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Christ Lacke –Frischer Anstrich furdie Innovationskultur

Sommersemester 2012 

Executive Summary 

Ausgangssituation 

Das mittelständische Unternehmen Christ Lacke ist Teil der Ring InternationalHolding und arbeitet als Hersteller von Nasslacken für dieindustrielle Anwendung, wie etwa auf Nutzfahrzeugen oder Containern.Infolge der Wirtschaftskrise kam es in der gesamten Branche zu einemEinbruch der Nachfrage. Der zusätzliche Verlust eines Großkunden führtezu beträchtlichen Umsatzeinbußen.Nach der Sanierungsphase will das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeitnun langfristig sicherstellen. Durch den verschärften Konkurrenzkampfunter den Lackherstellern und die Oligopolsituation am Rohstoffmarktkann Christ Lacke nur durch Innovativität einen strategischenVorteil erzielen. Derzeit werden Neuprodukte nur auf Kundenanfrageentwickelt.Projektes zu evaluieren. 

Projektziel 

Christ Lacke hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig zwei Produktinnovationenpro Jahr auf den Markt zu bringen. Dazu wird ein Open InnovationModell entwickelt, um die aktive Generierung von Ideen durchdas Unternehmen zu fördern. Es werden neue Quellen für Innovationeninnerhalb als auch außerhalb des Unternehmens gesucht. Zweitens hatsich das Projektteam zum Ziel gesetzt, einen Evaluierungsprozess zuentwickeln, damit Christ Lacke gezielt in die rentabelsten Vorschlägeinvestieren kann. 

Vorgehensweise und Methodik 

Im ersten Schritt wurden die Themenfeldern „Open Innovation fürKMUs“ und „Evaluierungsprozesse“ anhand der aktuellen Literaturaufbereitet. Darauf basierend wurden innovative mittelständische Unternehmenauf ihre Aktivitäten in diesen Bereichen untersucht. Hierfürdienten neben Fallbeispielen aus der Literatur ausführliche Interviewsmit sieben Firmen. Um die Übertragbarkeit dieser Erkenntnisse für ChristLacke sicherzustellen, wurden gezielt andere Lackhersteller, Firmen ausanalogen Branchen sowie innovative KMUs befragt. Zusätzlich gabenGespräche mit Innovationsconsulting-Unternehmen Aufschluss überunterschiedliche Trends und Möglichkeiten im Anwendungsfeld.Aus dem so identifizierten Spektrum an Best Practices selektierte dasProjektteam die relevantesten nach den Kriterien Kosten und Auswirkungenauf das EGT. In Absprache mit Christ Lacke wurden daraus Empfehlungenfür die konkrete Implementierung erarbeitet. 

Ergebnisse 

Die Ergebnisse des Projekts unterteilen sich in Empfehlungen zur Ideengenerierungund -evaluierung:Zur aktiven Generierung von Ideen werden fünf Maßnahmen als besonderspassend angesehen. Hier steht allen voran das regelmäßigeAbhalten von Fokusgruppen mit interdisziplinären Teams. Diese bestehenu.a. aus F&E- bzw. Vertriebsmitarbeiten, Branchenexperten sowieKunden und Lieferanten. Durch die Interdisziplinarität bei der Diskussionverschiedener Themenstellungen bergen solche Treffen ein besondershohes Innovationspotential. 

Die weiteren Maßnahmen zur Ideengenerierung umfassen:

• Mitarbeiterförderung und die Einführung eines Mitarbeitervorschlagssystems

• Intensive Kundenbetreuung und Reklamationsverfolgung

• Trend- und Konkurrenzbeobachtung

• Networking und Messebesuche 

Für die Evaluierung der Ideen wurde ein Entscheidungsprozess konstruiert,der in mehreren Stufen überprüft, ob die Idee neuartig, technischmachbar, wirtschaftlich und zur Unternehmensstrategie passt. Die empfohlenenMaßnahmen werden von Christ Lacke im Laufe der nächstensechs Monate umgesetzt. Aktuell wird bereits die erste Fokusgruppevorbereitet.

Cooperation Partner 

  • Christ Lacke GmbH & Co KG
    Moosfelderstraße 41
    4030 Linz-Ebelsberg
    Österreich

  • Ansprechperson
    Mag. Dietmar Jost
    Geschäftsführer
    E-Mail: dietmar.jost@christ-lacke.at
    DI Ilona Szöllösy
    Laborleitung
    E-Mail: ilona.szoelloesy@christ-lacke.at

Student Team 

  • Isabel Eichinger
    Thomas Javornik
    Roman Schweiger
    Michael Wild
    Jan Winkler