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Social Entrepreneurship And Social Innovation - Initativen der EU in Österreich

Wintersemester 2013 / 2014

EXECUTIVE SUMMARY

Ausgangssituation

Weil die Europäische Union nicht mit der Kompetenz ausgestattet ist, mit Verordnungen und Richtlinien in die Sozialpolitik der Mitgliedsstaaten einzugreifen, versucht sie auf anderem Wege auf soziale Probleme in ihren 28 Mitgliedsstaaten zu reagieren. Ein vielversprechender und moderner Lösungsweg ist aus EU-Sicht die Förderung von innovativem Handeln verschiedenster Akteure. In den vergangenen Jahrzehnten sind auf europäischer Ebene daher zahlreiche Initiativen gewachsen, die BürgerInnen und Unternehmen dazu anregen sollen, sozial innovativ tätig zu werden und damit nicht nur nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen, sondern ebenso die Wirtschaft anzukurbeln und soziale Probleme zu lösen. Allerdings ist das Spektrum an Initiativen sehr weitläufig und unübersichtlich, sodass kein zufriedenstellender Überblick besteht. Begriffe sind uneinheitlich definiert. Neben anderen ungünstigen Vorbedingungen, wie der Tatsache, dass bei Nicht-Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen keine Sanktionen verhängt werden können, führt auch die mangelnde Transparenz dazu, dass von der EU gebotenes soziales Potenzial nur sehr beschränkt genutzt wird.

Projektziel

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, einen Überblick über jene europäischen Initiativen zu schaffen, die sich mit der Förderung sozialer Innovationen beschäftigen. Es sollten Zusammenhänge aufgezeigt und Maßnahmenvorschläge an die österreichische Politik formuliert werden, die das Potenzial haben, eine zielführende Nutzung der vorhandenen Initiativen im Inland einzuleiten. Im Laufe der Recherche wurde der Fokus auf die Aufarbeitung der Europa 2020 Strategie, der Initiative für Soziales Unternehmertum (Social Business Initiative), des Europäischen Sozialfonds (European Social Fund), des Programms für Arbeit und Sozialinnovation (Employment and Social Innovation), Horizon 2020 und dem Award for Social Innovation gelegt.

Vorgehensweise und Methodik

Um das Projektziel zu erreichen, galt es schwerpunktmäßig drei Aufgaben zu bewältigen:

  • Recherche und Screening von zahlreichen EU-Reports und Dokumenten

  • Interviews mit ProjektpartnerInnen und anderen ExpertInnen

  • Einarbeitung der Erkenntnisse in die Projektarbeit und Formulierung von Handlungsempfehlungen

Recherche

Um einen Überblick über das weitläufi ge Feld zu erhalten, wurden zahlreiche Dokumente gelesen und analysiert, die größtenteils auf den Webseiten der Europäischen Union zu fi nden sind, oder von Lektoren, ProjektpartnerInnen sowie ExpertInnen zur Verfügung gestellt wurden.

Interviews

Mit dem durch die Recherchearbeit generierten Wissen, aber vor allem einer langen Liste an aufgetretenen Fragen ausgestattet, wurden die Interviews mit den ProjektpartnerInnen sowie weiteren ExpertInnen aus dem Feld durchgeführt. Diese waren hilfreich, um, neben den in den Dokumenten abgebildeten Soll-Zuständen, auch einen Eindruck von der tatsächlichen Umsetzung zu erhalten. Die geführten Interviews waren demnach Basis für eine tiefergehende Analyse der vorliegenden Inhalte und für die Formulierung der Handlungsempfehlungen.

Handlungsempfehlungen

Das abschließende Kapitel der Arbeit listet einige Vorschläge auf, von deren Umsetzung sich das Studierendenteam einen deutlichen Anstieg an sozialen Innovationen in Österreich erwartet.

Ergebnisse

Durch die Recherche hat sich bestätigt, dass die Initiativen der EU zu den Themen der sozialen Innovation und des sozialen Entrepreneurship sehr umfangreich und daher vielfach unübersichtlich und intransparent sind. Betroffenen Unternehmen und Wohlfahrtsträgern wird somit keine zufriedenstellende Übersicht geboten, was den Einstieg in eine sozial innovative Tätigkeit erheblich erschwert.

Cooperation Partner

  • Dr. Florian Pomper, Caritas Wien
    Mag. Judith Pühringer, bdv Austria,
    GECES Group

Student team

  • Alisa Eresina
    Jana Fälbl
    Michael Fischer
    Christine Jama
    Michael Tschurl