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*bridging the gap - Jugendforderungzwischen Theorie und Praxis

Sommersemester 2012

Executive Summary

Ausgangssituation 

Jugendliche (14–18 Jährige) haben im formalen Bildungssystem kaum Möglichkeiten, persönliche Fähigkeiten zu entdecken und ihnen nachzugehen. Die Schulen haben einen rigorosen Lehrplan einzuhalten, welcher wenig Raum für weitere Fragen und Antworten zu den einzelnen Fächern und Themen zulässt. Auch für die Entfaltung künstlerischer Interessengebiete, wie Fotographie oder kreatives Schreiben findet sich kein Platz im formalen Bildungssystem, so dass auch hier kaum Förderung angeboten wird. Weiterhin besteht eine Lücke (gap) zwischen der, in der Schule gelernten Theorie und der Praxis im Berufsleben. Den meisten Jugendlichen ist die Sinnhaftigkeit bestimmter Lehrinhalte für ihre Zukunft nicht klar. Dies führt zu einem Verlust an der Lust am Lernen und einer Orientierungslosigkeit für eine spätere Studien- oder Berufswahl. 

Produkt/Dienstleistung 

*bridging the gap schließt die Lücke zwischen Theorie und Praxis und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in einer optimalen Symbiose von Freizeitgestaltung und Bildungsangebot zu entwickeln. Den Rahmen hierzu bieten moderne Räumlichkeiten, die in Zusammenhang mit einem Kaffee eine Atmosphäre schaffen, die zum Austausch und Lernen anregt. Der Standort selbst wird als „GAP“ bezeichnet. Das Angebot besteht aus interaktiven und kreativen Workshops, die die Lehrinhalte der Schule aufbereiten und ihre praktische Relevanz untermauern und dadurch eine Verbindung zu Berufen herstellen und damit Orientierung schaffen. Die geschaffene Community innerhalb des GAPs kann die Inhalte der Workshops nach eigenen Interessen auch mitgestalten.

Markt & Wettbewerb 

Die Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14–18 Jahren, die in Wien wohnen und eine AHS besuchen. Die Eingrenzung erschließt sich aus dem breiten Spektrum an Fächern der AHS und den dadurch gegebenen Anknüpfungspunkte für die Workshop Inhalte. Jugendliche in dieser Altersgruppe können selbstständig Entscheidungen treffen, was der Grundstein für eine individuelle Förderung ist. *bridging the gap ist auf eine Skalierung ausgerichtet, die sich nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in mehreren Filialen niederschlagen soll, was einem Marktvolumen von knapp 5 Mio. Euro im Raum Wien entspricht. Der erste Standort deckt die Bezirke 1–3 ab, da hier die meisten Schulen des Typs AHS vorhanden sind und eine große Zielgruppe erreicht wird. Am Markt gibt es eine Reihe an Konkurrenzprodukten, die die Weiterbildung von Jugendlichen anbieten, jedoch keines, das die Funktionen von Lernen und Freizeit, Mitgestaltung und Austausch (Community) so altersgerecht vereint, wie *bridging the gap. 

Geschäftsmodell  

Das Geschäftsmodell baut auf einem Mitgliedsbeitragssystem auf, dass mit Hilfe einer Karte, der GAPcard, abgerechnet wird. Die Jugendlichen können mit dieser Karte sowohl im Kaffee, als auch Workshops zahlen, bis der Mitgliedsbeitrag aufgebraucht ist. Mit dieser Karte erhalten sie bei Partnern, wie Sport- oder Musikvereine, Vergünstigungen. Im Gegenzug können sich diese in den Räumlichkeiten des GAPs vorstellen. Weitere Einnahmequellen von *bridging the gap sind Veranstaltungen von Unternehmen oder staatlichen Einrichtung zum Thema Weiterbildung, welche einen Beitrag zu entrichten haben und dafür die Zielgruppe als Publikum erreichen können. 

Gründerteam und Unternehmen 

Das vierköpfige, junge und kreative Gründerteam hat durch Berufserfahrung einschlägige Kompetenzen im Bereich Jugendarbeit, Organisation, Controlling und Marketing gesammelt, um dem neuen Start-Up in jeglichen Bereichen zu Erfolg zu verhelfen. Das Unternehmen ist 2012 als GmbH gegründet worden und soll sich trotz des gemeinnützigen Fokus auf Bildung langfristig selbst tragen können. Zu Beginn wird noch auf Förderungen gebaut. 

Finanzplanung 

Das erste GAP soll 2013 eröffnet werden. Für den ersten Standort wird mit einem maximalen Marktanteil von 20%, was 1.000 Schülern entspricht, gerechnet. Der Mitgliedsbeitrag wird jährlich eingehoben und beträgt 300€. Die größten Kostenpunkte bilden die Raummiete sowie die Entlohnung des Personals. Es gilt als Ziel im 5. Jahr Break-Even zu erreichen und ab dem Zeitpunkt t=7 voll ausgelastet zu sein und die maximale Anzahl der Mitglieder für den ersten Standort zu erreichen. Der Fehlbetrag in den ersten Jahren soll durch Förderungen und eventuelle Spenden gedeckt werden.  

Student Team 

  • Livia Kubelka
    Anna Elisabeth Meisel
    Christian Pawlelis
    Philip Schreiner