ erhielten. Auch die SIMC Master hatten die Möglichkeit, über Projekte des vergangenen Semesters zu pitchen. So wurden den Gästen des Touchdown unter anderem neue Anwendungsfelder für Kartonagen von Mayr-Melnhof Karton erläutert.

Sneak Preview

Ein neues Format in diesem Jahr war eine Preview von Praxisprojekten, die im kommenden Semester ausgearbeitet werden. Ausgangspunkt vom Projekt „Damensache“ von Dr. Marietta Babos ist die unterschiedliche Finanzsituation von Männern und Frauen. Wie ein alternatives Finanzkonzept für Frauen aussehen kann, werden Studierende im Sommersemester untersuchen. Daniel Mattos hat die Investor-Founder-Matching Plattform „Best Fit“ mitgegründet und will mit den Studierenden gemeinsam ausarbeiten, wie das Konzept optimiert und Nutzerzahlen gesteigert werden können.

Get-together

Der Abschluss des Touchdown wurde im Anschluss beim feierlichen get-together gefeiert. Mit den gesammelten Eindrücken der Veranstaltung wurden zahlreiche Gespräche zwischen Studierenden und Praktikern geführt. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Getränkesponsoren Ten.Fifty., Vöslauer und Weingut Fink.

Der 34. Touchdown war wieder ein voller Erfolg, auf den wir sehr stolz sind. So wollen wir auch in Zukunft daran festhalten, eine gemeinsame Plattform für Wirtschaft und Wissenschaft anzubieten, um anregende Gespräche zu ermöglichen und spannende Projekte zu identifizieren.

Schon heute möchten wir Sie zum 35. Touchdown am 14. Juni 2019 einladen. Weitere Informationen werden wir in den nächsten Monaten auf unserer Homepage veröffentlichen. Wir würden uns sehr freuen, Sie wieder als Gast bei uns begrüßen zu können.



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