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„Paris sehen und gründen“ – Die Wirkung von interkultureller Erfahrung auf die Fähigkeit zur Opportunity Recognition

Wintersemester 2010/2011 

Executive Summary 

1. Zusammenfassung 

Zahlreiche empirische Befunde zeigen, dass geographisch mobile Personen überdurchschnittlich oft unternehmerisch tätig sind. In vielen Ländern gründen beispielsweise Menschen mit Migrationshintergrund häufiger Unternehmen als sozio-demographisch vergleichbare Personen in ihren Herkunftsländern. Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig und teilweise unklar. Ziel des vorliegenden Forschungsprojektes ist es, eine neue, bisher nicht untersuchte Systematik hinter der Gründungspräferenz geographisch mobiler Menschen zu beleuchten: Die Wirkung interkultureller Erfahrung auf die Fähigkeit, attraktive Gründungsgelegenheiten zu erkennen.  

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Auslandaufenthalte kognitive Veränderungen hervorrufen, die das Auffinden von Geschäftsmöglichkeiten erleichtern. Die Frage wurde
in einer empirischen Studie mit 820 Teilnehmern in über 120 Ländern untersucht. Die Ergebnisse bestätigen die grundlegende Annahme des Forscherteams: Tatsächlich steigert eine Auslandserfahrung die Fähigkeit vieler Teilnehmer zur kreativen Problemlösung und dadurch die Fähigkeit, neuartige unternehmerische Opportunities zu erkennen. 

2. Theoretischer Hintergrund 

Der Zusammenhang von Migranten und ihrer Affinität zu Entrepreneurship und somit zur Gründungsneigung ist in der Literatur umfangreich erforscht (Levie 2007, Sahin, Baycan-Levent, Nijkamp, 2009; Kim et al., 2005). Immigranten sind in Hochtechnologie Gründerzentren oft überrepräsentiert (Saxenian, 1999, 2008) und in vielen Ländern öfter als Unternehmer oder Selbständige tätig, als nicht-mobile Personen mit ähnlichen Eigenschaften und Fähigkeiten (Borjas, 1986, Fairli & Meyer, 1996). Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig und umfassen neben sozialen Kontextvariablen (z.B. Chancen am Arbeitsmarkt, sprachliche Differenzen) auch Unterschiede in der Persönlichkeit und Ressourcenausstattung.  

Ein bislang nicht untersuchter Aspekt ist die Wirkung von Auslandsaufenthalten auf die Fähigkeit zur Opportunity Recognition, d.h. das Erkennen von neuen, kommerziell attraktiven Gründungsgelegenheiten. Opportunity Recognition gilt als wesentliches, definierendes Merkmal unternehmerischen Handelns und als erlernbare Fähigkeit (Venkataraman, Shane, 2000). Die vorliegende Studie beleuchtet die Rolle von Auslandserfahrungen als Lernumgebung für die Fähigkeit zu Opportunity Recognition. Sie versucht folgende Forschungsfrage zu beantworten:  

Wie verändert eine interkulturelle Erfahrung die Fähigkeit eines Menschen unternehmerische ‚Opportunities’ wahrzunehmen?  

Ausgehend von dieser Fragestellung werden drei Hypothesen aufgestellt, durch deren Überprüfung der Einfluss interkultureller Erfahrung auf die Opportunity Recognition untersucht wurde. Sie wurden vor dem Hintergrund einer state-of-the-art Literaturrecherche zu relevanten Themenbereichen in Forschung zu Psychologie, interkulturellem Austausch und Entrepreneurship aufgestellt. 

3. Hypothesen 

Auslandsaufenthalte gelten als intensive Lernumgebungen, die tiefgreifende kognitive Veränderungen ermöglichen. Untersuchungen zeigen, dass Auslandserfahrungen die Entwicklung von so vielfältigen kognitiven Fähigkeiten wie interkultureller Kompetenz oder moralischem Urteilsvermögen fördern können (Anderson, 1994, Endicott et al. 2003). Auch die Steigerung der geistigen Offenheit gegenüber neuer Information, sowie die Fähigkeit zu kreativ-assoziativem Denken wurden in jüngerer Forschung als mögliche Auswirkungen einer Auslandserfahrung aufgezeigt (Leung, Chiu, 2010, Maddux, Galsinky, 2009). Solche Fähigkeiten erleichtern das Erkennen und Erfassen von unternehmerischen Handlungsmöglichkeiten bzw. die Entwicklung von Gründungsideen (Lumpkin et al, 2006).  

