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RICO - Die Mobilitätshilfe für Kinder

Wintersemester 2011/12 

Executive Summary

Ausgangssituation

Mobilitätsbeeinträchtigte Kinder brauchen Unterstützung beim Sitzen, Gehen und Stehen. Die existierenden Produkte sind meist separate Lösungen, also entweder Sitz-, Geh- oder Stehhilfen. Die einzelnen Mobilitätshilfen müssen nach vier bis sechs Jahren ausgetauscht werden, da sie die Bedürfnisse der Kinder nicht mehr erfüllen. Des Weiteren ist der Wechsel von der Sitzhilfe in die Steh- oder Gehhilfe zu Therapiezwecken mit hohem Aufwand verbunden. Hinzu kommt, dass die Hilfen oft sehr sperrig und selten kindgerecht gestaltet sind.

Produkt

Rico ist eine neuartige Mobilitätshilfe, die verschiedenartig körperlich beeinträchtigten Kindern das Sitzen, Gehen und Stehen erleichtert. Sie vereint drei Funktionen in einem Gerät wodurch der Nutzen für betroffene Kinder erhöht und die Durchführung der täglich notwendigen Physiotherapie vereinfacht wird. Rico basiert auf einem Modulsystem. Durch die Modulbauweise kann auf die Bedürfnisse des Kindes individuell eingegangen werden.

Branche, Markt & Wettbewerb

Die Medizintechnik-Branche erwartet in den nächsten Jahren in der Europäischen Union ein Wachstum von 1,8 %. Besonders die assistive Technologie, der rico zuzuordnen ist, soll im Rahmen der europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010 bis 2020 verstärkt unterstützt werden.

Zielgruppen für rico sind Familien mit mobilitätsbeeinträchtigten Kindern, spezialisierte Rehabilitationszentren, große Krankenhäuser und Therapie-praxen. Unter Einbeziehung der Häuigkeit der für den Einsatz der Mobilitätshilfe relevanten Krankheitsbilder bei Kindern und der Zahl der medizinischen Einrichtungen ergibt sich für rico ein Marktpotenzial von 105.300 Stück in den EU-27.

Beim Markt handelt es sich um einen Nischenmarkt, der bereits von vielen etablierten Unternehmen dominiert wird. Es gibt schon viele separate Sitz-, Steh- und Gehhilfen für Kinder, jedoch keine die alle drei Funktionen in einem Gerät vereint.

Geschäftsmodell

Frau DI (FH) Gimpl wird einen Prototyp entwerfen und später einem Partner aus der Hilfsmittelbranche als Designagentur auf Basis eines Projekthonorars zur Seite stehen. Nach Abschluss der Produktentwicklung wird DI (FH) Gimpl am zukünftigen Umsatz der Produktlinie rico beteiligt sein.

Die Produktlinie rico besteht einerseits aus dem Basis-rico, einer Grundversion mit allen notwendigen Modulen und Zusatzmodulen die separat erworben werden müssen. Sollte es nach Produktlaunch notwendig sein weitere Module zu entwickeln, steht Frau DI (FH) Gimpl (wiederum auf Basis eines Projekthonorars) dem Hersteller zur Seite.

Das Modulsystem von rico ist nicht nur für den Kunden von Vorteil, sondern auch für den zukünftigen Partner. Einerseits werden die Kunden langfristig an das Produkt gebunden, andererseits kann der Partner durch den Verkauf der Module auch Jahre nach dem Verkauf des Basis- Gerätes noch Einnahmen erzielen.

Marketing

Der Fokus des Marketings vor der Partnerindung liegt zum einem auf den Dialogrunden, welche den direkten Austausch zwischen den Familien, den Experten, DI (FH) Gimpl und ihrem Team fördern sollen. Zum anderen liegt er auf der Homepage www.rico4kids.at. Beides soll helfen ein Netzwerk um rico aufzubauen, potentielle User über Neuigkeiten zu informieren und zu diesen bereits jetzt eine Bindung aufzubauen.

Unternehmerteam

Die Idee zu rico stammt von der erfahrenen Industriedesignerin DI (FH) Michaela Gimpl. Sie ist die Eigentümerin der Designschmiede Gimplgrün und war schon für namhafte Unternehmen wie Sagem und Phillips tätig. Für ihre Arbeit und besonders für rico erhielt DI (FH) Michaela Gimpl schon einige Auszeichnungen, (z.B. Mingo Award, 2011).

DI (FH) Michaela Gimpl wird von Mag. Martin Aichholzer in Marketingfragen, von Jürgen Wahl in inanziellen Angelegenheiten und von der Physiotherapeutin Christina Wiegele in therapeutischen Fragen unterstützt.

Finanzplanung

Im Jahr 2015 soll die Produktlinie rico zum Verkauf angeboten werden. Es wird davon ausgegangen, dass bei den Erstkäufern sechs Prozent und bei den Ersatzkäufern, Zielkunden die schon separate Hilfen besitzen, drei Prozent erreicht werden können. Dies entspricht einem Absatz von 826 Stück.

Wie im Marketing liegt der Schwerpunkt der Liquiditätsplanung auf der Phase vor der Partnerindung. Die größte Auszahlung stellt hier das erste Prototyping dar. Höhere Positionen werden auch die Vergütungen für die Berater einnehmen. Alles in allem ergibt sich ein Finanzierungsbedarf von 350.000 bis 400.000 Euro.

Cooperation Partner

  • Designschmiede Gimplgruen
    Webgasse 29/3
    1060 Wien
    Österreich

  • Kontaktperson
    DI (FH) Michaela Gimpl
    Tel.: +43 (0) 6764457781
    Email: michaela.gimpl@gimplgruen.at

Student Team

  • Martina Hörhan
    Rebecca Jelenko
    Lukas Rudari
    Stefanie Tschandl