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Angle Valve

Wintersemester 2013 / 2014 

Executive Summary 

Einleitung

Mitrale Herzklappeninsuffizienz ist eine der am weitesten verbreiteten Herzklappenerkrankungen weltweit. Eine Nichtbehandlung kann durch die eingeschränkte Funktion der Herzklappe bis zum Atemstillstand führen. Andererseits gehören Eingriffe am offenen Herzen zu den schwerwiegendsten Operationen, die am menschlichen Körper durchgeführt werden. Dies war der Anlass zur Entwicklung einer weniger risikobehafteten, minimalinvasiven Operationsmethode und einer damit verbundenen, wesentlich schnelleren post-operationalen Rehabilitation.

Produkt und Unternehmen

Die neuartige Lösung besteht aus einer flügelähnlichen Struktur, die die erkrankte Herzklappe von beiden Seiten künstlich umschließt. Zusätzlich wird durch den Einsatz künstlicher Fäden aus GoreTex das Prolabieren der einzelnen Klappen verhindert, jedoch geringe Eigenbewegungen ermöglicht. Vor dem eigentlichen Implementierungsprozess ist eine genaue Erhebung der Patientenparameter erforderlich, da jedes einzelne Produkt auf die anatomischen Gegebenheiten des Patienten individuell angepasst wird, wodurch sich Angel Valve von der Konkurrenz abhebt.

Die Forschung wird von medizinischer Seite durch die MedUni Wien und auf  technischer Seite durch die TU Wien unterstützt. Ein Patent wurde beantragt. Um die Produktion zu bestmöglichen Standards garantieren zu können wurden bereits deutsche und österreichische Unternehmen kontaktiert. Angel Valve befindet sich aktuell im Konzeptstadium. Förderungen (PRIZE, FFG) wurden beantragt um eine professionelle Erstellung des Prototyps gewährleisten zu können.

Markt und Konkurrenz

Als Zielmärkte sind sowohl Europa als auch die USA angedacht. Momentan ist eine Gesamtheit von ca. 2% der weltweiten Bevölkerung von einer Herzklappenerkrankung betroffen. Zudem handelt es sich bei 60% aller Betroffenen um Hochrisikopatienten, welchen derzeit die Operation verwehrt bleibt. Dies führt zu einem Gesamtmarkt von 12,4 Mio Patienten, die bis jetzt noch nicht vom Markt bedient werden können. Dadurch öffnet sich eine Marktchance von 2 Mrd Dollar für perkutane Mitralklappenersätze. Während des letzten Jahrzehnts haben mehrere Unternehmen versucht den Markt für die Behandlung von Mitralklappen-Erkrankungen zu betreten, die meisten sind jedoch nach kurzer Zeit gescheitert. Die Gründe dafür waren meist die Konzentration auf falsche Mechanismen, technisches Versagen des Produkts und eine fehlende bzw. unzureichende Finanzierung.

Geschäftsmodell

Das Produkt wird vom Unternehmen selbst erzeugt. Zugekauft wird einzig der kostengünstige Katheter mit dessen Hilfe Angel Valve implantiert wird. Bei der Ultraschalltechnik wird gemeinsam mit GE Healthcare an einer geeigneten Lösung gearbeitet. Angel Valve verfolgt eine klare Qualitätsführerschaft. Preise für den Erwerb werden hoch angesetzt, um dadurch einen hohen Deckungsbeitrag erzielen zu können.

Finanzplanung

Die ersten Umsätze werden nach der Unternehmensgründung im Jahr 2018 realisiert werden. Im Betrachtungszeitraum ist eine Anfangsinvestition in der Höhe von 1,9 Mio Euro notwendig. Des Weiteren wird eine Reinvestition in der Höhe von rund 7 Mio Euro zur Umsetzung der Translation vom Prototypenbau zur industriellen Fertigung notwendig sein. Der Break-Even wird im Jahr 2020 erreicht. Außerdem ist im Jahr 2025 bei einem Absatz von rund 1000 Stück ein Gewinn von fast 10 Mio Euro zu erwarten.

Ausblick

Nach der erfolgreichen Testphase (Ende 2014), ist ein vierjähriger Entwicklungszeitraum eingeplant, um Angel Valve bis hin zur Marktreife zu optimieren. 2017 ist die Gründung eines Unternehmens (Spin-Off) angedacht. Einige etablierte Unternehmen (u.a. Medtronic) haben bereits ihr Interesse an der Technologie bekundet.

Cooperation Partner

  • ao. Univ.Prof. DDr Werner Mohl
    Währingergürtel 18-20
    1090 Wien

  • Contact Person
    ao. Univ.Prof. DDr Werner Mohl
    Tel.: +43-1-408 55 16
    werner.mohl@meduniwien.ac.at

Student Team

  • Brundobler Maximilian Julian
    Klemend Lukas
    Klingsbichl Isabella
    Kollingbaum Lukas