Das Aneignen dieser Fähigkeiten erfolgt dabei im Zuge der Auseinandersetzung mit einer anderen Kultur. Der Kontakt mit einer zunächst unbekannten Kultur geht zumeist mit einer mehr oder weniger starken Adaption einher (Bennet, 1997). Darunter ist eine Veränderung des Verhaltens, der Einstellungen, Werte und Normen zu verstehen, mit dem Ziel, sich in der fremden Kultur besser zu Recht zu finden. Durch diesen Adaptionsprozess kommt es zu einem Lerneffekt, der durch die Intensität der Auslandserfahrung, sowie durch das Verhalten der jeweiligen Person im Gastland, verstärkt wird.
Es erscheint somit wahrscheinlich, dass die vielfältigen Eindrücke einer Auslandserfahrung einen Lernprozess aktivieren, der die Fähigkeit zur Opportunity Recognition begünstigt.

H1: Interkulturelle Erfahrung steigert die Fähigkeit, unternehmerische Opportunities wahrzunehmen.

Beim Kennenlernen fremder Kulturen wird offensichtlich, dass bekannte Gegenstände, Normen, Zusammenhänge und soziale Interaktionen völlig anders interpretiert werden können. Ein Besucher eines Supermarktes findet beispielsweise gänzliche andere, bisher unbekannte Produkte vor, als in seinem gewohnten Einkaufsumfeld. Die interkulturelle Erfahrung ermöglicht das Wahrnehmen und den direkten Vergleich dieser Lösungen mit Alternativen aus dem Herkunftsland. Das Erkennen dieser Unterschiede und ihrer grundsätzlichen Systematik fördert das Aufbrechen von geistigen Rigiditäten. Sie ermöglicht höhere kognitive Flexibilität – die Bereitwilligkeit, mit der das Individuum seine Wahrnehmung verändert (Scott, 1962). Ein Mensch mit hoher kognitiver Flexibilität ist in der Lage Ideen zu generieren, die von bestehenden Lösungen abweichen und kreative Problemlösungen zu finden. Hohe kognitive Flexibilität ermöglicht es daher auch, innovative Opportunities zu erkennen.  

Vor diesem Hintergrund lassen sich zwei weitere Hypothesen ermitteln:

H2a: Interkulturelle Erfahrung steigert die kognitive Flexibilität. 

H2b: Kognitive Flexibilität steigert die Fähigkeit, unternehmerische Opportunities wahrzunehmen.

Neben dem Aufbrechen von Denkrigiditäten eröffnen Erfahrungen im Ausland dem Individuum auch Wissen über neue Märkte, Kundenprobleme und deren Lösungen, welches im Herkunftsland nicht zugänglich ist. Dieses Wissen gilt als wesentliche Bedingung zum Erkennen neuer, unternehmerischer Gelegenheiten (Shane, 2000). Dadurch wird es Individuen mit interkultureller Erfahrung möglich, Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen, die anderen verborgen bleiben. Zusätzlich zeigt aktuelle Forschung, dass interkulturelle Erfahrung die Empfänglichkeit für Ideen aus fremden Kulturen steigert (Leung, Chiu, 2010), was die Nutzbarmachung von neuem Wissen weiter erhöht. 

Abgeleitet aus diesen Tatsachen ergeben sich zwei weitere Hypothesen.

H3a: Interkulturelle Erfahrung steigert das Wissen über Märkte, Lösungen und Kundenprobleme. 

H3b: Wissen über Märkte, Lösungen und Kundenprobleme steigert die Fähigkeit, unternehmerische Opportunities wahrzunehmen.  

