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C²TECHNOLOGY

Wintersemester 2013 / 2014

EXECUTIVE SUMMARY

Produktidee

Ursprüngliche Zielsetzung des Erfinders war die Entwicklung eines Verfahrens zur Einbringung von ölkontaminierten Walzzundern in die Hochtemperaturzone von Hochöfen. Walzzunder sind Reststoffe aus spanenden Verfahren des Hüttenwesens. Die Einblasung erfolgt über Windformen. Aus dieser Zielsetzung entstand ein Verfahren, dessen primäre Stärke in der Förderung eines heterogenen Stoffgemenges liegt.

Anwendung im Referenzprojekt „Roheisenerzeugung“

Durch die Kooperation mit der Voest Alpine AG war es möglich, einen ersten Prototypen im Hochofenbetrieb zu testen. Diese auf etwa zwei Jahre angelegte Testreihe führte zur Weiterentwicklung des Verfahrens und somit zu dessen Marktreife. Im Anwendungsfall der Roheisenerzeugung wird C2TECHNOLOGY genutzt, um Ersatzbrennstoffe bzw. Ersatzreduktionsmittel (ERM), Walzzunder und Eisenstäube direkt in die Hochtemperaturzone eines Hochofens zu befördern. Dadurch können Primärrohstoffe eingespart und durch betriebseigene oder externe Sekundärrohstoffe ersetzt werden. Die Stärke und Innovation der Technologie liegt in der Möglichkeit, eine große Bandbereite unterschiedlicher Stoffe in getrennt vorliegenden Aggregatszuständen (flüssig - fest) zu vermengen und in pastöser Konsistenz in den Hochofen einzubringen.

Technologie allgemein

Es handelt sich um ein dreistufiges Verfahren, in welchem die Stoffe nach Bedarf 1) konditioniert, 2) homogenisiert und 3) befördert werden. Die Anlage besteht dementsprechend aus einer Homogenisierungseinheit, die eine Durchmischung des zuzuführenden Stoffgemisches gewährleistet und zur Einstellung der gewünschten Viskosität dient. Zudem besteht sie aus einer Fördervorrichtung, die das Material ohne Entmischung über die gewünschte Strecke transportiert. Die Fördervorrichtung basiert auf einer patentierten Kombination von hydraulisch-mechanischen Förderelementen. Dadurch wird gewährleistet, dass selbst bei der Überwindung von Steigungen, trotz vorliegender Dichtegradienten, keine Entmischung des Transportgutes stattfindet. Weiters können selbst hochabrasive Metallpartikel ohne größere Beeinträchtigung der Lebensdauer von C2TECHNOLOGY befördert werden. Damit lassen sich erstmals unterschiedlichste Ausgangsmaterialien, unabhängig von deren Dichtegradienten entmischungsfrei transportieren.

Beschreibung der Hybridfördertechnik

Durch die Kombination einer hydraulischen Verdrängerpumpe und eines mechanischen achsenlos geführten Schneckenförderers ist es möglich, eine Viskositätsbandbreite von etwa 1 – 10.000.000 mPa abzudecken. Das Verhältnis von hydraulischer zu mechanischer Leistung (mech./hydr.) ist variabel und wird materialspezifisch gewählt. Durch die Flexibilität des Verfahrens können pulver-, faser- und folienartige, körnige, feste, pastöse, flüssige, abrasive sowie hochviskose Stoffe problemlos transportiert werden. Im Vergleich zu konventionellen Verfahren führt die hydraulische Druckbeaufschlagung des Schneckenförderers zu einer wesentlich geringeren Abnutzung. Der gesamte Rohrquerschnitt des Förderers ist mit dem zu transportierendem Gut gefüllt. Der Steigungswinkel ist beliebig wählbar, da selbst vertikale Steigungen, bei nur geringer Drehzahl der Schnecke, zu überwinden sind.

Kundennutzen von C²TECHNOLOGY: mehrfache Kosteneinsparung

  • Reduktion der Brennstoffkosten (Primärrohstoffe wie Kokskohle)

  • Betriebsinterne Verwertung von Abfällen der Stahlindustrie

  • Einbringung als Ersatzreduktionsmittel

  • Ersparnis der Entsorgungskosten (z.B. Walzzunder)

  • Simple Anlagentechnik im Vergleich zu konventionellen Verfahren

  • Geringere Investitionskosten

  • Höhere Bandbreite an förderbaren Stoffen

Contact Person

  • Markus Himmelfreundpointner
    markus.hifp@gmail.com
    +43 699 / 14640502

Student team

  • Markus Himmelfreundpointner
    David Haberfellner
    Vera Ellmeier
    Andrada Badea
    Helena Khevenhüller
    Konstantin Heyduck
    Maximilian Reiter
    David Bauer