Vorlesen

Smart Protection für Motorradfahrer

Sommersemester 2014

EXECUTIVE SUMMARY

Ausgangssituation

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte Forschungseinrichtung für angewandte Forschung in Europa. Mit 23.000 MitarbeiterInnen in 67 Instituten und Forschungseinrichtungen aus allen technologischen Fachbereichen, bietet sie ein einzigartiges Potenzial für die Entwicklung innovativer Lösungen und Technologien.

Als Zentralabteilung für Ausgründungen und Beteiligungsmanagement ist Fraunhofer Venture die Anlaufstelle und Begleiter für Unternehmer und Spin-offs aus der Fraunhofer-Gesellschaft. Fraunhofer Venture bewegt sich somit an der Schnittstelle zwischen Entwicklung und Verwertung.

Projektziel

Motorradfahrer zählen zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr, weshalb deren Sicherheit im Vordergrund steht. Das Ziel des Projektes war es, möglichst radikale Lösungen zur Steigerung der Sicherheit für Motorradfahrer zu entwickeln. Aufbauend auf den Bedürfnissen und Problemen von Motorradfahrern, wurden intelligente Lösungen gefunden, welche anschließend zu Prototypen verdichtet wurden. Lösungen konnten für den Fahrer und das Motorrad selbst entwickelt werden, auf infrastrukturelle und äußere Gegebenheiten konnte jedoch kein Einfluss genommen werden.

Vorgehensweise und Methodik

Es wurde die Design Thinking Methode angewandt, um zum Projektziel zu gelangen. Diese Methode ist ein mehrstufiges Verfahren, das darauf abzielt, Bedürfnisse und Probleme der User zu erheben und zu verstehen. Diese Methode wird von einem interdisziplinären Team angewandt, welches einen iterativen Prozess durchläuft, d.h., dass der aktuelle Entwicklungsstand im Auge behalten und sich somit der Lösung schrittweise genähert wird. Die Methode wird in zwei Phasen unterteilt:

Research Phase

In der Research Phase wurden 53 Interviews mit Usern, sowie 22 Interviews mit Experten aus verschiedensten Bereichen (Professoren, Sachverständige und Techniker) geführt. Des Weiteren wurden Beobachtungen (Handel, Fahrsicherheitstrainings und Messen) und Selbsttests durchgeführt. Darüber hinaus konnten Trends mit Hilfe einer Sekundärdatenrecherche (Unfallstatistiken, Fachzeitschriften und Studien) erarbeitet werden. Aufbauend auf der Recherche wurden 13 wichtige Bedürfnisse, die Key Insights genannt werden, identifiziert. Die relevantesten davon waren (1) Saubere Kurvenfahrtechnik, (2) Optimale Notbremsung und (3) Sicheres Entfliehen aus der Kollisionszone.

Ideation und Prototyping Phase

In der zweiten Phase ging es darum, für die vom Projektpartner ausgewählten Key Insights, innovative Ideen zu finden und diese dann zu einem Prototyp zu verdichten. Begonnen wurde die Phase mit einem Kreativitätsworkshop, um möglichst viele Ideen generieren zu können. Diese wurden bewertet und die beste Idee wurde dann in einen Prototyp verwandelt. Der Prototyp wurde mehrmals getestet und durch das Feedback von Usern, Experten und dem Projektpartner verbessert. 

Ergebnisse

Aufbauend auf den Key Insights der ersten Phase wurde ein smartes Informationssystem für den Fahrer entwickelt, welches ihn bei der richtigen Kurvenfahrtechnik unterstützen soll. Ebenfalls soll die Aufmerksamkeit des Fahrers durch Warnmechanismen verbessern werden. Durch dieses Informationssystem wird die Sicherheit des Fahrers erhöht, da durch eine richtige Fahrtechnik und gesteigerte Aufmerksamkeit, Unfälle vermieden werden können.

Cooperation Partner

  • Fraunhofer Venture
    Hansastraße 27c
    80686 München
    Deutschland

  • Contact Person
    Björn Schmalfuß
    bjoern.schmalfuss@zv.fraunhofer.de

  •  

Student Team

  • Denise Hüttenbrenner
    Alexander Kraincuk
    Valentin Legerer
    Duygu Sakin
    Sasa Wakounig

  •