4. Methode 

Um die Forschungsfrage zu beantworten und die Hypothesen zu testen, wurde das Quasi-Experiment als Forschungsdesign festgelegt und im Dezember 2010 durchgeführt. Dieses ermöglicht das Testen von Kausal- Hypothesen, indem möglichst gleiche Bedingungen für die Untersuchungsgruppen geschaffen werden. Die Untersuchungsgruppen unterschieden sich dabei vor allem durch ihre Auseinandersetzung mit dem Ausland: 

  • Experimentalgruppe 1 setzt sich aus Personen zusammen, die in absehbarer Zeit einen Auslandsaufenthalt antreten und somit interkulturelle Erfahrung sammeln werden. 

  • Experimentalgruppe 2 besteht aus Personen, welche bereits interkulturelle Erfahrungen im Zuge eines Auslandsaufenthalts sammeln konnten. 

  • Die Kontrollgruppe hat bisher weder interkulturelle Erfahrung gesammelt noch die Intention ins Ausland zu gehen. 

Die Erhebung wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Auslandsstudien (ZAS) an der WU mit Studierenden der WU Wien durchgeführt. Die Abfrage erfolgte mittels Online-Erhebung. In zwei Wellen nahmen insgesamt 820 Studierende in 124 Ländern an der Studie teil, was einem Rücklauf von rund 30% in den Experimentalgruppen und rund 7% in der Kontrollgruppe entspricht.
Die Operationalisierung der wesentlichen Konstrukte erfolgte durch Selbsteinschätzungsfragen sowie durch zwei Aufgabenreihen. Die Ergebnisse der offenen Aufgaben wurden im Anschluss durch „blinde“ Rater, mit Unterstützung von Branchenexperten paarweise ausgewertet. 

  • 1. Auslandserfahrung wurde als Absolvierung eines Auslandssemesters operationalisiert. Verschiedene Eigenschaften des Semesters (z.B. Länge, Ort) sowie vorangegangene Auslandserfahrungen wurden zusätzlich abgefragt. 

  • 2. Opportunity Recognition: In einer zweistufigen Aufgabe wurden Probanden eingeladen, möglichst viele innovative Geschäftsmöglichkeiten zu finden und die besten
    Ideen auszuwählen. Die Abfrage erfolgte in zwei klar umrissenen Szenarien und unter zeitlicher Begrenzung. 

  • 3. Wissen wurde als reflektives Konstrukt durch selbst entwickelte Skalen in Bezug auf die jeweiligen Aufgaben abgefragt (Cronbachs Alpha: 0,86) 

  • 4. Kognitive Flexibilität wurde mit dem Test für alternative Verwendungsmöglichkeiten (Brick Test) nach Guilford et al. (1967) gemessen:
    Die Probanden wurden gebeten, innerhalb von zwei Minuten möglichst viele sinnvolle alternative Anwendungsideen für eine PET-Flasche (z.B. als Blumenvase, Wurfgeschoß,…) zu finden. 

5. Ergebnisse 

Die Haupterhebung wurde im Dezember 2010 durchgeführt und bis Mitte Jänner 2011 bewertet und kodiert. Die vorliegenden Ergebnisse sind erste Ergebnisse der Auswertung dieser Daten. 

Online Ideenwettbewerbe und Crowdsourcing- Plattformen sind eine erfolgsversprechende Möglichkeit, um User in den Innovationsprozsess zu integrieren. (Prügl & Schreier 2006; von Hippel 2001; Thomke & von Hippel 2002; von Hippel & Katz 2002; Franke & Piller 2004; Piller & Walcher 2006).  

Die hohe praktische Relevanz von Crowdsourcing ist an zahlreichen Erfolgsbeispielen wie iStockphoto, Atizo oder Innocentive ersichtlich, wobei Art und Umsetzung der Geschäftsmodelle stark variieren. Diese Beispiele zeigen, dass man die Ideenqualität bei gleichzeitiger Senkung von Kosten- und Zeiteinsatz steigern kann (Piller & Walcher 2006; Howe 2008). Die Forschungsfrage der Untersuchung lautete:

5.1 Deskriptive Analyse 

Die Fragebögen wurden von insgesamt 820 Studierenden vollständig ausgefüllt, wobei die Kontrollgruppe 244 Probanden, die Experimentalgruppe I 240 Probanden und Experimentalgruppe II 225 Probanden umfassten.[1] Das Medianalter der Befragten waren 23 Jahre. Rund 30% der Befragten hatten unabhängig vom Auslandssemester in den letzten 10 Jahren bereits ein oder mehrere Jahre im Ausland gelebt, 10% sogar vier Jahre und mehr. Knapp 50% der Studierenden hat für seinen Auslandsaufenthalt ein Ziel in Europa gewählt, rund ein Fünftel Nord-Amerika.  

