Vorlesen

essentiel-Vienna: Neue Anwendungen für ein innovatives Input-Device

Wintersemester 2010/11

Executive Summary

Kurzbeschreibung:

Das Unternehmen Essentiel in Wien und San Francisco, gegründet von DI Ernst Stöttinger, bietet Leistungen in den Bereichen Industrial Design, Engineering, Sourcing und Marketingaktivitäten.

Für die IMPA-touch Technologie, die die Herstellung von berührungsempfindlichen Bedienelementen mit neuartigen Eigenschaften erlaubt, sollten im Zuge dieses Projektes für Essentiel neue Anwendungsgebiete systematisch gefunden werden und diese nach ihrer kommerziellen Verwertbarkeit untersucht werden. Für die aus betriebswirtschaftlicher Sicht attraktivsten Bereiche wurden darüber hinaus konkrete Kommerzialisierungsstrategien entwickelt.

Ausgangssituation

Die IMPA-touch Technologie erlaubt die Herstellung von berührungsempfindlichen Bedienelementen mit einer Glasoberfläche, wobei diese Glasoberfläche Vertiefungen haben kann.

Anders als bei herkömmlichen Touchscreens wird bei dieser Technologie keine zusätzliche Folie angebracht und es werden keine weiteren Platinen zur Sensorendetektion benötigt. Somit entsteht eine äußerst robuste Konstruktion, die auch von Lufteinschlüssen unabhängig ist, da diese – wie bei der Folientechnologie – gar nicht erst entstehen können.

Aufgrund dieser neuartigen Technologie wird die Eingravierung topologischer Elemente in die Bedienungsoberfläche aus Glas ermöglicht und somit die Anwendbarkeit der Touch-Technologie erweitert. Mithilfe von Eingravierungen können Slider, Orientierungshilfen oder auch Blindenschrift auf die Bedienflächen gebracht werden.

Projektziel

Ziel des Projektes war die Identifikation möglichst vieler alternativer Anwendungsbereiche für die IMPA-touch Technologie. Attraktive Anwendungsgebiete wurden in weiterer Folge einer detaillierten Markt- und Konkurrenzanalyse unterzogen. Darauf basierend wurden konkrete Kommerzialisierungsstrategien entwickelt.

Vorgehensweise

Zur Anwendung kam ein vierstufiges Verfahren, das auf einem Crowdsourcing-Ansatz basiert. Folgende vier Schritte wurden im Rahmen des Projekts durchgeführt:

(1) Identifikation der wesentlichen Technologievorteile aus Kundensicht,

(2) Suche nach Personen, die von diesen allgemeinen Technologievorteilen profitieren,

(3) Analyse der von der „Crowd“ gelieferten Anwendungsideen und

(4) Erstellung der Kommerzialisierungsstrategien für die interessantesten Anwendungsbereiche.

Ergebnisse

In dem ersten Schritt wurden 17 Interviews mit Entwicklern, Prototyp-Usern und potentiellen Usern durchgeführt. Dabei wurden vier zentrale Vorteile aufgedeckt: 

(1) modernes Design und Formfaktor, (2) robust, widerstandsfähig und gegen alle Arten von äußeren Einflüssen geschützt, (3) verbesserte Usability durch eine haptische Oberflächenstruktur sowie, (4) Möglichkeit der einfachen, gründliche Reinigung.

Aufbauend auf diesen Vorteilen wurden im Zuge von rund 100 Interviews und Foreneinträgen 75 mögliche Anwendungsgebiete identifiziert. Die fünf attraktivsten Gebiete darunter waren:

  • (1) Panele für Cardiogeräte in Fitnesscentern,

  • (2) Steuerungselemente für Yachten,

  • (3) Vending-Machines und Automaten,

  • (4) Panele für Gegensprechanlagen sowie,

  • (5) Anwendung bei Ceranfeldern in der Küche.

Einer genaueren Analyse wurden zwei Gebiete unterzogen. Eine detaillierte, tiefgehende Analyse des Marktes für Fitnessgeräte, sowie eine allgemeine Analyse der Teilmärkte im Vending-Machines- / Automatenbereich. Dabei wurden eine Vielzahl möglicher Automatentypen einer kurzen Analyse unterzogen.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass der Fitnessgerätemarkt ein attraktives, aber wettbewerbsintensives Umfeld darstellt. Die Hersteller versuchen sich unter anderem über Innovativität und Design von der Konkurrenz zu differenzieren, was eine gute Ausgangssituation für die Technologie bietet. Das aktuelle Marktvolumen liegt bei rund 8 Mio. Einheiten/Jahr in den USA und der DACH-Region. Das Marktwachstum liegt in den USA bei 6%, im DACH-Raum bei 3–4%.  Ein möglicher Entwicklungs- und Vertriebspartner im Fitnessgerätebereich wäre Technogym in den USA bzw. Kettler in Österreich.

Cooperation Partner

Student Team

  • Ecker Nikolaus
    Franz Alexander
    Gütinger Isabella
    Poór Krisztián
    Skrzypek Dominik
    Treytl Vinzenz
    Vogel Dieter
    Walcherberger Manuel
    Ziniel Thomas