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ProColi – Die innovativeProteinfabrik„made in Austria“

Sommersemester 2012 

Executive Summary

Unternehmen und Gründerteam

ProColi ist ein Spin-Off der Universität für Bodenkultur Wien und beschäftigtsich mit der Verwertung aber auch Weiterentwicklung einesgleichnamigen patentierten Verfahrens im Bereich der biopharmazeutischenE. coli Expressionssysteme zur effizienten Herstellung vonProteinen. Das Unternehmerteam besteht dabei aus drei renommiertenExperten im Bereich der Angewandten Mikrobiologie, welche auch schonseit mehreren Jahren an diesem Verfahren geforscht haben, sowie einemExperten im Bereich des Prozess- und Business Development in derglobalen Biotechindustrie mit mehr als 30 Jahren Erfahrung.

Produkt und Kundennutzen

Bei ProColi handelt es sich um einen neuartigen E. coli Produktionsstamm, der auf der Entkopplung des Zellwachstums von der Proteinbiosynthesebasiert. Dadurch kann zu jedem beliebigem Zeitpunkt dasZellwachstum reduziert und die freiwerdende Energie für eine beschleunigteWirkstoffproduktion verwendet werden. Der wesentliche Vorteil vonProColi liegt somit in der erhöhten Ausbeute (bis zu drei Mal effizienterals bisherige Verfahren) und der Möglichkeit, komplexere und toxischeProteine kostengünstig produzieren zu können.Für die Kunden bringt dies wesentliche Vorteile, da weder Investitionenin neues Labormaterial bzw. andere technische Apparaturen notwendigsind und darüber hinaus Kosteneinsparungen von bis zu 45% beider Herstellung von Proteinen realisiert werden können. Auch könnenmit diesem neuartigen Verfahren bisher nicht-herstellbare Wirkstoffeproduziert werden, welche insbesondere für die Produktion von neuenMedikamenten benötigt werden.

Markt und Wettbewerb

Die relevante Zielgruppe dieses Verfahrens besteht aus allen Unternehmen,die im Bereich der Proteinbiosynthese in E. coli tätig sind. Diessind neben fast allen großen Pharmakonzernen auch viele spezialisierteKMUs sowie eine steigende Anzahl an Vertragsproduzenten („CMOs“).Bei einem angestrebten Marktanteil von 5% kann dadurch ein Marktpotentialvon bis zu 500 Mio. USD innerhalb der nächsten 5 Jahre angenommenwerden.Das ProColi-Verfahren wird direkt mit dem „Bacteriophage T7 GeneExpression System“ von Brookhaven Labs in Konkurrenz treten, wobeidiese Patente Ende 2014 auslaufen. Anschließend können Unternehmenpraktisch nahtlos ihre Produktionsprozesse auf bessere Verfahrenumstellen, wobei allerdings in der Praxis zu erwarten ist, dass dies erstbei der Entwicklung von neuartigen Produkten oder Produktion von Biosimilars zum Tragen kommen wird, da ansonsten aufwendige und vorallem teure klinische Studien wiederholt werden müssten.

Geschäftsmodell und Finanzierung

Zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells wird die internationale Patentierungdes ProColi-Verfahrens sein, da die betrieblichen Einnahmendirekt über die Lizenzgebühren generiert werden. In Summe soll dabeidas Patentportfolio zwischen 40 und 50 Staaten abdecken. Die Kostenfür den gesamten Patentierungsprozess wird die Universität für BodenkulturWien übernehmen. Über eine exklusive Generallizenz an das Spin-Off wird eine langfristige strategische Partnerschaft sichergestellt.Zu Beginn bezahlt der Kunde eine „Initial License“ von mindestens25.000 EUR. Als Gegenleistung erhält dieser dann einen gezüchtetenWirtsorganismus, in den er dann die eigenen Plasmide für die Proteinherstellungeinbauen kann. Findet der Kunde daran gefallen, finden„Case-by-Case“ Preisverhandlungen für die weitere Nutzung statt. DasErgebnis dieser Verhandlung soll dann eine Umsatzbeteiligung zwischen15-25%, sowie umsatzunabhängige Milestonezahlungen von 10.000 bis25.000 EUR sein.

Marketing und Vertrieb

Die Kunden müssen in der Pharmabranche direkt kontaktiert werden.Hier wird zunächst auf das umfangreiche Netzwerk der Gründer zurückgegriffen.Bei Interesse werden anschließend „Show-Cases“ gegen Gebührangeboten, um die Hemmschwelle zu senken und um den Prozessunter realen Umständen demonstrieren zu können.

Cooperation Partner

  • Universität für Bodenkultur Wien

  • Kontaktperson
    Dr. Gerald Striedner
    Dr. Reingard Grabherr
    Dr. Jürgen Mairhofer
    Otto Kanzler

Student Team

  • Anja Gölzner
    Thomas E. Hofer
    Annabelle Mai
    Michael Toborek
    Lukas Übelacker