[1] Eine weitere Experimentalgruppe II umfasste 111 ausgefüllte Fragebogen. Die Ergebnisse dieser Gruppe sind im Bericht nicht enthalten. 

5.2. Statistische Auswertung der Ergebnisse  

Im Rahmen der Analyse wurden multiple lineare Regressionen und Mittelwertvergleiche durchgeführt. Die folgenden zwei Grafiken fassen die Ergebnisse der Analyse auf einen Blick zusammen

[Abb. vgl. unten]
Abb.1: Auswertung Opportunity Recognition nach Zahl der identifizierten Geschäftsideen

[Abb. vgl. unten]
Abb.2: Auswertung Opportunity Recognition nach Neuartigkeit der Ideen 

H1: Die Überprüfung der H1 ergab gemischte Ergebnisse. Zwar liegt der Mittelwert der identifizierten Opportunities in der Gruppe mit Auslandserfahrung (3,75) über dem der Gruppe ohne Auslandserfahrung (3,58), erreicht jedoch einen zu hohen p-Wert, um
die Hypothese zu bestätigen. Hinsichtlich der Neuartigkeit der identifizierten Opportunities kann H1 jedoch bestätigt werden. Die von Studierenden nach ihrem Auslandssemester identifizierten Opportunities weisen einen signifikant höheren Neuartigkeitsgrad (p=0,064) auf als jene der Vorher-Gruppe.

H2a: Die Wirkung des Auslandssemesters auf die kognitive Flexibilität kann in beiden Analysen bestätigt werden (p=0,032 bzw. p=0,027). Studierende nach dem Auslandssemester weisen einen höheren Grad an kreativem Problemlösungspotential auf. 

H2b: Wie erwartet zeigt kognitive Flexibilität einen starken Effekt auf die Identifikation von vielen und neuen Opportunities (p=0.000 bzw. p=0,016). 

H3a: Die angenommene Wirkung von Auslandserfahrung auf spezifisches Wissen um Märkte, Kundenprobleme und Lösungen kann im vorliegenden Datensatz nicht bestätigt werden. Studierende vor und nach ihrem Auslandssemester weisen bei dieser Variable keinen signifikanten Unterschied auf. 

H3b: Diese Hypothese kann teilweise bestätigt werden. Wissen um Märkte, Kundenprobleme und Lösungen beeinflusst stark und signifikant (p=0,000) die Zahl der identifizierten Opportunities, nicht jedoch deren Neuartigkeitsgrad. 

6. Diskussion der Ergebnisse 

Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen teilweise die erwarteten Effekte. Studierende sind nach ihrem Auslandssemester tatsächlich in der Lage, neuartigere Ideen zu identifizieren, als Studierende vor dem Semester. Eine besondere Rolle scheint dabei kognitive Flexibilität zu spielen. Diese ist bei Studierenden nach einem Auslandsemester oder -praktikum signifikant stärker ausgeprägt, als bei Studierenden vor einer solchen Erfahrung. Sie übt dabei positiven Einfluss auf ihre Opporunity Recognition Fähigkeit aus. Beide Effekte sind auch bei Berücksichtigung von Kontrollvariablen wie Alter, Gründungserfahrung und vorherige Auslandserfahrung stabil und signifikant.

Hinsichtlich der Zahl der identifizierten Ideen konnte die Haupthypothese nicht bestätigt
werden. Eine mögliche Ursache dafür ist das sehr enge Zeitlimit von vier Minuten, das Studierende bei der Bearbeitung der Opportuntiy-Recognition Aufgabe zu berücksichtigen hatten. Auch beim erworbenen Wissen wurden die Erwartungen nicht bestätigt das Ausmaß von neu erworbener Information über Märkte, Kundenprobleme und Lösungen war bei beiden Studierendengruppen gleich hoch ausgeprägt.

