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Open Innovation Ansatz - Lohnerwerke

Wintersemester 2013 / 2014

EXECUTIVE SUMMARY

Die Lohnerwerke GmbH wurde im Jahr 1821 von Heinrich Lohner gegründet. Nachdem sich das Unternehmen als eines der führenden Kutschen- und Automobilhersteller etabliert hatte, wurde in Zusammenarbeit mit Ferdinand Porsche eines der ersten Hybridautos hergestellt. Als die Erfolge ausblieben, wurden die Lohnerwerke an den kanadischen Großkonzern Bombardier verkauft. Über 40 Jahre später entschloss sich der Urenkel Herr Andreas Lohner die Marke neu aufleben zu lassen und sich mit der neu gegründeten Lohnerwerke GmbH auf Elektromobilität zu fokussieren.

Produkte und IP – Portfolio Lohnerwerke

Bis dato umfasst die Produktpalette des Unternehmens drei Produkte: Den Elektroroller LEA, den Stroler (Mischung aus Elektrofahrrad und – Roller) sowie den Range Extender (Hybridmotor). Das Unternehmen verfolgte bislang eine „Closed Innovation“ - Strategie. Die gesamten Produkte wurden weitgehend mit Schutzmöglichkeiten versehen (z.B.: Markennamen, Design).

Methodologie

Anhand von Best Practice Beispielen sollen Handlungsempfehlungen für eine Open Innovation Strategie für die Lohnerwerke erarbeitet werden. Dadurch soll aufgezeigt werden, wie das Unternehmen in Zukunft von Open Innovation (OI) und strategischen Management von unternehmensinternen und –externen Wissen profitieren und sich so nachhaltig etablieren kann.

Best Practices und Key Learnings

Local Motors: Ein Automobilhersteller, welcher auf das Wissen der „Crowd“ setzt. Autos werden von technikaffinen Automobil-Enthusiasten mitentwickelt und können auch selbst unter Anleitung zusammengebaut werden. Alle Baupläne stehen als Open-Source der Community zur Verfügung.

Fiat Mio: Ein neuer Ansatz für die Entwicklung eines zukünftigen Autos. Durch offene Gestaltung der Fabrik und der Entwicklungszentrale sowie Einbindung der „Crowd“ wurde der Fiat Mio als perfektes Stadtauto präsentiert.

Project Ara: Von Motorola gestartet, soll dieses Projekt durch eine offene Infrastruktur und definierte Standards die Smartphone Landschaft revolutionieren. Durch diesen OI Ansatz entstehen neue Möglichkeiten für Produzenten, Händler und Kunden.

MakerBot: Aus der Idee einen 3D-Drucker für Jedermann entstand eine Bewegung, welche zu einer starken Community im Bereich 3D-Druck und Scan geführt hat.

Handlungsempfehlungen

Aufbauend auf den Best Practices lassen sich für die Lohnerwerke zwei wichtige Handlungsempfehlungen ableiten:

Um in einem hart umkämpften Markt als junges Unternehmen zu bestehen, bedarf es einer starken Community, welche als Opinion Leader fungiert. Insbesondere für das Neuprodukt des Strolers wäre Open Innovation ein geeigneter Ansatz, um nicht an den Bedürfnissen der zukünftigen User vorbei zu entwickeln. Ideenwettbewerbe, Toolkits aber auch Community Innovation könnten zudem das Problem der Ressourcenknappheit lösen.

Strategische Kooperationen mit brancheninternen Partnern sollen einen reibungslosen Entwicklungsprozess der bestehenden Produkte und das Aufzeigen von gemeinsamen Opportunities ermöglichen. Dem Prinzip des Clusterings folgend, sollte ein Netzwerk aus Organisationen und Unternehmen geschaffen werden (Forschungseinrichtungen, Zulieferer usw.), um eine Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen, Auslagerung von Sekundärfunktionen und Nutzung von positiven externen Effekten zu ermöglichen.

Cooperation Partner

  • Lohnerwerke GmbH
    Porzellangasse 2/24
    1090 Wien

  • Contact Person
    Mag. Andreas Lohner
    andreas@lohnerwerke.com
    www.lohner.at

Student team

  • Eisenmenger Thomas Olaf
    Holzner Daniel
    Kaiser Florian Anton Johannes
    Müller Jakub

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