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Ö3 Wundertüte - Marktanalyse Firmenhandys

Sommersemester 2014

EXECUTIVE SUMMARY

Ausgangssituation

Das Projekt wurde vom Projektteam des Instituts “Entrepreneurship & Innovation” der Wirtschaftsuniversität Wien in Kooperation mit dem Auftraggeber Georgi Lossmann-Iliev von der Caritas Service GmbH durchgeführt. Es befasst sich in erster Linie mit der zentralen Frage, ob die Ö3 Wundertüte auf Businesskunden ausgeweitet werden soll.

Die Ö3 Wundertüte ist ein Konzept, bei welchem jedem österreichischen Haushalt einmal jährlich eine Papiertüte zugeschickt wird. Personen können ohne viel Aufwand ihre gebrauchten Mobilgeräte darin einwerfen und kostenlos an die Caritas senden. Diese verwertet die Geräte auf unterschiedliche Weise und der Reinerlös kommt wohltätigen Zwecken zugute.

Zielsetzung

Wichtigster Gegenstand des Projektes war eine empirische Analyse und strategische Bewertung des Sachspendenmarktes für Österreichische Unternehmen im Bereich Mobiltelefonie / Altgeräte. Zu klären war dabei, inwieweit das Konzept der Ö3 Wundertüte, das bisher schon mehrere Jahre im Privatbereich erfolgreich funktioniert, auf Unternehmen ausgeweitet werden kann.

Vorgehensweise

Die Bearbeitung des Projektauftrages erfolgte dabei in folgenden Schritten:

  • Durchführung einer großzahligen, qualitative Marktbefragung
    Um den Status quo der Verwertung von Altgeräten, Marktpotential und Teilnahmebereitschaft zu erheben, wurden leitfadengestützte Gespräche mit 30 österreichischen Unternehmen geführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verwertung bzw. Weitergabe von nicht mehr benötigten Firmenhandys sehr unterschiedlich gehandhabt wird, aber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es konnte festgestellt werden, dass in Österreich definitiv nennenswertes Potenzial zur Erweiterung der Ö3-Wundertüteninitiative um eine Business-Handy-Aktion besteht.

  • Analyse von Best Practices
    Neben den qualitativ ausgewerteten Interviews wurde auch eine umfangreiche Sekundärdatenrecherche durchgeführt. Hier wurde ein besonderer Fokus auf konkurrierende Aktionen und Geschäftsmodelle gelegt. Auch in diesen Ergebnissen spiegelt sich die steigende globale Relevanz von Second-Hand-Elektronikartikeln wieder. 

  • Handlungsempfehlung und Business Case
    Anhand der Ergebnisse der vorhergegangenen Recherche wurde abschlißend ein Business Case erstellt. Dieser wurde in Kooperation mit dem Projektpartner ausgearbeitet, der mit Hilfe von konkreten bereitgestellten Zahlen die Konzepte realistischer werden lassen konnte. Dabei waren vor allem die erhobenen Daten aus der Befragung von großer Bedeutung. Sekundärquellen konnten aufgrund der Spezialität des Themas kaum für den Business Case verwendet werden. 

Der Business Case besteht aus folgenden Teilbereichen: Logistik, Kalkulation, und Kommunikation. Beim Logistikkonzept wurden verschiedene Konzepte vorgeschlagen, die sowohl einen einfachen Postversand in Betracht zogen, als auch die Möglichkeit einer Abholung.

Bei der Gesamtkalkulation wurde aufgrund der vielen Unsicherheiten mit Hilfe der Bottom-up-Methode die Gesamtzahl eruiert, um eine Prognose zu erstellen. Dabei wurden drei Szenarien erstellt, die einen Best Case, einen Average Case und einen Worst Case inkludieren.

Das Kommunikationskonzept wurde schlussendlich in Zusammenarbeit mit einer Hamburger Werbe-Agentur ausgearbeitet, wobei Vorschläge für die zukünftige Werbestrategie diskutiert wurden. Dabei stand im Mittelpunkt die Frage, wie Unternehmen angesprochen werden können.

Cooperation Partner

Student team

  • Daniel Bartakovics
    Maximilian Koch
    Dennis Meryn
    Maximilian Reiter
    Jörg Schirnhofer