Die Ergebnisse haben eine Reihe von Implikationen für das Verständnis der hohen Unternehmensgründungsneigung von international mobilen Personen.
(1) Die Ergebnisse legen nahe, dass Teile der kognitiven Fertigkeiten der Opportuntity Recognition im Zuge des interkulturellen Austausches tatsächlich erworben werden.
(2) Insbesondere die kognitive Flexibilität scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen und durch die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Umfeld erhöht zu werden. International mobile Personen sind somit nicht ausschließlich aufgrund von kontextualen Faktoren im Ankunftsland oder aufgrund „mitgebrachter“ Ressourcen oder Persönlichkeitsmerkmalen zu unternehmerischem Handeln geneigt. Unabhängig von Person und Kontext scheint der Migrationsprozess selbst, kognitive Veränderung in Gang zu setzen, die Entrepreneurship begünstigen. 

7. Literaturverzeichnis und weiterführende Literatur 

  • Borjas, George J. 1986. „The Self-Employment Experience of Immigrants.“Journal of Human Resources 21(4):485–506.

  • Corbett, A. C. 2005. Experiential learning within the process of opportunity identification and exploitation. Entrepreneurship Theory Practice 29(4) 473– 491.

  • Dimov, D. P. 2007a. Beyond the single-person, single-insight attribution in understanding entrepreneurial opportunities. Entrepreneurship Theory Practice 31(5) 713–732. 

  • Dimov, D. P. 2007b. From opportunity insight to opportunity intention: The importance of person-situation learning match. Entrepreneurship Theory Practice 31(4) 561–584. 

  • Kim, Phillip; Aldrich, Howard (2005): Social Capital and Entrepreneurship; Now Publishers, Delft. 

  • Leung, A. K-y., & Chiu, C-y. (in press-a). Multicultural experience, idea receptiveness, and creativity. Journal of Cross-Cultural Psychology. 

  • Maddux, W. W., & Galinsky, A. D. (2009). Cultural borders and mental barriers: Living in and adapting to foreign cultures facilitates creativity. (Working Paper No. 2007/51/ OB). Fontainebleau, France: INSEAD 

  • Tadmor, C. T., & Tetlock, P. E. (2006). Biculturalism: A model of the effects of second-culture exposure on integrative complexity. Journal of Cross-Cultural Psychology, 37, 173–190. 

  • Levie, J., & Hunt, S. (2007). Culture, institutions and new business activity: Evidence from global entrepreneurship monitor. In S. A. Zahra, C. G. Brush, P. Davidsson, J. Fiet, P. G. Greene, R. T. Harrison, M. Lerner, C. Mason, G. D. Meyer, J. Sohl, & A. Zacharakis (Eds.), Frontiers of entrepreneurship research 2004 (pp. 519–533). Babson Park, MA: Babson College. 

  • Saxenian A. 2006. The New Argonauts: Regional Advantage in a Global Economy. Cambridge, MA: Harvard Univ. Press  

  • Shane, S. A. 2000. Prior knowledge and the discovery of entrepreneurial opportunities. Organ. Sci. 11(4) 448–469. 

  • Shepherd, D. A., D. R. DeTienne. 2005. Prior knowledge, potential financial reward, and opportunity identification. Entrepreneurship Theory Practice 29 (1) 91–112.  

  • Sahin, Mediha; Nijkamp, Peter; Baycan Levent, Tüzin (2009): Migrant Entrepreneurship from the Perspective of Cultural Diversity; In: Handbook of Research on Ethnic Minority Entrepreneurship: A Co-evolutionary View on Resource Management; Edward Elgar Publishing; 99–114 

  • Ward, T. B. 1995. What’s old about new ideas? S. M. Smith, T. B. Ward, R. A. Finke,  eds. The Creative Cognition Approach. MIT Press, Cambridge, MA, 157–178.

Student Team

  • Anic Denis
    Botan Patricia
    Butkovic Magdalena
    Eckmayr Florian
    Mattes Rachel Rebecca
    Oberlechner Christoph
    Richter Stefanie Dorothee E.
    Schmidbauer Reinhard
    Tuzinska Leona
    Weber Elisabeth Sophia Julia
    Zacke Stephan
    Znasikova Katarina

Anhang: Abbildungen