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GründerSchmiede – Der interdisziplinäre Weg zur erfolgreichen Gründung

Sommersemester 2011 

Executive Summary

Aufgrund der räumlichen Trennung der Universitäten in Wien haben Studenten verschiedener Disziplinen kaum eine Möglichkeit, miteinander zu arbeiten. Für erfolgreiche Gründungen ist eine interdisziplinäre Zusammensetzung jedoch essentiell.

Die Gründerschmiede bietet in Wien erstmals einen gemeinsamen Ort, an dem sich Studierende aller Fachrichtungen vernetzen können, um Gründungsideen gemeinsam zu entwickeln. Dabei wird mit einem Gebäude, als auch durch eine Online Plattform in Form einer Gründerbörse die Möglichkeit eines interdisziplinären Austausches geboten. Gleichzeitig soll durch die institutionalisierte Vernetzung und den Marktauftritt der Gründerschmiede ein Bewusstsein für Innovations- und Gründungsleistungen geschaffen werden.Die Gründerschmiede stellt durch eine frühe Positionierung und kooperative Beziehung zu den anderen Marktteilnehmern eine erste und zentrale Anlaufstelle für potentielle Nutzer dar. Studenten sind in ein Netzwerk eingebettet und werden bei Bedarf an die relevanten Stellen im Kooperationsumfeld weitergeleitet.

Nach einer erfolgreichen Etablierung der Gründerschmiede und der grundlegenden Angebote werden im Laufe der Zeit weitere Leistungen angeboten werden. Hierunter fallen zum Beispiel die Gestaltung von Events und die Vermittlung von Beratung, Expertenhilfe, Weiterbildung oder Finanzierung.Die Initiative wird auf Basis eines Non-Profit Vereins gegründet, durch den zu Beginn keine Einnahmen lukriert werden. Als Kapitalbedarf werden im ersten Jahr € 515.000, für 3 Jahre kumuliert € 1,2 Mio. und für 5 Jahre € 1,96 Mio. an Fördergeldern veranschlagt.

Ausgangssituation

Durch die räumliche Verteilung der Universitäten und Fachhochschulen in Wien fehlt Studierenden, die unternehmerisch tätig sein und sich dabei mit Gleichgesinnten anderer Fachrichtungen austauschen wollen, eine Vernetzungsmöglichkeit, um Ideen zu vertiefen oder gemeinsam zu entwickeln. Weiters hinkt Österreich im Bereich Unternehmertum anderen Industrieländern deutlich hinterher, was unter anderem auch auf ein fehlendes Bewusstsein in der Bevölkerung zurückzuführen ist.

Dienstleistung

Hier setzt die Gründerschmiede an: Sie stellt ein Spektrum verschiedener, zusammenhängender und aufeinander abgestimmter Module zur Verfügung. Die Leistungen sollen dabei sowohl auf einer Online Plattform als auch an einem physischen Standort angeboten werden. Als Hauptleistung bietet die Gründerschmiede den Nutzern die Möglichkeit ein interdisziplinäres Netzwerk aufzubauen. Zudem soll für Studierende und für die breite Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Innovationsleistung und Unternehmensgründungen geschaffen werden. Zielkunden sind Studierende in Wien.  Für die Nutzer ergeben sich wesentliche Vorteile: Sie können jederzeit kostenlos undohne konkrete Idee auf die Community zurückgreifen und lernen dabei kreative Menschen anderer Fachrichtungen kennen. Außerdem gibt es erstmals einen zentralen Ort und eine einzige Ansprechstelle für den gesamten Gründungsprozess, wo Interessierte bei Bedarf weitervermittelt werden können.

Unternehmen

Die Gründerschmiede verfolgt zwei wesentliche Ziele:Es wird für die Nutzer eine Community mit physischem und virtuellem Treffpunkt geschaffen, welche die Schnittstelle zwischen allen Disziplinen darstellt.

Durch die Schaffung eines Bewusstseins für Unternehmertum soll eine Steigerung der Anzahl an Unternehmensgründungen im Raum Wien erreicht werden.

Die Initiative ist zeitlich sehr früh – vor den anderen Marktteilnehmern – in die Kette der Unternehmensgründungsphase eingegliedert. Auch unterscheidet sich diese Initiative durch den starken Fokus auf Studierende und die klar definierten, weniger diversifizierten, Hauptleistungen von den anderen Marktteilnehmern.

Derzeit wird noch Konzeptionsarbeit geleistet und mit potentiellen Unterstützern verhandelt. Ende 2011 sollen die Förderungsanträge bewilligt sein. Im Frühling 2012 soll der Bau für das Gebäude beginnen und in den darauffolgenden Monaten wird die erste Marketingkampagne gestartet. Im Sommer 2012 soll das Gebäude eröffnet werden.

Geschäftsmodell

Als Non-Profit Unternehmen wird lediglich eine Kostendeckung angestrebt. Die Gründerschmiede agiert als Fördereinrichtung und ist deshalb kurz- und mittelfristig auch von Fördermitteln des Staates oder anderer Organisationen abhängig. Auch indirekte Formen der Unterstützung, wie Mietentlastungen, sollen eine erfolgreiche Realisierung ermöglichen.

Markt und Wettbewerb

Die Gründerschmiede operiert in einer Kooperationslandschaft, in der eine konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Marktteilnehmern angestrebt wird.Es lässt sich ein Marktpotential von 167 Tsd. und ein Marktvolumen von 23 Tsd. Personen feststellen. Da der Marktanteil nur schwer quantifiziert werden kann, wird dieser über Gründungen definiert. Im Most-Likely Case bringt die Gründerschmiede nach drei Jahren 28 Start-ups hervor.

Organisation

Der Ideengeber und strategische Leiter Mag. Thomas Maidorfer ist freiberuflicher Unternehmensberater und zudem als Lektor und Doktorand an der WU am Institut für Unternehmensführung tätig. Wichtige, grundlegende Entscheidungen werden von einem Lenkungsgremium getroffen, das sich aus Vertretern der unterschiedlichen Universitäten zusammensetzt. Die operative Leitung soll von einem Doktoranden und einem Mitarbeiter von StartEurope erfolgen. Der laufende Betrieb wird von Studenten unterstützt.

Marketing

Der Fokus der Markteintrittsstrategie liegt gezielt auf der Promotion. Bereits vor der Eröffnung soll eine möglichst flächendeckende Bekanntheit innerhalb der Zielgruppe erlangt werden. Dabei wird besonders auf ein diversifiziertes Vorgehen gesetzt, bei dem die Studierenden der verschiedenen Universitäten gezielt mit dem für sie am besten geeigneten Marketing-Mix angesprochen werden. Dabei wird mit klassischen Instrumenten und Guerilla Marketing gearbeitet.

Finanzen

Das Gebäude, der Personalaufwand und die Marketingaufwände stellen die größten Zahlungspositionen dar. Für das erste Jahr ergibt sich ein Kapitalbedarf von € 515.000, nach drei Jahren beträgt der kumulierte Bedarf € 1,2 Mio. und nach weiteren zwei Jahren erhöht sich dieser kumuliert auf € 1,96 Mio. Da eine Förderungsfinanzierung aus einer Hand bei diesem Investitionsvolumen nur schwer möglich ist, wurde eine Stufenplanung entwickelt, welche die Auszahlungen priorisiert und in drei Kategorien einteilt.

Cooperation Partner

Student Team

  • Lisa Lintschinger
    Stefan Pechar
    Nikolai Scheurecker
    Florian Smeritschnig
    Lisa Wiederer