Vorlesen

Breathing Innovation … innovating respiratory protection systems

Sommersemester 2011 

Executive Summary

Breathing Innovation ist eine technische Komponente, die eine effizientere Nutzung von Atemschutzgeräten erlaubt. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr bedeutet dies eine große Erleichterung bei ihren oft gefährlichen Einsätzen, denn durch Breathing  Innovation kann entweder das Gewicht der Ausrüstung reduziert werden, oder die Einsatzzeit verlängert werden. Vor allem die Möglichkeit der Gewichtseinsparung und eine drastische Kosteneinsparung im Vergleich zu ähnlich leistungsstarken Produkten, machen diese technische Komponente zu einem vielversprechenden Produkt am Markt für Sicherheitsausrüstung.

Ausgangssituation

Bei jedem der jährlich rund 25.000 Brandeinsätze allein in Österreich, sind die Feuerwehrmänner mit großer Hitze, starker Rauchentwicklung und schlechter Sicht konfrontiert. Die Ausrüstung, die in diesen Fällen lebensnotwendig ist, wiegt insgesamt etwa 26 kg und senkt die Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte beträchtlich. Der Anteil des Atemschutzgerätes an diesem Gewicht beträgt rund 75%.

Die Kosten für ein Atemschutzgerät sind sehr hoch. Vor allem Spezialgeräte, die aufgrund ihrer lang anhaltenden Sauerstoffreserven für Einsätze mit weiten Anmarschwegen, wie etwa in einem Tunnel, gebraucht werden, sind mit einem Preis von € 7.800 sehr teuer.

Produkt

Breathing Innovation ist eine innovative technische Komponente, die die Nutzung von Atemschutzgeräten in zweierlei Hinsichten effizienter gestalten kann. Entweder
kann das Gewicht reduziert werden, ohne dass die Zeit, in der Sauerstoff zur Verfügung steht verkürzt wird, oder die mögliche Atemzeit wird bei gleichbleibendem Gewicht verlängert. Mit einem Preis von insgesamt € 2.600 betragen die Anschaffungskosten bloß ein Drittel der vergleichbaren Spezialgeräte.

Von Breathing Innovation gibt es zwei Produktvarianten. Zum Einen wird die technische Komponente als Nachrüstprodukt, die in ein bestehendes Atemschutzgerät integriert werden kann angeboten. Zum Anderen gibt es Breathing Innovation als Komplettsystem und wird so zusammen mit einem Atemschutzgerät verkauft. Beide Produktvarianten benötigen vor jedem Einsatz einen frischen Atemkalkfilter, der als austauschbare Kartusche angeboten wird.

Geschäftsmodell

Der Erfinder dieser neuartigen Komponente und Begründer von Breathing Innovation ist DI Andreas Gradischar. Die Kompetenz des Unternehmens liegt in der technischen Entwicklung und Realisierung des Prototypen. Außerdem übernimmt das Unternehmen die Abwickelung des Patentierungsprozesses. In Folge wird eine Lizenzvergabe angestrebt, bei der alle der Forschung und Entwicklung folgenden Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette an den Lizenznehmer abgegeben werden. Bei der Lizenzierungsstrategie gibt es zwei Ausgestaltungsmöglichkeiten. Eine davon ist eine Partnerschaft mit einem Hersteller, der bereits einen großen Marktanteil im Bereich Atemschutz hat. Darüber hinaus kann die Lizenz an einen kleineren Hersteller vergeben werden. Der Lizenznehmer generiert seinen Erfolg durch den Verkauf der technischen Komponente und der Atemkalkalkpatronen.

Markt

In den kommenden Jahren wird in Europa mit einem jährlichen Wachstum von etwa 5% im Bereich Sicherheitsausrüstung gerechnet. In diesen Sektor fällt auch Breathing Innovation. Der konkrete Zielmarkt sind Feuerwehren, die ein Bedürfnis nach Spezialgeräten, mit großen Sauerstoffreserven haben. Das sind vor allem Betriebs- und Berufsfeuerwehren, vereinzelt aber auch Freiwillige Feuerwehren. Dabei wird die Komponente als kostengünstiges Substitut, der bisher am Markt erhältlichen speziellen Atemschutzgeräte positioniert. Die Markteinführung ist für das Jahr 2013 vorgesehen. Zunächst ist eine geografische Konzentration auf die DACHRegion und die restliche EU geplant und in weiterer Folge wird dieser Markt durch die USA erweitert. Damit ergibt sich ein anfängliches Marktpotential von € 43,1 Millionen pro Jahr.

Finanzplanung

Da für Breathing Innovation eine Lizenzvergabe geplant ist, liegt der Fokus im Finanzplan auf den Einnahmen für den Lizenzgeber. Dieses Ertragsmodell basiert auf mehreren Einnahmequellen. Das Downpayment, bei Vertragsunterzeichnung vom Lizenznehmer geleistet, stellt eine Entschädigung für die Patent- und Entwicklungskosten dar. Des Weiteren wird der Lizenzgeber prozentuell am Verkauf der technischen Komponente und den Atemkalkfiltern beteiligt.

Bei Vertragsabschluss mit einem Marktführer wird im Most-Likely-Case 2012 mit einem Downpayment von € 140.000 gerechnet und für 2014 ein positives Ergebnis von rund € 6.170 erwartet, welches in den darauffolgenden Jahren kontinuierlich steigt.

Cooperation Partner

Student Team

  • Astrid Hainzl
    Anton Sodia
    Bianca Strunz
    LivioJelinek
    Manuel Pusterhofer